Mass Effect: Das Remaster förderte über 20.000 Bugs zutage

Über zehn Jahre später fand BioWare noch mehr als 20.000 Bugs in den Mass-Effect-Spielen. 18.000 ließen sich für die Legendary Edition beheben.

von Elena Schulz,
20.05.2021 12:03 Uhr

Zum Release steckte offenbar noch eine große Anzahl an Bugs in der Mass Effect Legendary Edition. Zum Release steckte offenbar noch eine große Anzahl an Bugs in der Mass Effect Legendary Edition.

Über 20.000 Bugs klingen nach einer unspielbaren Katastrophe. Der Schein trügt aber: Diese Menge an Fehlern haben die Entwickler von Bioware nämlich laut Project Director Mac Walters bei der Entwicklung der Mass Effect Legendary Edition entdeckt - in über zehn Jahre alten Spielen, die schon lange auf dem Markt sind.

Da die meisten Mass Effect nicht schon damals wütend aus dem Fenster gepfeffert haben, dürfte es sich dabei aber nur um kleinere Bugs und Glitches handeln oder generell sehr selten auftretende Probleme. Das Remaster hat man außerdem nicht nur dafür genutzt, die Spiele grafisch und spielerisch aufzupolieren. Walters zufolge wurden ganze 18.000 der bestehenden Bugs und Fehler behoben:

"Ich glaube, letztendlich haben wir über 20.000 Bugs über die drei Spiele hinweg ausgegraben und natürlich auch selbst welche erzeugt, als wir am Remaster arbeiteten. Aber viele davon waren tatsächlich, was wir Legacy Bugs nennen. Wir gingen sie durch und ein paar konnten wir aus irgendwelchen Gründen nicht beheben, aber mit 18.000 Bugs beseitigten wir einen Großteil davon und ja, überwältigend ist ein gutes Wort dafür."

Tausende bekannte Bugs und trotzdem läuft die Legendary Edition rund

Umgekehrt bedeutet das, dass zum Release ungefähr 2.000 bekannte Bugs in der Remaster-Trilogie verblieben. Unsern Eindruck trübte das nicht - im Technik-Check liefen die Spiele sogar auf alter Hardware rund:

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Trotzdem ist schon der erste Patch erschienen, der vor allem fehlerhafte Texturen und Zwischensequenzen überarbeitet. Insgesamt bleiben die Änderungen aber überschaubar. Die meisten Spieler stören sich aktuell eher an technischen Mängeln wie fehlenden Einstellungsmöglichkeiten bei Untertitelsprache und FOV, bei denen erste Workarounds Abhilfe schaffen.

Letztlich kommt es also nicht auf die Anzahl der Fehler an, sondern darauf, wie schwerwiegend sie sich auf das Spielerlebenis auswirken. Selbst einzelne kaputte Quests dürften für deutlich mehr Frust bei vielen Spielern sorgen als ein paar lästige Grafik-Glitches.

Die Bug-Hydra: Ist ein Fehler beseitigt, kommen manchmal zwei neue nach

Wie Walters im Livestream weiter anschaulich ausführt, ist Bug-Fixing eine heikle Angelegenheit: Niemand garantiert, dass für einen behobenen Fehler nicht irgendwo anders ein neuer auftaucht und man sich so sozusagen im Kreis dreht.

Gerade ältere Spiele wie das inzwischen 14 Jahre alte Mass Effect seien besonders »zerbrechlich« und anfällig für solche Fehler-Kettenreaktionen. Umso größer sei sein Respekt vor dem hauseigenen QA-Team, das drei Spiele samt DLCs mit über 100 Stunden an Spielzeit ausgiebig getestet habe.

Sie mussten nicht nur sämtliche Entscheidungen ausprobieren, sondern auch auf allen Plattformen spielen - jeweils im Framerate- und Qualitäts-Modus, die das Remaster anbietet. Interessiert ihr euch abseits der Technik für unseren spielerischen Eindruck zur Legendary Edition, lest ihr den ausführlich im umfangreichen Test bei GameStar Plus.

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