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Seite 2: Mega Man 11 im Test - Weniger ist mega

Auch die Möglichkeit, Waffen für eine kurze Zeit stärker zu machen, kommt Neulingen entgegen. Außerdem gibt es außerhalb der Level einen Shop für Hilfsmodule, die Mega Man noch eine Spur schießwütiger, schneller, robuster, einfach mehr mega machen. Die Währung für den Kram sammelt man während der Level ein.

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Erst denken, dann schießen.

Alles zu leicht? Die Module lassen sich nach dem Kauf wieder ausschalten, und die zusätzlichen Herausforderungen bringen Retro-Enthusiasten den Kick. Diese Challenges machen das ohnehin schon kniffelige Spiel noch kniffeliger, denn bereits auf der mittleren Schwierigkeit ist durchdachtes Vorgehen extrem wichtig.

Die Level sind in einzelne, teilweise über mehrere Bildschirmlängen scrollende Räume unterteilt, von denen jeder eine spezifische Herausforderung bereithält. Plattformen, Gegner, Geschosse, Trampoline, Fahrstühle oder Fallen - alles ist so angeordnet, dass gutes Timing und geplantes Vorgehen nötig ist. Wer einfach drauflos sprintet, wird mit Sicherheit mitten im Sprung erwischt und landet im Graben. Unfair ist das Spiel dabei nie; es verlangt jedoch sehr viel Aufmerksamkeit.

Kollisionsverhalten, Physik und Steuerung arbeiten zuverlässig miteinander. Sprungpassagen sind zwar schwer, aber nachvollziehbar. Kollisionsverhalten, Physik und Steuerung arbeiten zuverlässig miteinander. Sprungpassagen sind zwar schwer, aber nachvollziehbar.

Mega Man kann eigentlich nicht mehr als laufen, springen, auf dem Boden entlang schlittern und ballern. Wobei die Ballerei abwechslungsreicher ist, als sie klingt, denn mit jedem erlegten Endgegner erwirbt der blaue Roboterjunge dessen Fähigkeiten.

Damit Feuerkanone, Elektroschock, Schlagbohrer oder anderer Schabernack nicht zu übermächtig werden, schränkt eine eigene Energieleiste ihren Einsatz ein. In seiner normalen Form kann Mega Man außerdem noch seinen Robo-Hund herbeirufen. Den nutzt er dann als Trampolin oder surft auf seinem Rücken durch den Level. Sieht bescheuert aus, ist aber praktisch.

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Speedrunner werden sich freuen

Klingt gut? Ist es auch. Mega Man 11 macht richtig Spaß und ist eine Rückbesinnung auf seine Stärken - einsteigerfreundliche Zeitlupenfunktion hin oder her. Die Steuerung, Physik und Kollisionsabfrage sind so gut aufeinander abgestimmt, so dass mit ein wenig Übung präzise Manöver möglich sind. Das macht das Spiel ideal für Speedruns, deren Zeiten in einer Online-Rangliste Platz finden. Beim Trainieren mit immer neuen Durchgängen hilft die Optik des Spiels.

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Die Hintergründe wirken zwar manchmal etwas trist, aber die Kreaturen und ihre Animationen sind unheimlich putzig. Dabei läuft Mega Man 11 superflüssig über den Schirm, während bassige Neuauflagen des klassischen Retro-Soundtracks die Zehen zum Wippen bringt. Kurzum: Es ist technisch sauber und spielt sich erstklassig. Da bleibt dem Nachahmer Mighty No. 9 nichts weiter übrig, als sich noch tiefer in das Erdloch zu verkriechen, in den Mega Man-Fans es zu Recht verbannt haben.

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