Ein Early Access ist ein Prozess, das mussten auch Käufer von Manor Lords erfahren. In einigen Monaten jährt sich der Release auf Steam zum zweiten Mal, doch Version 1.0 ist noch weit entfernt. Gerade erst hat Entwickler Slavic Magic mit Update 0.8.050 zahlreiche Kernsysteme angepasst.
Spieler und Erfinder Greg Styczeń sind sich einig: Das mittelalterliche Aufbau-Strategiespiel könnte auf lange Sicht mehr Spieltiefe vertragen. Jetzt hat Publisher Hooded Horse (erneut in Form von Geschäftsführer Tim Bender) einen detaillierten Ausblick auf die nächsten anstehenden Änderungen gegeben.
Im Fokus weiterer Patches stehen dabei nicht nur neue optische Reize, sondern eine grundlegende Überarbeitung des Handels. Das Ziel ist klar: Das Spielen in Manor Lords soll sich weniger wie das Verwalten einer isolierten Siedlung und mehr wie ein Teil einer atmenden Welt anfühlen.
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Manor Lords: Das schicke Aufbauspiel lässt im Trailer sein erstes Jahr Revue passieren
Handel als Bindeglied zur Außenwelt
Bisher wirkte der Fernhandel in Manor Lords oft wie ein anonymer Goldesel. Ihr habt Waren eingestellt und das Geld floss regelmäßig in die Kasse. Das soll sich grundlegend ändern.
Handelsrouten werden künftig an feste Orte auf der Landkarte geknüpft. Als Beispiel dafür nimmt Tim Bender in einem Blog-Beitrag auf Steam die Stadt Passau her. Jede Stadt im Umland fungiert als eigenständiger Wirtschaftsknotenpunkt mit spezifischen Bedürfnissen.
Passau exportiert vielleicht Eisen und Langschilde, benötigt dafür aber dringend Leder oder Gerste. Da sich die Preise und Zölle von Partie zu Partie ändern, müsst ihr eure Strategie jedes Mal neu anpassen. Eine Route kann dadurch extrem wertvoll werden, während andere kaum Profit abwerfen.
Händler werden zur knappen Ressource
Die Logistik hinter dem Handel wird ebenfalls deutlich anspruchsvoller. Pro Route stehen maximal drei Händler zur Verfügung. Diese müsst ihr gegen eine einmalige Gebühr anheuern. Einmal unter Vertrag, besuchen sie euren Handelsposten nur alle drei Monate.
Dabei können sie bis zu 100 Waren bewegen. Das bedeutet für euch, dass ihr nicht mehr unendlich viel Material in kürzester Zeit umschlagen könnt.
Bewohner eures Dorfs kümmern sich künftig nur noch darum, das Lager des Postens zu füllen. Der eigentliche Transport über die Landesgrenzen liegt allein in den Händen der angeheuerten Profis. Geht euch das regionale Vermögen aus und verliert ihr eure Verträge, versiegt der Warenstrom komplett.
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