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Seite 2: Minecraft: Story Mode im Test - Kindgerechte Blöcke

Ene, mene, miste

Treffen wir eine Entscheidung, die bei NPCs Eindruck hinterlässt, wird das in einer kleinen Einblendung angezeigt. Welche Konsequenzen unser Handeln genau hat, erfahren wir nicht. Unschön ist dabei, dass einige unserer Entscheidungen erst mal nur optische Auswirkungen haben. Beispielsweise ist es egal, ob wir beim Wettkampf einen Creeper oder einen Enderman bauen, es ist immer »cool«. Unsere Freunde Axel und Olivia sind hier nicht nachtragend. Auch ob wir gewinnen oder nicht, scheint auch hier keine direkten Vorteile oder Nachteile mit sich zu bringen.

Die Einblendung oben links verrät uns, wann eine unserer Aussagen Auswirkungen auf einen Charakter oder die Handlung hat. Die Einblendung oben links verrät uns, wann eine unserer Aussagen Auswirkungen auf einen Charakter oder die Handlung hat.

Generell beschäftigt sich die erste Episode fast ausschließlich mit der Darstellung der Beziehungen und dem Anlernen der einzelnen Mechaniken. Und gerade als es interessant wird, läuft der Abspann über den Bildschirm – schade! Die Entwickler hätten uns ruhig gleich im Debüt-Teil mit den ersten Konsequenzen unserer Entscheidungen konfrontieren können.

Kinderkram

Telltale vereint in ihrem Adventure alles, was Minecraft ausmacht: Wir craften auf Werkbänken, wir kämpfen gegen Zombies, Creeper und Co., und die Spielwelt sieht aus, wie sie auszusehen hat: pixelige Texturen auf Blöcken. Lediglich die Spielfiguren hat Telltale angepasst, damit wir deren Emotionen besser erkennen können und die Animationen feiner aussehen. Das klappt wunderbar und wirkt weder aufgesetzt noch fehl am Platze.

Die Spielfiguren sehen zwar immer noch sehr blockig aus, besitzen aber elastischere Körper und bessere Gesichtsanimationen. Die Spielfiguren sehen zwar immer noch sehr blockig aus, besitzen aber elastischere Körper und bessere Gesichtsanimationen.

Allerdings existiert alles nur in einer abgespeckten Variante. Das Inventar ist klein, wir haben deshalb nur Ressourcen für ein spezielles Rezept. Die starren Kämpfe spielen sich hakelig, und das Bauen verkommt zu einem wilden Quick-Time-Knopfgedrücke. Spielerisch bleibt alles simpel und anspruchslos. Das Erzählerische passt sich dieser Einfachheit in Minecraft: Story Mode an. Nichts überrascht , es gibt keine Wendungen, jeder Schritt der Charaktere ist vorhersehbar. Dem Spiel daraus einen Strick zu drehen, wäre jedoch ungerecht.

Denn anders als bei Game of Thrones oder The Walking Dead konnte sich Telltale bei Minecraft nicht auf eine fein ausgearbeitete Welt und Charaktere stützen. Zudem ist das Spiel für eine Zielgruppe gemacht, die nicht auf einen jahrzehntelangen Medienkonsum zurückgreifen kann und viele erzählerische Muster noch nicht kennt. Minecraft: Story Mode ist ein Telltale-Adventure für heranwachsende Zocker und eher weniger für Fans der anderen Episoden-Reihen von Telltale.

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