Habt ihr vielleicht noch Windows 10 auf dem Rechner und habt seither auf Windows 11 verzichtet? Dann geht es euch wie rund 61 Prozent der Windows-Nutzer, denn das neun Jahre alte Betriebssystem von Microsoft ist noch immer das beliebteste von allen, laut Statcounter.
Das ändert nichts an der Tatsache, dass Microsoft den Support für Windows 10 nächstes Jahr einstellt. Das bedeutet unter anderem, dass ihr keine Sicherheitsupdates mehr bekommt, was ein potenziell erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt.
Dementsprechend solltet ihr euch im kommenden Jahr von Windows 10 verabschieden. Eure Optionen haben wir hier aufgelistet.
1. Windows 11 installieren
Der wohl einfachste und für die meisten Leute realistischste Schritt ist die Installation der neuesten Windows-Version.
Was bringt mir Windows 11? Diese Option, wie auch jede andere, die wir euch noch zeigen, bringt eigene Vor- und Nachteile mit sich.
Pro:
- Sicherheitsupdates und Support sind gewährleistet.
- Neue Features und neues Design.
- Microsoft verspricht höhere Leistung und ein dementsprechend schnelleres System.
Contra:
- Höhere Hardwareanforderungen an euren Rechner.
- Es können Kompatibilitätsprobleme bei manchen Programmen auftreten. Doch das ist eher unwahrscheinlich, da Windows 11 mittlerweile lang genug auf dem Markt ist, sodass Entwickler ihre Software mittlerweile angepasst haben sollten.
- Die veränderten Oberflächen und Funktionen brauchen eine Eingewöhnungsphase.
So installiert ihr Windows 11: Um von Windows 10 auf Windows 11 zu wechseln, reichen ein paar einfache Klicks.
- Geht in die Windows-Einstellungen, indem ihr das Startmenü aufruft. Dazu klickt ihr unten links auf das Windows-Symbol in der Taskleiste.
- Klickt auf die Einstellungen, also das Zahnrad-Symbol.
- Geht auf »Updates & Sicherheit«.
- Hier findet ihr ein Banner, das euch bereits die Installation von Windows 11 anbietet.
- Klickt auf »Herunterladen und installieren« und folgt den darauffolgenden Anweisungen.
- Fertig. Nach dem Installationsprozess seid ihr für die nächsten paar Jahre mit einem aktuellen Betriebssystem gewappnet.
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Wir ignorieren die Windows-Warnung, den PC nicht auszuschalten und es passieren merkwürdige Dinge
2. Auf Linux umsteigen
Natürlich könnt ihr auch ein Betriebssystem eines anderen Herstellers nutzen. Eine beliebte Lösung dafür ist Linux. Ein Open-Source Betriebssystem, das immer mehr Menschen nutzen, auch wenn es immer noch als schwierig für Anfänger gilt.
Denn Linux ist nicht einfach ein Betriebssystem wie Windows oder macOS. Dadurch, dass theoretisch jeder an Linux mitentwickeln kann, gibt es auch eine enorme Anzahl an Distributionen wie zum Beispiel Ubuntu, Linux Mint oder Debian.
Alle haben ihre eigenen Vor- und Nachteile und die Entscheidung, welche Distribution für euch die richtige ist, kann schon mehrere Stunden oder sogar Tage in Anspruch nehmen. Trotzdem schwören immer mehr Menschen auf das dezentralisierte System.
Pro:
- Kostenlos und Open-Source.
- Große Flexibilität und Anpassbarkeit.
- Gute Sicherheit und Stabilität.
- Geringe Hardwareanforderungen.
- Keine Bloatware (unnötige Software, die auf dem Betriebssystem vorinstalliert ist).
Contra:
- Komplexer Einstieg.
- Lernkurve (besonders für Windows-Nutzer ungewohnt).
- Möglicherweise eingeschränkte Unterstützung für bestimmte Software oder Spiele.
- Einige Hardwaretreiber könnten nicht nativ unterstützt werden.
Unser Autor Alex hat sich vor Kurzem dazu entschieden, Windows den Rücken zu kehren und hat für euch zusammengefasst, wie er auf den Linux-Zug aufgesprungen ist:
3. Auf macOS umsteigen
Natürlich hat Windows auch noch einen fruchtigen Konkurrenten mit macOS von Apple. Die Benutzerfreundlichkeit ist hier deutlich höher als bei Linux, doch ein Mac unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von einem Windows-PC.
Pro:
- In der Regel stabile und benutzerfreundliche Umgebung.
- Lange Lebensdauer und guter Support von Apple.
- Gut für kreative Anwendungen wie Bild- und Videobearbeitung.
Contra:
- Hohe Kosten für neue Hardware (MacBook, iMac).
- Wenig Spielunterstützung. Gamer sollten also weiterhin zu Windows oder wenigstens Linux greifen.
Wie es ist, nach 10 Jahren von einem Windows-PC auf ein Gerät von Apple zu wechseln, verrät euch Linh:
4. Ihr bleibt bei Windows 10
Solange der Support noch nicht offiziell eingestellt ist, müsst ihr natürlich nicht wechseln. Spätestens wenn dann keine Sicherheitsupdates mehr kommen, solltet ihr allerdings dringend wechseln, um eure Daten zu schützen.
Pro:
- Keine Notwendigkeit, das Betriebssystem zu wechseln.
- Bekannte Umgebung, keine Lernkurve.
- Kompatibilität mit bestehender Software und Hardware bleibt erhalten.
Contra:
- Sicherheitsrisiken durch fehlende Updates.
- Keine neuen Features oder Verbesserungen.
- Langfristig könnten Software-Entwickler die Unterstützung für Windows 10 einstellen.
Wie ihr Windows 11 installiert, seht ihr weiter oben bei Punkt 1.
5. Nutzt Windows 10 als virtuelle Maschine
Falls ihr Windows 10 für einen bestimmten Zweck nutzen wollt, es aber nicht dauerhaft braucht, könnten VMs (virtuelle Maschinen) eure Lösung sein. Mit ihnen lasst ihr, stark vereinfacht ausgedrückt, verschiedene Betriebssysteme wie Windows 10 als Programm beispielsweise auf eurem Windows-11-Rechner laufen.
Pro:
- Windows 10 kann isoliert und sicher weiter genutzt werden.
- Guter Schutz vor Sicherheitsrisiken, da virtuelle Maschinen getrennt vom Hauptsystem laufen.
- Flexibilität und die Möglichkeit, verschiedene Systeme parallel zu nutzen.
Contra:
- Erhöhte Systemanforderungen (Ressourcenverbrauch durch VM).
- Komplexere Einrichtung und Verwaltung.
- Nicht alle Programme laufen performant in einer VM.
Wie installiere ich eine VM? Dazu braucht ihr eine dedizierte Software und solltet, wie oben erwähnt, einplanen, dass VMs auch Hardwareanforderungen haben. Diese werden von den jeweiligen VM-Programmen zugewiesen und können jederzeit justiert werden. Trotzdem sollte euer Rechner für mehrere Betriebssysteme gewappnet sein.
Welche Software brauche ich? Es gibt diverse Optionen, wie zum Beispiel Microsofts Hyper-V Manager, VMwares Workstation Pro, Oracles VirtualBox und viele mehr.
Wie geht ihr mit Windows 10 um? Seid ihr schon lange umgestiegen? Verratet es uns in den Kommentaren!



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