In den letzten Jahren sorgte kaum ein Ehestreit in Hollywood für so große Schlagzeilen wie der zwischen Johnny Depp und Amber Heard. Spätestens 2022 war der Rosenkrieg der beiden Schauspieler in aller Munde, der schon zuvor ihre jeweiligen Karrieren beeinflusste.
So trennte sich beispielsweise bereits 2020 das Filmstudio Warner Bros. von Depp, der zuvor noch in der Rolle des Gellert Grindelwald für Phantastische Tierwesen vor der Kamera stand. Tatsächlich hatte der heute 62-jährige Schauspieler bereits eine Szene für den dritten Teil abgedreht, als recht überraschend die Reißleine gezogen wurde.
Jetzt - fünf Jahre später - spricht Johnny Depp im Interview mit Telegraph über die Entscheidung seitens Warner Bros:
Über mich wurden schon viele Dinge gesagt und das kümmert mich kaum. Es ist ja nicht so, als würde ich für das Amt des US-Präsidenten kandidieren. Der Stopp [bei Fantastic Beasts] kam buchstäblich im Bruchteil einer Sekunde, während wir den Film drehten.
Sie haben mir gesagt: Wir wollen, dass du aussteigst.
Ich sagte mir aber selbst: Sie wollen, dass ich meine Karriere aufgebe
. [Meine Antwort darauf war] Fickt euch. [...] Wenn ihr glaubt, ihr könnt mich noch mehr verletzen, als ich es ohnehin schon bin, dann irrt ihr euch gewaltig.
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Johnny Depp in Phantastische Tierwesen 2
Johnny Depp war damit bei Fantastic Beasts raus, an seine Stelle trat Mads Mikkelsen (Rogue One, Doctor Strange). Für den Rauswurf sollen unter anderem die Missbrauchsvorwürfe seitens Amber Heard, aber vor allem die öffentliche Aufmerksamkeit, welche die öffentliche Schlammschlacht der beiden generierte, ausschlaggebend gewesen sein.
Mittlerweile hat längst ein US-Gericht über den Fall Depp vs. Heard entschieden. Gemäß dem Urteil musste Amber Heard ihrem Ex-Mann 10 Millionen Dollar Schadensersatz wegen Verleumdung zahlen. Depp wurde wiederum zu einer Zahlung von 2 Millionen US-Dollar wegen rufschädigender Aussagen seines ehemaligen Anwalts verurteilt. Mehr dazu könnt ihr bei unseren Kollegen von Filmstarts nachlesen.
Johnny Depp auf dem Weg zurück nach Hollywood
Und während Amber Heard sich größtenteils aus der öffentlichen Wahrnehmung zurückgezogen hat, arbeitet Depp an seinem Hollywood-Comeback. 2023 war er zum Beispiel in Jeanne du Barry - Die Favoritin des Königs als Ludwig XV. zu sehen, als Nächstes folgt dann Day Drinker von Regisseur Marc Webb.
Außerdem ranken sich hartnäckige Gerüchte darum, dass Johnny Depp beim Kino-Revival von Fluch der Karibik wieder als Captain Jack Sparrow zu sehen sein wird. Dafür setzt sich ebenso der Produzent der Reihe Jerry Bruckheimer ein: Aktuell sollen zwei neue Piratenfilme kommen und bei mindestens einem davon Depp involviert sein.
Um die Phantastische-Tierwesen-Reihe steht es derweil alles andere als gut. Ursprünglich waren insgesamt fünf Filme geplant, doch dann war schon nach drei Teilen Schluss. Dafür wird vor allem das mangelnde Interesse von Zuschauern und immer geringere Einspielergebnisse verantwortlich gemacht.
Warner Bros. sattelt nun euch eine TV-Serie um: So entwickelt HBO ein Reboot der Harry-Potter-Reihe, das im Fernsehen und nicht im Kino landet. Dabei wird die Geschichte der Romane von J.K. Rowling neu erzählt. Mehr Infos dazu - und auch den neuen Darstellern von Harry, Ron und Hermine - bekommt ihr unter den Links oben.