Fazit der Redaktion
Steffi Schlottag
@ThePumpkini
»Cringe«? Ja, und das ist gut so! Ich weiß leider jetzt schon, dass gewisse Kreise in sozialen Medien sich lautstark über Lost Records auslassen werden. So viele weibliche und diverse Charaktere, manche offenbar auch noch queer, oh Schreck!
Und dann reden sie auch noch daher, wie es Teenager eben tun: manchmal voller Pathos, manchmal völligen Quatsch, manchmal plappern alle durcheinander. Wer das nervig findet, kann sich das Spiel direkt sparen. Die Entwickler pfeifen darauf, der großen Masse gefallen zu wollen und richten sich stattdessen an die Zielgruppe, die auch Life is Strange schon geliebt hat. Das finde ich großartig, ich wünsche mir viel öfter solche klaren Visionen und mutigen Ideen.
Als Kind der 90er und riesiger Fan von Life is Strange ist Lost Records natürlich ein Spiel wie für mich entwickelt. Es war mein persönliches Highlight der gamescom 2024 und ich kann kaum erwarten, die beiden Kapitel endlich selber zu spielen.
Davon abgesehen sollte Lost Records aber noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten. Macht das Kamera-Gameplay am Ende wirklich Spaß? Stört das Durcheinander-Dialogsystem? Hauen die emotionalen Momente wieder so richtig rein? Ist Swann als Hauptcharakter interessant genug?
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