Metro 2033 - Spiele-Verfilmung liegt auf Eis, Buchautor äußert sich zu den Gründen

Die Vorlage der Spielereihe sollte verfilmt werden. Nun liegt die Kinoproduktion auf Eis und Buchautor Dmitri Gluchowski kennt die Gründe: "Amerikanisierung der Story konnte nicht funktionieren."

von Vera Tidona,
11.12.2018 18:10 Uhr

Metro 2033 - Test-Video zum Grusel-Shooter 4:51 Metro 2033 - Test-Video zum Grusel-Shooter

Mit seinem dystopischen Roman Metro 2033 aus dem Jahr 2007 lieferte der russische Autor Dmitri Gluchowski nicht nur den Auftakt einer dreiteiligen Buchreihe, sondern auch die Vorlage für eine erfolgreiche Spielereihe, die mit Metro: Last Light fortgesetzt wurde.

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Die Vorlage spielt in Moskau im Jahr 2033. Nach einem atomaren Großkonflikt sind weite Teile der Erde verwüstet und auf unbestimmte Zeit unbewohnbar gemacht hat. Die Handlung spielt in Moskau, in der die wenigen Überlebenden gezwungen sind, in der teilweise zerstörten Metro zu leben.

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Dmitri Gluchowski kennt die Gründe, warum es nicht klappen konnte

Im Jahr 2012 sicherte sich das Hollywood-Studio MGM die Filmrechte an der Reihe, mit dem Plan, den ersten Roman und das Spiel Metro 2033 fürs Kino zu verfilmen. Doch daraus wurde nichts. Inzwischen liegt die Produktion auf Eis und die Rechte fallen zurück an den Autor.

In einem Interview mit dem US-Magazin VG24/7 liefert nun der Autor Dmitri Gluchowski die Gründe an, warum die Spiele-Verfilmung seiner Meinung nach so auch nicht funktionieren konnte. So wollte das Filmstudio mit Drehbuchautor F. Scott Frazier die Handlung nach Washington DC versetzen.

Doch gerade die Amerikanisierung der Story ist der Grund, warum es nicht funktionierte, meint Gluchowski:

"Einige Dinge funktionieren nicht in Washington DC. Nazis funktionieren nicht, Kommunisten erst recht nicht, und auch die 'Dark Ones' funktionieren nicht. Washington ist praktisch eine dunkelhäutige Stadt. Das ist nicht die Andeutung, die ich wollte. Es ist eine Metapher für allgemeine Xenophobie, aber ist es kein Kommentar für Afroamerikaner. Also hat es nicht geklappt."

Vor allem die Darstellung der auch aus den Spielen bekannten Dark Ones warf einige Schwierigkeiten auf. So wollte die Macher sie mit irgendwelchen Monstern ersetzen. Doch wenn sie nicht menschlich aussehen, funktioniert laut Gluchowski die ganze Geschichte rund um Xenophobie nicht.

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Metro 2033: Autor glaubt weiter an einer Verfilmung

Dennoch sieht Gluchowski durchaus eine Chance für eine künftige Verfilmung seiner Idee. So befindet er sich bereits im Gespräch mit einigen Produzenten für eine mögliche Umsetzung, bestätigt der Buchautor gegenüber dem Magazin:

"Doch das ist ein sehr langer und schwieriger Prozess. Ich bin weiterhin optimistisch. Wir werden sehen, ob der Release von Metro Exodus die Marke über die Ozeane hinaus etwas voranbringen kann und wie es funktioniert."

Dabei bezieht sich der Buchautor Dmitri Gluchowski auf die Ankündigung des neuen Ego-Shooters Metro Exodus, für einen geplanten Release-Termin am 22. Februar 2019.

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