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Kena: Bridge of Spirits im Test – Liebe auf den ersten Blick, Begeisterung auf den zweiten

Kena: Bridge of Spirit überzeugt im Test auf den ersten Blick mit seinem wunderschönen Aussehen. Doch hinter der hübschen Fassade steckt viel mehr.

von Marylin Marx,
21.09.2021 06:00 Uhr

Bevor wir hier tiefer einsteigen, lasst uns eines klarstellen: Kena: Bridge of Spirits ist kein Kinderspiel. Wer wegen der fluffigen Disney-Optik locker leichten Rätselspaß mit seichten Kämpfen erwartet, sollte sich diesen Test hier besonders gut durchlesen. Denn Kena, das aktuell nur für PlayStation und exklusiv im Epic Game Store verfügbar ist, bricht in vielen Punkten mit den Erwartungen - im guten Sinne.

Hinter der hübschen Fassade steckt ein wirklich anspruchsvolles Action-Adventure, das uns immer wieder zum Schwitzen und manchmal auch zum Nachdenken bringt. Auch die Story ist düsterer, als sie anfangs scheint. 

Anfangs erfahrt ihr von der aber noch nicht viel, denn Kena beginnt vermeintlich simpel. Als Geisterführerin macht ihr euch auf die Reise zum heiligen Bergschrein. Auf eurem Weg dorthin trefft ihr auf einige Geister, die in einem vergifteten Dorf verweilen und auf Erlösung warten.

Mit Hilfe von Holzmasken können wir die Erinnerungen der Verstorbenen sehen. Mit Hilfe von Holzmasken können wir die Erinnerungen der Verstorbenen sehen.

Um euren Weg zum Geisterberg fortzusetzen, helf ihr den ruhelosen Seelen des Dorfes, ihre ewige Ruhe zu finden. Manche davon sind euch freundlich gesinnt, andere wiederum so verzweifelt, dass sie keinen Frieden finden. Sie brauchen eure Hilfe, um sich wieder an ihr vergangenes Leben zu erinnern und Erlösung zu finden.

Je mehr Geistern ihr helft, desto weiter öffnet sich die Spielwelt für euch. Die ist zwar nicht so riesig wie Griechenland in Assassin’s Creed: Odyssee, bietet aber genug Möglichkeiten, herumstreunen und das ein oder andere Geheimnis zu entdecken. Überflüssige Nebenquests oder nervige “Hol mal, bring mal”-Aufgaben gibt es keine.

Die Story verläuft ähnlich geradlinig wie euer Weg durch die unglaublich schöne Spielwelt. Dabei erfahrt ihr häppchenweise, was eigentlich in dem Dorf vorgefallen ist und warum es so viele unglückliche Seelen beherbergt. Zwar solltet ihr keinen Story-Twist wie in Fight Club erwarten, die Schicksaale der einzelnen Verstorbenen nehmen euch in den fantastisch inszenierten und in englisch vertonten Zwischensequenzen trotzdem emotional mit.

Wie genau das aussieht, könnt ihr euch in unserem Testvideo ansehen:

Wunderschön und richtig gut: Unser Testvideo zu Kena Bridge of Spirits 14:16 Wunderschön und richtig gut: Unser Testvideo zu Kena Bridge of Spirits

Obwohl viele Fragen am Ende offen bleiben, entdecken wir während unserer Reise zum heiligen Bergschrein nicht nur das Dorf und seine Vergangenheit, sondern erfahren immer wieder Teile aus Kenas Leben: Warum macht sie sich überhaupt auf den Weg zum Bergschrein und warum folgen ihr die Rott? Ähnlich wie in Horizon Zero Dawn ist auch in Kena der Weg das (Story-)Ziel.

Ein Wort zur Technik

Kena läuft auf unserem Testsystem, das den Empfohlenen Anforderungen entspricht, beinahe problemlos auf den höchsten Grafikeinstellungen. Hin und wieder gab es zu Beginn einer Zwischensequenz oder eines besonders aufregenden Kampfes kurze Framedrops. Unsere Framerate bewegte sich meistens zwischen 50 und 60 FPS.

Mutige Rott

Ganz allein seid ihr auf eurer Reise übrigens nicht. Hier kommen endlich die kleinen schwarzen Knubbeltierchen namens Rott ins Spiel, die euch schnurrend und gurrend überall hin folgen. Euer flauschiges Gefolge sieht nicht nur niedlich aus und ziert jedes Spielecover, sondern kämpft auch tapfer mit. Dazu muss es allerdings erstmal mutiger werden.

Denn die kleinen Geister haben grundsätzlich Angst vor den knorrigen Gegnern und verstecken sich zu Beginn des Kampfes lieber. Aber mit jedem Treffer, den Kena landet, sammeln die Rott etwas mehr Mut und sind irgendwann in der Lage, sich ein Herz zu fassen und uns im Kampf zu unterstützen. Manchmal braucht es eben erstmal eine Demonstration. Per Knopfdruck könnt ihr eurem schwarzen Schwarm befehlen, den Gegner festzuhalten, ihn zu verwirren oder sich mit euren Waffen zu verbinden, um zu einem kräftigen Hammerschlag auszuholen oder einen aufgeladenen Bogenschuss abfeuern.

Auch heilen könnt ihr euch nur, wenn die Rott mutig genug sind. Dazu holen sie euch die Energie von diesen Blumen, die nur spärlich auf dem Kampfplatz verteilt sind. Ihr solltet damit gut haushalten. Auch heilen könnt ihr euch nur, wenn die Rott mutig genug sind. Dazu holen sie euch die Energie von diesen Blumen, die nur spärlich auf dem Kampfplatz verteilt sind. Ihr solltet damit gut haushalten.

Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad ist es schwerer oder leichter, diesen Mut für die Rott zu sammeln. Füllt sich die Leiste auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad noch von selbst, verliert ihr auf der höchsten Stufe sogar Mut, wenn ihr getroffen werdet. Der Schwierigkeitsgrad beeinflusst aber nicht nur, wie schnell ihr Mut sammelt, er macht auch die Gegner zäher - und schlauer. 

Im Gegensatz zu vielen anderen Action-Adventures mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden werden bei Kena die Gegner wirklich intelligenter und aggressiver. Das zwingt euch, eure Taktiken zu ändern und führt schon auf normalem Schwierigkeitsgrad hin und wieder zu Kurzatmigkeit und Schweißausbrüchen. Wer eine Herausforderung sucht, ist hier auf jeden Fall richtig.

Der ein oder andere Gegner packt uns auch, wenn wir unvorsichtig sind. Das macht mächtig Schaden. Der ein oder andere Gegner packt uns auch, wenn wir unvorsichtig sind. Das macht mächtig Schaden.

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