Ich werde mich wohl auf ewig an Life is Strange erinnern, als das Spiel, bei dem ich mich nach 30 Minuten fragte, was ich denn mit diesem Teenie-Gedöns soll, nur um dann viele, viele Stunden später ziemlich ergriffen auf den Bildschirm zu starren, und mich zu fragen, wen ich denn jetzt schnell spätabends noch anrufen kann, nur um kundzutun, wie großartig ich das fand.
Wie ihr unschwer an diesem Zitat unseres GameStar-Moderators DaronLaible erkennen könnt, löste das erste Life is Strange 2015 eine Menge Gefühle aus. Die Geschichte um die Zeit-zurückdrehende Max Caulfield ist vielen von uns im Gedächtnis geblieben. Umso größer war die Euphorie und die Skepsis auch, als Mitte Juni 2024 eine direkte Fortsetzung angekündigt wurde.
Im Rahmen der gamescom 2024 konnten wir Double Exposure endlich anspielen und uns mit den Entwicklern darüber unterhalten. Eine unserer größten Sorgen wurde dadurch jetzt entkräftet.
Worum geht's in Double Exposure?
Mit Life is Strange: Double Exposure wird die Geschichte von Max weitererzählt, die jetzt mithilfe neuer Fähigkeiten einen Mordfall aufklären - und sogar ungeschehen machen will. Dieses Mal befinden wir uns aber nicht mehr in Arcadia Bay, sondern weit weg an einer Universität in Caledon. Und statt Warren und Cloe werden wir von Safie und Moses begleitet.
Außerdem wurde das Spiel nicht mehr von den ursprünglichen Entwicklern Dontnod umgesetzt, sondern von Deck Nine, die auch schon für Life is Strange: Before the Storm und True Colors verantwortlich waren. Noch mehr Infos vom Summer Game Fest findet ihr im fantastischen Artikel meiner Kollegin Natalie:
Der Kamera-Klau
Achtung, Spoiler!
Wir beschreiben euch im Folgenden recht detailliert die Szene, die wir im Rahmen der Messe anspielen konnten. Solltet ihr Life is Strange: Double Exposure komplett ohne Vorwissen spielen wollen, solltet ihr direkt zum Fazit springen.
Was haben wir gespielt? Bei unserem Termin in Köln haben wir eine Szene aus dem neuen Life is Strange selbst spielen können. In Akt 2 wird Max Freund Moses von der Polizei verdächtigt, ihre gemeinsame Freundin Safie umgebracht zu haben.
Das Ganze spitzt sich nochmal zu, als Moses uns erzählt, er habe Safies Kamera vom Tatort entwendet und in seinem Büro versteckt. Da ihn das alles andere als unschuldig aussehen lässt, müssen wir Moses helfen und die Kamera aus dem Büro holen, ohne dass wir von der Polizei erwischt werden.
Moses sitzt gemeinsam mit einem grummeligen Detective vor seinem Büro in der Uni - wir können also nicht einfach an den beiden vorbei in sein Büro marschieren. Glücklicherweise ist das Büro in einer Parallelwelt, in der Safi noch am Leben ist, geöffnet. Wir bedienen uns also Max’ neuer Fähigkeit, zwischen den beiden Realitäten hin- und herzuwechseln.
Das geht nicht an jedem beliebigen Ort, sondern nur an bestimmten Punkten, die uns durch ein leichtes Glitzern darauf hinweisen. Dort öffnen wir eine Art Dimensionstor und schlüpfen schnell hindurch in eine bessere(?) Realität. Auch hier werden wir von Moses begrüßt. Der im Gegensatz zu seinem hauptverdächtigen Ebenbild nun aber vollkommen sorglos an seinem neuen Teleskop rumschraubt.
Uff.
Zwischen zwei Welten
Nach einem kurzen Plausch und einem Stich ins Herz, weil die beiden Moses gerade nicht unterschiedlicher sein könnten, nutzen wir einen der Glitzer-Orte in Moses Büro dazu, um wieder in die düstere Zeitlinie zu springen. Hier ist es dunkel, Kisten stehen herum. Moses hat hier sein Teleskop nie aufgebaut. Dafür prangt ein großes Gemälde an der Wand.
Von nun an springen wir immer wieder zwischen der hellen und der dunklen Büro-Realität hin und her, um herauszufinden, wo Moses die Kamera versteckt hat und wie wir an sie herankommen. Dazu stellen wir unserem glücklichen Freund etwa Fragen, wo er wichtige Dinge einschließen würde, nur um dann durch die Dimensionen zu reisen und nachzuschauen, ob auch der unglückliche Moses dieses Versteck benutzt hat.
Wir schauen uns Gemälde, Briefe und einen ausgestopften Plüsch-Leguan in einem Terrarium an (für den wir noch einen Namen brauchen, weil sich die Entwickler im Interview nicht mehr daran erinnern konnten, wie er heißt. Also ab mit euren Vorschlägen in die Kommentare).
Wir finden Fotos von Safie und können natürlich auch selbst wieder zur Kamera greifen. Dieses Mal können wir dabei sogar beide Realitäten übereinander legen und ganz besondere Fotos machen. Beide Foto-Optionen sind wie gewohnt nur reine Collectibles. Ihr könnt sie also mitnehmen, müsst es aber nicht.
Neu ist dafür, dass Max die Bilder in den sozialen Medien hochlädt. Grundsätzlich scheinen die nun eine stärkere Rolle als im ersten Teil zu spielen. Im Interview verraten uns die Entwickler etwa auch, dass wir uns für einen Newsletter über Schnabeltierfakten anmelden könnt, der uns das Spiel hinweg mit allem Wissenswerten über diese possierlichen Tierchen versorgt.
Wie gut das Feature funktioniert, können wir aber noch nicht beantworten, da es in unseren Anspielsession keine wirkliche Rolle spielte.
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