»Not all images appear in game - Nicht alle Bilder tauchen im Spiel auf.«
Es sind diese Worte, an die ich mich als Fan von Dragon Age gerade klammere wie ein Schiffbrüchiger an ein Stück Treibholz. Denn nach dem neuen Trailer zu Dragon Age: The Veilguard ist bei mir und vielen anderen Anhänger der Rollenspiel-Serie aktuell Land unter.
DAS soll Dragon Age sein? Auf YouTube wundern sich die Leute: Dieses Video, dieser Stil, diese Comic-Skelette und albernen Dialoge sowie die Vorstellung der Party-Mitglieder lassen manch einen an einen Hero-Shooter von der Stange denken, an ein MOBA-Spinoff, an einen Mobile-Ableger - aber eben nicht an Dragon Age 4.
Update von 18:56 Uhr: Inzwischen hat Bioware einen Mini-Clip mit 24 Sekunden Gameplay aus The Veilguard veröffentlicht. Zu sehen sind deutlich düstere Szenen mit einem erwachseneren Look als im Trailer.
Über 140.000 Dislikes hat der Trailer mittlerweile gesammelt, nur knapp 30.000 geben The Veilguard einen Daumen nach oben. Vieles erinnert an den Ton und Echo der berüchtigten Redfall-Ankündigung - jetzt wie damals ist der Trailer laut, bunt und beliebig:
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So präsentiert sich Dragon Age: The Veilguard vor der Gameplay-Premiere
Meine Hoffnung ruht nun auf der Gameplay-Premiere am 11. Juni 2024 und den sechs klein eingeblendeten Wörtern zu Beginn des Trailers: »Not all images appear in game.« Hat sich hier einfach nur eine übereifrige Marketing-Abteilung im Ton vergriffen? Oder liefert Bioware mit The Veilguard die nächste Gurke ab?
In meiner Kolumne sammele ich Argumente für beide Seiten und verleihe meiner Enttäuschung (und der vieler DA-Fans) Ausdruck.
Werbung, die am Endprodukt vorbeigeht
Dass sich ein Trailer und das finale Spiel unterscheiden, ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Abseits von Downgrade-Debatten (Watch Dogs!) sind auch viele richtig gute Spiele in diese Falle getappt. Vielleicht wird am Ende ja auch das neue Dragon Age zu dieser illustren Runde zählen und wir können eines Tages über diesen irreführenden Trailer lachen?
Beispiele aus der Vergangenheit gibt's genug: Die melancholische Stimmung des legendären Trailers zu Dead Island fand sich in der Release-Version gar nicht mehr wieder. Erst letztes Jahr traf die Ankündigung zu Prince of Persia: The Lost Crown mit seiner ungewöhnlichen Musikuntermalung auf breite Ablehnung - aber das fertige Spiel wurde später durchweg gelobt, auch für den (ganz anderen) Soundtrack)
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