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85 Jahre alte Film-Legende wird für Sci-Fi-Flop als »schlechtester Regisseur« abgestraft - und freut sich darüber

Francis Ford Coppola hat für sein Sci-Fi-Werk Megalopolis eine Goldene Himbeere verpasst bekommen. Darauf reagiert der Regisseur mit klaren Worten.

Habt ihr Megalopolis bereits gesehen? Teilt uns eure Meinung zum Film in den Kommentaren mit! Bildquelle: American ZoetropeLionsgate Habt ihr Megalopolis bereits gesehen? Teilt uns eure Meinung zum Film in den Kommentaren mit! Bildquelle: American Zoetrope/Lionsgate

Mit Megalopolis hat Francis Ford Coppola 2024 für Aufsehen gesorgt. Nach fast 40 Jahren und mit 120 Millionen US-Dollar aus der eigenen Tasche hat der Regisseur von Filmen wie Der Pate oder Apocalypse Now tatsächlich vervollständigen können.

Doch Megalopolis wurde von Kritikern in der Luft zerrissen und ging auch an den Kinokassen gnadenlos unter: Weltweit konnte das Sci-Fi-Epos gerade einmal knapp 14 Millionen US-Dollar einspielen (via Box Office Mojo).

Von den wenigen Zuschauern, die der Film letztendlich ins Kino ziehen konnte, gab es ebenfalls nicht viel Liebe - ganz im Gegenteil.

Video starten 2:14 Megalopolis: Im finalen Trailer von Francis Ford Coppolas Sci-Fi-Drama wird es bildgewaltig

Francis Ford Coppola als schlechtester Regisseur 2024

Am vergangenen Wochenende hat nun nicht nur die diesjährige Oscar-Verleihung stattgefunden, die Goldene Himbeere wurde ebenfalls verteilt. Dabei handelt es sich natürlich um den berüchtigten Negativ-Preis in Hollywood, der gerne auch als Anti-Oscar bezeichnet wird. So wurde zum Beispiel Sonys Marvel-Desaster Madame Web als schlechtester Film 2024 abgestraft.

Coppola hat man wiederum zum schlechtesten Regisseur gekrönt, worauf der 85 Jahre alte Filmemacher sogar öffentlich reagierte. Auf Instagram meldete sich der Regisseur bereits am 28. Februar zu Wort: Einerseits, um sein Passionsprojekt in Perspektive zu rücken und andererseits, um Kritik an Hollywood allgemein zu üben.

Ich bin begeistert, den Razzie-Award in so vielen wichtigen Kategorien für Megalopolis anzunehmen und für die besondere Ehre, als Schlechtester Regisseur, für Schlechtestes Drehbuch und den Schlechtesten Film nominiert zu sein - in einer Zeit, in der nur wenige den Mut haben, sich gegen die vorherrschenden Trends des zeitgenössischen Filmemachens zu stellen.

In diesem Wrack einer Welt, in der Kunst mit Punkten bewertet wird, als wäre sie professionelles Wrestling, habe ich mich dazu entschieden, NICHT den feigen Regeln einer Industrie zu folgen, die so große Angst vor Risiken hat, dass sie - trotz der enormen Anzahl an jungen Talenten - möglicherweise keine Filme macht, die in 50 Jahren noch relevant und lebendig sein werden.

Was für eine Ehre, an der Seite eines großartigen und mutigen Filmemachers wie Jacques Tati zu stehen, der sich in den Ruin trieb, um einen meiner liebsten Misserfolge des Kinos, Playtime, zu drehen. Mein aufrichtiger Dank gilt all meinen brillanten Kollegen, die sich mir angeschlossen haben, um unser Kunstwerk Megalopolis zu schaffen.

Und lasst uns dabei nicht vergessen: An den Kinokassen geht es nur ums Geld - und genau wie Krieg, Dummheit und Politik hat das in unserer Zukunft keinen Platz.

Megalopolis steht bei Rotten Tomatoes aktuell mit einem mageren Kritiker-Durchschnitt von 45 Punkten da - von Zuschauern gibt es sogar nur 35 Prozent. Der Film startete am 27. September 2024 in deutschen Kinos und kommt mit einem regelrechten Star-Aufgebot daher.

Unter anderem standen für Coppola Darsteller wie Adam Driver, Nathalie Emmanuel, Giancarlo Esposito, Aubrey Plaza, Laurence Fishburne, Jason Schwartzman und Jon Voight vor der Kamera. Letzterer wurde übrigens bei den Goldenen Himbeeren zum Schlechtesten Nebendarsteller gekrönt - unter anderem für seinen Auftritt in Megalopolis.

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