50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Bei Thors Bärtchen, Marvel Cosmic Invasion ist ein fantastisches Spiel!

Kaum einem Spiel fiebert GameStar-Redaktionsleiter Dimi in den letzten Monaten so sehr entgegen wie Marvel Cosmic Invasion. Und das Warten hat sich definitiv gelohnt!

Die Vorlagen von Marvel Cosmic Invasion stammen allesamt aus den 90ern. Dimi auch. Die Vorlagen von Marvel Cosmic Invasion stammen allesamt aus den 90ern. Dimi auch.

In der 686. Ausgabe von Amazing Spider-Man zerstört Doctor Octopus mit einer gigantischen Brennlinse (vermeintlich) große Teile der Welt und vielleicht habe ich unverhältnismäßig lange nach dieser Analogie gegoogelt, denn eigentlich will ich nur sagen: Marvel Cosmic Invasion ist wie ein Laser! Das Action-Spiel frisst nicht mal ein Gigabyte Speicherplatz, kostet auf Steam knapp unter 30 Euro, weil es genau weiß, was es sein will: ein unglaublich kurzweiliger Klopper mit Marvel-Superhelden.

Ich habe mir gestern den ganzen Abend mit Cosmic Invasion um die Ohren geprügelt und verrate im Gameplay-Fazit, warum das Beat 'em up bei mir sämtliche Knöpfchen drückt und für wen es sich eignet.

Dimitry Halley
Dimitry Halley

GameStar-Redaktionsleiter Dimi war eigentlich jahrelang DC-Fanboy, stürzt sich seit dem Release von Marvel Rivals in so ziemlich jeden Comic, den er in die Finger kriegen kann. Gerade zum Beispiel ackert er sich durch die allerersten X-Men-Comics aus den 1960ern und stellt fest: Nicht alles altert gut. Die Gameplay-Tugenden der 90er-Beat-'em-ups aber schon; Cosmic Invasion ist das beste Beispiel dafür.

Was ist Marvel Cosmic Invasion?

Der Titel Cosmic Invasion klingt leider ein bisschen nach Free2Play-Gacha-Game, aber umgekehrt wäre Marvel: Voll aufs Maul als Spielename wohl ein bisschen derb, obwohl genau das den Kern des Spiels beschreibt: Wie in den guten alten Sidescrolling-Kloppern der 90er wählt ihr aus einem Pool an Spielfiguren und verprügelt danach Hunderte von bösen Marvelschergen vor bunten Kulissen. Hier ein paar Fakten im Schnelldurchlauf:

  • Cosmic Invasion bietet satte 15 spielbare Heldinnen und Helden in einem ziemlich vielfältigen Ensemble: Ihr habt No-Brainer wie Spidey, Wolverine, Iron Man und Cap, ein paar Zweitligisten wie Venom, Rocket Raccoon und She-Hulk, aber auch richtig obskure Exoten wie den Cosmic Ghost Rider, Phyla-Vell und Beta Ray Bill. Genau so einen Mix wünsche ich mir als Comic-Fan.
  • Anders als in den meisten Kloppern wählt ihr immer ein Duo aus zwei Charakteren gleichzeitig und schaltet im Match dynamisch zwischen beiden hin und her.
  • Natürlich gibt's auch Koop für bis zu vier Leute. Online und Lokal.

Video starten 6:35 Marvel Cosmic Invasion ist ein großartiges Action-Spiel: Wir kloppen uns für euch durch ein ganzes Level

  • Ihr wählt zwischen Kampagne und Arcade-Modus. Beide Modi bieten identische Stages, aber die Arcade-Variante verzichtet auf Rollenspiel-Elemente, lässt euch dafür aber den Schwierigkeitsgrad und diverse andere Einstellungen modifizieren.
  • Stichwort Rollenspiel-Elemente: Im Kampagnen-Modus sammelt ihr Erfahrungspunkte, levelt euren Charakter und schaltet dadurch im Wesentlichen Buffs für alle Werte frei.
  • Spielzeit: Wer's drauf anlegt, kann Cosmic Invasion locker an zwei Abenden durchspielen. Optionale Challenges und unterschiedliche Helden-Kombis motivieren natürlich für mehrere Durchläufe, aber insgesamt erwartet euch hier genre-typisch eine kurze Erfahrung.

Klingt erstmal nicht originell – ist es auch streng genommen nicht –, aber das Wie zählt hier deutlich mehr als das Was. Denn hinter Cosmic Invasion stecken die Macherinnen und Macher von Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder's Revenge, dem wahrscheinlich besten Beat 'em Up der letzten zehn Jahre.

Wieso macht Cosmic Invasion so viel Spaß?

Cosmic Invasion folgt zwar sehr klassisch den Regeln des Beat-'em-up-Genres, bürstet aber jede einzelne Gameplay-Facette in die gleiche Richtung: dass sie so viel Spaß machen soll wie nur irgendwie möglich. Wenn ich als Captain America ein paar Schergen verprügle, dann kann ich sie mühelos 30 Minuten in der Luft juggeln. Wenn She-Hulk einen Gegner wirft, dann ist das kein simpler Wurf, sondern sie schleudert den Kollegen wie beim Tennisaufschlag kurz in die Luft und bodyslamt ihn dann mit so viel Wucht durch die Landschaft, dass er wie eine Bowling-Kugel das gesamte Feld abräumt.

Jede Figur hat ein komplett eigenes Set an Fertigkeiten. Iron Man und Storm fliegen durch die Luft, Spidey schwingt sich per Netz in Gegnerhorden, Caps Schild reflektiert feindliche Projektile, Jean Grey lässt per Phoenix-Energie den gesamten Bildschirm brennen, She-Hulk klatscht einfach ein Erdbeben los, Wolverine springt Feinden auf die Brust und schlitzt sie mit seinen Krallen auseinander.

Es macht unheimlich viel Spaß, jeden einzelnen Charakter auszuprobieren und ordentlich Holz zu hacken. Wie in Shredder's Revenge strotzt jede Stage nur so voller Details und Anspielungen, beispielsweise versteckt sich im Hintergrund eines Sci-Fi-Labors Jeff aus Marvel Rivals im gigantischen Reagenzglas.

Marvel Cosmic Invasion verkauft eine simple Fantasie: Ihr schnappt euch euren liebsten Marvel-Helden, schaltet den Kopf aus und prügelt euch durch alle möglichen Comic-Schauplätze. Wer mehr als das erwartet – eine gute Geschichte, tiefes Gameplay, lange Spielzeit, interessante Entscheidungen – sollte sich den Kauf gut überlegen. Aber falls ihr wie ich einfach mal wieder wie in den 90ern als Wolverine durch wunderschöne 2D-Stages holzen wollt, dann bekommt ihr hier den besten Kick seit vielen, vielen Jahren.

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