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Lara Croft and the Guardian of Light im Test - Lara ist nicht mehr Single

Mit einem so fordernden wie launigen Koop-Abenteuer verkürzt Crystal Dynamics die Wartezeit auf Tomb Raider 9.

von Daniel Matschijewsky,
30.09.2010 18:30 Uhr

Achtung! Da hinten warten jede Menge Todesfallen«, warnt uns der Aztekenkrieger Totec. Wo nun jeder Möchtegern-Archäologe schreiend davon rennen würde, reibt sich Lara Croft die Hände. Zwei Jahre nach Tomb Raider: Underworld gibt es endlich wieder Tempel zu erforschen, Artefakte zu finden und Monster zu bekämpfen. Dass Lara Croft and the Guardian of Light nicht den Zusatz Tomb Raider im Namen trägt, hat zwei Gründe. Zum einen erzählt Crystal Dynamics eine von der Actionreihe unabhängige Geschichte. Zum anderen beschreitet Laras neuestes Abenteuer auch spielerisch andere Wege. Erstmals steuern Sie die selbstbewusste Archäologin aus der Vogelperspektive. Und erstmals stellen Ihnen die Entwickler einen Koop-Helfer an die Seite. Klingt ungewöhnlich, bereichert die Tomb Raider-Serie aber um eine spannende und spaßige Facette.

Steam-Pflicht
Um Lara Croft and the Guardian of Light spielen zu können, müssen Sie den Titel an ein Steam-Konto binden, was eine Internetverbindung voraussetzt und den Weiterverkauf des Spiels verhindert.

Knackige Ballereien mit Knobel-Faktor

Lara von oben, funktioniert das denn? Schließlich zeichnete sich die Tomb Raider-Serie bislang vor allem durch knifflige Rätsel und noch kniffligere Sprungeinlangen aus; die eingeschränkte Vogelperspektive könnte dieses beliebte Spielprinzip unmöglich machen.

Lara Croft and the Guardian of Light - Screenshots ansehen

Doch wir geben Entwarnung: Lara Croft and the Guardian of Light bietet neben knackigen Ballereien auch eine gut ausgewogene Mischung an Geschicklichkeits- und Knobeleinlagen. So rollt Lara Kugeln auf Druckplatten, hüpft über tödliche Flammenstöße oder schwingt dank ihres aus den Vorgängern bekannten Greifhakens über Abgründe. Die Rätsel fallen zwar in die Kategorie anspruchslos bis mäßig fordernd, sind aber durch die Bank kreativ gestaltet, abwechslungsreich und dürften dank der aufwändigen Physiksimulation oft für herunterklappende Kinnladen sorgen.

Dass Laras neuestes Abenteuer trotzdem nicht zu leicht ist, liegt an der geringen Fehlertoleranz des Spiels. Häufig werden Sie nur durch unfreiwillige Tode der Heldin herausfinden, wo Sie hintreten dürfen und wo nicht. Zwar gibt es viele, gut platzierte Kontrollpunkte, Einsteiger sollten dennoch eine gehörige Portion Frustresistenz mitbringen, zumal es nur einen (auch recht knackigen) Schwierigkeitsgrad gibt.

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