Würdet ihr gerne mal einen James-Bond-Film von Steven Spielberg sehen? Der Regisseur von Indiana Jones, Jurassic Park, Der Soldat James Ryan oder Minority Report hatte darauf ziemlich lange große Lust.
Dafür ist der heute 79 Jahre alte Filmemacher, dessen neuester Sci-Fi-Film Disclosure Day gerade erst in den Kinos angelaufen ist, sogar öfter auf die Broccolis und damit die langjährigen Produzenten des 007-Franchises zugegangen. Allerdings hat Spielberg jedes Mal Absagen kassiert und sich mittlerweile selbst von diesem Traum verabschiedet.
Wir hätten einen Bond-Film von Steven Spielberg bekommen können ...
Davon berichtet im Podcast The Rest is Entertainment. So hat der allererste Bond-Film mit Sean Connery 007 jagt Dr. No von 1962 völlig in seinen Bann gezogen.
Ich bin auf Cubby [Broccoli] zugegangen, als Der Weiße Hai zu einem riesigen Hit wurde. Seit ich 007 jagt Dr. No gesehen habe, wollte ich einen James-Bond-Film machen und habe Cubby nach Der Weiße Hai angerufen, um mich freiwillig zu melden.
Ich sagte: Wenn du einen Regisseur brauchst, würde ich es lieben, einen zu drehen.
Und er hat Nein
gesagt.
Spielberg wollte sich nach der ersten Absage allerdings nicht geschlagen geben und zeigte sich stattdessen kompromissbereit. So kam Broccoli ein paar Jahre später auf ihn zu, um ein Musikstück aus Unheimliche Begegnung der dritten Art für Moonraker mit Roger Moore verwenden zu dürfen:
Ich habe ihm gesagt: Ich mache dir ein Angebot. Du bekommst die Erlaubnis, die fünf Noten zu verwenden und ich darf dafür einen Bond-Film drehen.
Und er hat Nein
gesagt. Aber ich habe es trotzdem gestattet.
Sie haben mich also immer wieder abgelehnt – zumindest Broccoli. Er hat mir nie erklärt, warum er mich nicht in die Bond-Familie ließ.
1:08:30
Lizenz zum Hype: Ist das James-Bond-Spiel wirklich so gut?
... aber haben dafür Indiana Jones bekommen
Dass Spielberg keinen Bond-Film machen durfte, hat aber für Kino-Fans auch etwas Positives. Denn damit hatte Spielberg die Möglichkeit, mit George Lucas eine der besten Abenteuer-Reihen der Filmgeschichte zu stricken: Indiana Jones.
Als ich 1977 mit George Lucas auf Hawaii war und wir uns gerade dabei vorbereiteten, Star Wars: Eine neue Hoffnung herauszubringen, erzählte ich ihm die ganze Geschichte. Und er meinte zu mir Ich habe etwas Besseres als Bond. Es heißt Indiana Smith
– so lautete damals der Name noch.
Er hat mir dann die Prämisse vorgetragen und so bin ich an diesen Job gekommen.
Würde Steven Spielberg heute noch einen James-Bond-Film drehen? Mittlerweile scheint der Kult-Regisseur damit abgeschlossen zu haben:
Würden sie mich jetzt danach fragen, einen Bond-Film zu machen, würde meine Antwort lauten: Ihr könnt es euch eh nicht leisten.
Die 007-Lizenz liegt aktuell übrigens gar nicht mehr bei den Broccolis, sondern voll und ganz bei den Amazon MGM Studios. Eine Entwicklung, die auch äußerst kritisch betrachtet wird.
Für den nächsten und damit 26. Bond-Film steht derweil bereits der Regisseur fest: Denis Villeneuve (Sicario, Blade Runner 2049), der sich nach Dune: Part Three dem britischen Geheimagenten widmet.
Wer die neue 007 spielt, bleibt momentan noch abzuwarten. Für die Suche nach dem neuen Bond-Darsteller wurde derweil Nina Gold beauftragt, der bereits für Star Wars oder Game of Thrones der ein oder andere Casting-Coup gelang.
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