Jurassic World Evolution 2 greift einen der größten Kritikpunkte des Vorgängers an

Frontiers verspricht einen der größten Kritikpunkte aus Jurassic World Evolution anzugehen und erklärt ausführlich, wie das gelingen soll.

von Florian Franck,
27.06.2021 16:45 Uhr

Das von Frontiers im Rahmen der E3 2021 angekündigte Jurassic World Evolution 2 soll noch 2021 erscheinen. In einer neuen Reihe erklären die Entwickler einige der neuen Funktionen und Mechanismen. Bereits die erste Ankündigung offenbart viele Verbesserungen.

Das Ausbrüten von Eiern wird umfangreicher

Im ersten Teil von Jurassic World Evolution war die Zucht von mehreren Dinosauriern oder Herden ein mühseliges Unterfangen. In den Hammond Entwicklungslaboren konnte immer nur ein Dinosaurier pro Brutplatz ausgebrütet werden. Das System wird laut Frontiers deutlich ausgebaut und erweitert.

So funktioniert das neue System: Ihr werdet auch weiterhin die DNA von Dinosaurier aus Fossilien extrahieren, um daraus ein vollständiges Genom zu erschaffen. In den neuen Laboren können mehrere Dinosaurier auf einmal erschaffen und freigelassen werden. Im ersten Schritt erstellt ihr über Synthese ein Gelege mit Eiern und nehmt genetische Modifikationen vor. Ähnlich wie im ersten Teil passt ihr dort die genetischen Merkmale wie die Lebenserwartung, das Hautmuster, soziale Eigenschaften und weiteres an.

Die Ergebnisse werden im Anschluss an die Synthesephase enthüllt. Dabei sollen nicht nur erwünschte Eigenschaften hervortreten, sondern auch unerwünschte. Wie die Unerwünschten sich auswirken, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Inkubation des Geleges: Nachdem die Synthesephase abgeschlossen ist, folgt die Inkubation, in der die Dinosaurier in der Brutstätte bis zum Erwachsenenalter aufgezogen werden. Im Anschluss könnt ihr die Dinos dann im Park freilassen.

Gemeinsam statt einsam ins neue Gehege

Eine weitere Neuerung ist das gemeinsame Freilassen aller ausgebrüteten Dinosaurier. Dadurch sollen die Tiere gemeinsam ihr neues Zuhause erkunden können. Ebenfalls neu eingeführt wird die Funktion »Remote Release«, mit der eure Dinos direkt von der Brutstätte zu einem anderen Punkt auf der Karte transportiert werden. Im ersten Teil war das nur sehr umständlich möglich, in dem ACU-Helikopter die Tiere nach dem Freilassen betäubt haben, um sie im Anschluss per Transporthelikopter zum Ziel zu transportieren.

Frontiers betont, dass so Brutstätten und Gehege voneinander trennbar sind, falls mehr Platz für weitere Dinos benötigt wird.

Dinos selbst einfangen und zur Schau stellen

In Jurassic World Evolution 2 werdet ihr nicht nur Dinos züchten, sondern sie auch in der »freien Wildbahn« einfangen können. Laut Frontiers wird es Modis geben, in denen ihr lebende Dinosaurier aus der Wildnis in euren eigenen Park transportieren müsst. Bereits im ersten Teil mussten Dinos in einigen Leveln und Missionen eingefangen und in entsprechende Gehege transportiert werden. Allerdings erwähnen die Entwickler diesen Punkt noch einmal extra. Wir gehen davon aus, dass ihr Dinos überall auf der Welt eingefangen könnt.

Bedürfnisse und territoriales Verhalten stärker im Fokus

In Jurassic World Evolution 2 sollen alle Dinosaurier mehr Bedürfnisse und Anforderungen an ihr Gehege haben. Neben Nahrung und Wasser brauchen eure Tiere auch eine komfortable Umgebung. Die einzelnen Arten sollen sich in den Bedürfnissen stärker voneinander unterscheiden.

Oder doch immer in Bewegung? Oder doch immer in Bewegung?
Entspannt in der Sonne dösen? Entspannt in der Sonne dösen?

In Jurassic World Evolution 2 sollen Dinosaurier neue Verhaltensweisen und Bedürfnisse haben.

Territorien als neues Feature angekündigt: Neu angekündigt wurden zudem Territorien, die auf Umweltbedürfnissen basieren. Eure Dinos sollen sich dabei auf natürliche Weise Territorien innerhalb des Geheges schaffen, die auf den Umweltbedürfnissen basieren. Dadurch erhaltet ihr mehr Flexibilität bei der Erstellung von Gehegen. Gleichzeitig wandern Dinosaurier in Zukunft viel mehr umher und erweitern ihr eigenes Territorium, wenn sie unzufrieden sind. Laut Frontiers wird die Platzierung von Aussichtsplattformen im zweiten Teil eine größere Rolle einnehmen, da es keine Garantie gibt, dass eure Dinosaurier für einen längeren Zeitraum am selben Ort bleiben.

Verhalten der Dinos soll realistischer werden

Bereits im ersten Teaser zu Jurassic World Evolution 2 waren mehrere Dinos in verschiedenen Situationen zu sehen. Diese Verhaltensweise sind gewollt und eure Dinosaurier werden in Zukunft neue Verhaltensweise an den Tag legen und mehr auf die Umgebung reagieren. Dazu wurden neue Animationen entwickelt:

  • Ausruhen: Eure Dinos legen sich in Zukunft hin und genießen die Ruhe unter der Sonne
  • Kontakte knüpfen: Soziale Interaktion zwischen den Tieren rückt in den Fokus
  • Gehen, rennen, jagen und kämpfen: Umfangreicher und realistischer als im ersten Teil

Im Trailer sind einige der neuen Verhaltensmuster bereits zu erkennen. Auch wenn es sich hierbei um einen Pre-Rendered Trailer handelt, lassen sich aus diesem bereits Rückschlüsse über das Verhalten ableiten:

Jurassic World Evolution 2 - Ankündigungstrailer zur Wirtschaftssim mit Dinos 1:27 Jurassic World Evolution 2 - Ankündigungstrailer zur Wirtschaftssim mit Dinos

So sollen Fleischfresser, wie etwa Raptoren, sich an Rudeljagden beteiligen. Der Bewegungsumfang und die Animationen beim Erlegen der Beute sollen deutlich dynamischer sein. Es sieht also ganz so aus, als würden Dinosauirer in Zukunft wesentlich realistischer sein und viele Missverständnisse aus der Geschichte ausräumen. Welche Missverständnisse das sind, erklärt euch Dr. Daniel Hercenberger in seiner Analyse.

Verletzte Tiere hingegen werden von einem neuen Team behandelt: Die mobile Veterinäreinheit wurde im Rahmen der Ankündigung als neues Parkteam vorgestellt. Größere Verletzungen werden in der »Paleo Medical Facillty« behandelt. Wie genau sich die Verletzungen von Dinosauriern verhalten, hat Frontiers noch nicht verraten. Allerdings soll es dazu in naher Zukunft mehr Informationen geben.

Rangerposten und gemeinsame Gehege

Die Ranger-Teams werden in Jurassic World Evolution 2 in Zukunft mehr zu tun haben. Ranger kontrollieren den Zustand und das Wohlergehen eurer Dinosaurier. Dazu statten sie den Dinos keine Hausbesuche ab, sondern steuern einen Ranger-Posten an. Der wird innerhalb des Geheges platziert und ermöglicht ein Scannen aller Dinosaurier in Reichweite. Es soll aber auch weiterhin möglich sein einzelne Dinosaurier zu scannen.

Nach der Ankündigung haben wir bereits sechs Dinge genannt, die Jurassic World Evolution 2 besser machen muss als der Vorgänger. Nach dem ersten Feature-Fokus von Frontiers scheinen einige dieser Wünsche in Erfüllung zu gehen.

Was haltet ihr von der Ankündigung? Freut ihr euch auf den Nachfolger von Jurassic World Evolution? Schreibt es uns in die Kommentare.

zu den Kommentaren (53)

Kommentare(53)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.