Fazit: Test: Mario Kart World spaltet die GameStar-Redaktion fast so sehr wie eine Runde im Multiplayer

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Fazit der Redaktion

Sören Yoshinator Diedrich

Mir geht es wie Kollege Vali: Ich habe hunderte Stunden in Mario Kart 8 (Deluxe) verbracht. Umso höher waren meine Erwartungen in puncto Renngeschehen, KI-Verhalten und Spielmodi und diesen drei Aspekten enttäuscht mich Mario Kart World derzeit noch.

Das stark aufgedrehte Rubberbanding der KI raubt mir jede Motivation, möglichst gut zu fahren. Der Grand-Prix-Modus leidet unter der zwanghaften Integration in die Open World. Außerdem verstehe ich nicht, wieso Nintendo auch 2025 in Sachen Online-Gaming meilenweit hinterherhinkt. Alte Peer-to-Peer-Verbindung und umständliches Matchmaking sollten heutzutage Geschichte sein.

Aber ach, mein Herz pocht auch ganz stark für die positiven Seiten von Mario Kart World. Die offene Spielwelt ist ein Spielplatz der guten Laune und die kurzweiligen P-Switch-Missionen sind genau das Richtige, wenn ich nach Feierabend den Kopf ausschalten möchte. Außerdem gibt es jetzt die Knockout-Tour und dieser Modus rockt einfach!

Unterm Strich sehe ich in Mario Kart World weiterhin das Potenzial für den besten Teil der Reihe. Nintendo muss jetzt aber dringend in naher Zukunft nachlegen, um die Spieler jahrelang bei Laune zu halten, wie es schon Teil 8 so brillant gelungen ist.

Fazit der Redaktion

Heiko ToadistheGOAT Klinge
‪@heikoklinge.bsky.social‬

Wie gut euch Mario Kart World gefällt, hängt viel von eurer Erwartungshaltung ab. Wer auf ein rundum verbessertes Mario Kart 8 gehofft hat, dürfte mit ziemlicher Sicherheit enttäuscht werden. Denn Mario Kart World liefert nicht nur weniger Umfang, sondern wirkt auch spielerisch weniger ausgereift. Aber der Vorgänger konnte eben auch über elf Jahre lang verfeinert und ausgebaut werden.

Falls ihr jedoch offen für ein neues Mario-Kart-Spielgefühl seid und euch vor allem im Splitscreen die Schildkrötenpanzer um die Ohren haut, dann macht Mario Kart World verdammt viel richtig. Ich verstehe durchaus die Kritikpunkte von Vali und Sören, sie lösen sich aber spätestens dann in Luft auf, sobald ich das selige Lächeln meiner Frau sehe, wenn sie mir einen Hammer über die Pilzrübe zimmert.

Das breitere Streckendesign und das größere Fahrerfeld wirken ungewohnt, ermöglichen aber einerseits mehr Freiheit bei der Linienwahl und andererseits noch mehr glorreiches Chaos. Und die Open World mag beim Grand Prix noch nicht zu Ende gedacht sein, im Knockout-Modus zündet sie dafür umso mehr. Vor allem sieht es einfach so viel besser und dynamischer aus!

In unserem Wohnzimmer hat Mario Kart World jedenfalls den Vorgänger abgelöst. Und damit mag es vielleicht (noch) nicht alles richtig gemacht haben. Aber doch genug, um zu meiner neuen Gute-Laune-Garantie zu werden.

Fazit der Redaktion

Mary The Mighty Monty Marx
@zaizencosplay

Ich habe richtig großen Spaß mit Mario Kart World, weil viele der Änderungen für mich einfach hervorragend funktionieren. Vor allem die Kombination aus langen Strecken, freischaltbaren Charakter-Skins und die Fülle an Tricks und Abkürzungen, die man entdecken kann, lassen mich aktuell stundenlang vor der Switch 2 versumpfen.

Zusammen mit der Open World, in der es wirklich an jeder Ecke etwas zu entdecken gibt, und dem Knock-Out-Modus, über den ich ja schon vor Release geschwärmt habe, ergibt sich hier ein unglaublich stimmiges Gesamtpaket, das für mich besser funktioniert als seinerzeit Mario Kart 8.

Aber klar: Es ist nicht alles perfekt. Manche Strecken wie die Kronen-Metropole(n) sind abwechslungsreicher als andere (z.B. Peach Beach) und das Freischalten der Kostüme kann nervig werden, wenn einem genau ein Skin noch fehlt, der einfach nicht aus so einem Yoshi-Happy-Meal droppen möchte.

Alles in allem gehen die Experimente, die Mario Kart World wagt, für mich komplett auf und ich hoffe, dass in den kommenden Monaten und Jahren noch weitere Innovationen folgen.

Fazit der Redaktion

Vali Dry Bones Aschenbrenner

Mario Kart World ist für mich die erste große Spiele-Enttäuschung 2025. Und das, obwohl oder gerade weil mich der direkte Vorgänger seit mehr als zehn Jahren begleitet und begeistert. Nach all dem Warten fühlt sich Mario Kart World für mich in vielerlei Hinsicht wie ein Rückschritt an. Und damit will ich gar nicht den Umfang beanstanden, nachdem Mario Kart 8 Deluxe von jahrelangem Support und DLC-Nachschub profitieren durfte.

Eigentlich bietet mir World das bisher komplexeste Gameplay der Reihe und ein paar der coolsten Strecken, über die ich bislang brettern dürfte. Allerdings habe ich von denen wenig, bin ich doch ständig damit beschäftigt, auf langen und langweiligen Geraden erstmal dorthin zu gurken.

Gleichzeitig kann ich genau genommen auf die neuen Mechaniken verzichten, denn aufgrund des aggressiven Rubberbandings klebt mir ständig mindestens ein CPU-Gegner am Hintern - völlig unabhängig davon, wie gut oder schlecht ich fahre. Die Open World lässt mich ebenfalls kalt, denn davon erwarte ich mir mehr als Sammelkram und den zigsten Sticker als Belohnung (Gebt mir meinen Mii zurück!).

Und warum kann ich eigentlich in World so wenig an meinen Spielstil anpassen? Sei es, weil ich gerne etwas von dem grandiosen Soundtrack hören würde, der von den lauten Motoren übertönt wird. Oder, weil ich in Versus-Matches mit meinen Freunden auf witzlose Alibi-Items (damit bist du gemeint, Münze) lieber verzichte.

Das Fundament von Mario Kart World stimmt, doch aktuell fühlt sich das Spiel unausgereift und teilweise sogar unfertig an - vor allem im Vergleich zu Teil 8 Deluxe. Als Fan der Reihe hoffe ich nun, dass das Switch-2-Flaggschiff in den kommenden Monaten und Jahren genauso viel Liebe und Aufmerksamkeit von Nintendo erfahren wird.

Fazit der Redaktion

Dimi HoneyBee Halley

Wenn hier in der Redaktion die Debatte über das kultigste Mario Kart losgeht, merke ich mein Alter. Da gehörst du schon zu den Oldschoolern, wenn du Mario Kart 64 gespielt hast. Für viele lag der Einstieg bei Wii oder Double Dash, doch ich … ich habe Mario Kart wie ein echter Millenial-Hipster schon auf dem Super Nintendo gefeiert, bevor alle anderen es cool fanden. Tjaja! Mario Kart begleitet mich mein ganzes Leben; vielleicht bin ich deshalb nie die kindliche Linse losgeworden, durch die ich Marios Pistenjagd filtere.

Und selten habe ich diese kindliche Linse so gebraucht wie bei Mario Kart World. Denn auf dem Papier kann ich dem Spiel so viel ankreiden: Die Gummiband-KI nervt, die Open World fühlt sich im Vergleich zu Genre-Konkurrenten ungenutzt an, die »A nach B«-Fahrten zwischen zwei Grand-Prix-Strecken sollten unbedingt optional sein, damit ich alternativ die eigentlichen Strecken besser genießen kann.

Gemeinsam mit Sören als Online-Duo Matches zu suchen, ist außerdem nervig fummelig. Und dann schwebt über allem ja noch das gigantische Mario Kart 8, das nach jahrelangen Updates kaum vernünftig beerbt werden kann, ohne dass sich die Fortsetzung erstmal vergleichsweise fettarm anfühlt.

Aber: die kindliche Linse. Ich hocke hier, tippe diese Zeilen, lunze auf die Uhr, damit der Tag endlich rumgeht und ich wieder reinspringen kann in diesen Mario-Themenpark, denn Mario Kart World hat trotz aller Fehler mein Herz erobert. Ich liebe die üppige Charakterauswahl, ich liebe die eigentlichen Strecken, das Fahrgefühl und all die kleinen Details und Easter Eggs, die in der Open World versteckt sind.

Ich kann all die Skeptiker verstehen, die zum Launch keine 80 Euro auf den Tisch blättern wollen, aber als Grundlage für das Mario Kart der Zukunft ist World trotzdem ein tolles Spiel geworden, dem ihr momentan allerdings einiges verzeihen müst nachlegen, um die Spieler jahrelang bei Laune zu halten, wie es schon Teil 8 so brillant gelungen ist.

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Kommentare(30)
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