Playmobil hat nie geschafft, was Lego reich gemacht hat. Vielleicht war das sogar von vornherein unmöglich.

Lego dominiert die Kinderzimmer und Sammlerregale weltweit. Und Playmobil? Macht Verluste in Millionenhöhe. Peter glaubt zu wissen, woran es liegt.

Playmobil und Lego setzen beide stark auf Nostalgie und Lizenzen, um kaufkräftige Erwachsene für ihr Spielzeug zu begeistern. Doch eine der beiden Firmen hat damit deutlich mehr Erfolg als die andere - warum? Playmobil und Lego setzen beide stark auf Nostalgie und Lizenzen, um kaufkräftige Erwachsene für ihr Spielzeug zu begeistern. Doch eine der beiden Firmen hat damit deutlich mehr Erfolg als die andere - warum?

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In meinem Kinderzimmer der Neunzigerjahre herrschte eine friedliche Koexistenz der größten Spielzeugmarken. Links stand das Western-Fort von Playmobil mit Soldaten, Indianern und Cowboys. Rechts daneben türmten sich bunte Kisten voller Lego-Steine, eine Pirateninsel und die große Burg von Lego Castle.

Für mich waren beide Spielzeugwelten damals gleichwertig. Doch wenn ich mich heute in meinem Arbeitszimmer umblicke, stehen dort keine Kunststoff-Burgen aus Zirndorf mehr. Stattdessen stehen im Regal Lego-Sets zu Star Trek, Stranger Things und Harry Potter. Allesamt aus Klemmbausteinen statt großen, vorgefertigten Playmobil-Bauteilen.

Peter Bathge
Peter Bathge

Peter wohnt seit Juni 2025 zehn Autominuten vom Playmobil-Land in Zirndorf entfernt. Mit seinen Neffen war er schon zwei Mal vor Ort und von den deutlich günstigeren Ticket-Preisen als im Legoland angenehm überrascht. Heute beschäftigt er sich gelegentlich auch beruflich noch mit Spielzeug, vor allem Klemmbausteinen. Seine Playmobil-Kisten stehen immer noch in seinem alten Kinderzimmer.

Ich glaube: Diese persönliche Entwicklung ist kein Einzelfall, sondern spiegelt die Hintergründe der tatsächlichen wirtschaftlichen Realitäten in Spielzeugbranche wider. Während Playmobil im Geschäftsjahr 2023/2024 fast 120 Millionen Euro Verlust machte und 2025 der Umsatz erneut um acht Prozent schrumpfte, freuten sich die Lego-Bosse zuletzt über 12 Prozent mehr Umsatz und einen um 21 Prozent gestiegenen Gewinn auf fast drei Milliarden Euro.

Wieso hinkt Playmobil so weit hinterher? Meiner Meinung nach liegt der Hund im fehlenden Erwachsenen-Geschäft begraben.

Video starten 0:23 Die Playmobil-Enterprise ist bis heute ein ganz besonderes Star-Trek-Set

Der Fluch der Fertigteile

Das fundamentale Problem von Playmobil liegt in seiner DNA. Hans Beck entwarf die Klicky-Figuren 1974 als Systemspielzeug, doch das System bezog sich primär auf das Zubehör. Ein Pirat konnte das Schwert eines Ritters halten, aber der Pirat blieb ein Pirat. Teile sind oft hoch spezialisiert und großflächig. Wer eine Playmobil-Burg kauft, baut eine Burg. Wer ein Lego-Set kauft, besitzt erst einmal nur Material.

Diese Spezialisierung bei Playmobil führt dazu, dass die kreative Freiheit paradoxerweise eingeschränkt wird. In den Augen eines erwachsenen Sammlers ist ein Playmobil-Set oft ein fertiges Diorama. Man stellt es auf, bewundert den Detailgrad der bedruckten Gesichter und die historisch akkuraten Ausstattungen.

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