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Matt Damon bestätigt: Netflix macht Filme für Leute, die nicht mal hinschauen

Matt Damon und Ben Affleck sind derzeit im neuen Action-Thriller The Rip auf Netflix zu sehen. Jetzt sprechen die beiden über die Zusammenarbeit mit dem Streaming-Dienst.

Second Screening ist laut Matt Damon ein großes Thema bei Netflix. Bildquelle: Netflix Second Screening ist laut Matt Damon ein großes Thema bei Netflix. Bildquelle: Netflix

Die kollektive Aufmerksamkeitsspanne sinkt immer weiter, und Handys bieten die ideale Ablenkung. Ein Griff zum Smartphone ist schneller getan, als wir das Wort »Film« überhaupt aussprechen können.

Wenn wir dann aber doch einmal konzentriert zuschauen, werden einige schnell feststellen: Warum erklären mir die Figuren zum 320. Mal, was eigentlich die Handlung ist? Nun ja, das könnte daran liegen, dass Netflix seine Filme bewusst so konzipiert.

Der Fokus auf Second Screening

Aktuell sitzen Matt Damon (Der Marsianer, Jason Bourne) und Ben Affleck (Gone Girl, Justice League) auf Netflix in einem Gebäude fest und zählen einen Batzen Geld, der aus illegalen Geschäften stammt. Also nicht wirklich, das ist natürlich nur die grobe Prämisse ihres neuen Thrillers The Rip.

In der Podcast-Ausgabe #2440 von Joe Rogan (via Variety) sind die beiden Netflix für diese Chance zwar dankbar, aber Damon enthüllt auch, wie der Streaming-Anbieter die Filmwelt verändert. Demnach werden Filme vor allem für das sogenannte Second Screening produziert, was die Nutzung eines Hauptbildschirms in Kombination mit einem weiteren mobilen Gerät bezeichnet. 

Wie genau eine solche Fokussierung auf Second Screening aussieht? Die Exposition wird während des Films mehrmals wiederholt. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Zuschauer selbst am Handy mitbekommen, was eigentlich auf dem TV-Bildschirm passiert. 

Außerdem wird der normale Ablauf von Actionfilmen stark verändert. Explosionen und starke Elemente, die eigentlich im Finale anstehen, werden vorgezogen. Damit die Zuschauer dranbleiben - ein bisschen ironisch ist das schon. Damon sagt dazu genau:

Nehmen wir zum Beispiel Netflix – wir haben gelernt, dass Actionfilme in der Regel aus drei festen Elementen bestehen. Eines im ersten Akt, eines im zweiten und eines im dritten, die sich immer weiter steigern, bis es im dritten Akt zu einer großen Explosion kommt, für die man den größten Teil des Budgets ausgibt. Das ist sozusagen das Finale. 

Jetzt sagt Netflix: »Können wir eine große Szene in den ersten fünf Minuten einbauen?« Wir wollen, dass die Leute dranbleiben. Und es wäre nicht schlimm, wenn man die Handlung drei- oder viermal im Dialog wiederholen würde, denn die Leute sind während des Zuschauens mit ihren Handys beschäftigt.

Video starten 2:27 The Rip: Im neuen Crime-Thriller stellt ein Haufen Geld die Loyalität von Ben Affleck und Matt Damon auf die Probe

Es ist nicht die Regel

Ben Affleck stellt jedoch heraus, dass das nicht Netflix' feste Vorangehensweise für Serien und Filme ist. Als Beispiel hierfür fungiert das vierteilige Krimi-Drama Adolescence, das von Kritikern gefeiert wird und dem jungen Hauptdarsteller Owen Cooper sogleich einen Emmy und einen Golden Globe als Bester Nebendarsteller einheimste. Damon gibt preis:

Aber dann schaut man sich Adolescence an, und da gibt es nichts von all dem. Und es ist verdammt großartig. Und es ist auch düster. Es ist tragisch und intensiv. [Es geht um] diesen Mann, der herausfindet, dass sein Kind des Mordes beschuldigt wird. Es gibt lange Einstellungen von ihren Hinterköpfen. Sie steigen ins Auto, niemand sagt etwas.

Nichtsdestotrotz wird Netflix’ Präsenz in der Filmbranche immer größer und mit dem Warner Bros. Deal ändert sich auch der Einfluss des Streaming-Dienstes. Große Franchises wie DC oder Harry Potter gehören zukünftig Netflix und es stehen größere Kinostarts an. 

Laut Damon wird sich die wachsende Macht von Streaming-Anbietern daher darauf auswirken, »wie wir Geschichten erzählen.«

Den neuen Action-Thriller The Rip von Matt Damon und Ben Affleck findet ihr seit dem 16. Januar 2026 auf Netflix. 

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