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Seite 2: Minit im Test - Und täglich grüßt das Vogeltier

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Auf diese Weise hangelt ihr euch von Gegenstand zu Gegenstand und erschließt euch die Spielwelt Stück für Stück. Dieses stückweise Freilegen der Weltkarte motiviert gerade deshalb enorm, weil alle Gegenstände durch logische Rätsel und einfache Kombinationsaufgaben errungen werden können - ein Muss bei einem Spiel, das aufgrund seiner Prämisse dazu verleitet, schnell in Hektik auszubrechen.

Zudem haben alle Items einen bestimmten Nutzen, der sich direkt erschließt. So benötigt ihr beispielsweise einen Gartenhandschuh, um mit eurem Schwert auch Bäume fällen zu können. Klar, denn wer will beim Holzfäller spielen schon mit Splitter in den Händen in der Notaufnahme landen?

Minit - Screenshots ansehen

Blöd: Trotz des nachvollziehbaren Aufbaus wird erst relativ spät klar, auf was genau ihr in Minit überhaupt hinarbeitet. Schließlich weist nichts darauf hin, wie ihr den Fluch brechen könnt. Erst, als euch ein hilfreicher Mützenträger darauf hinweist, der Schwertfabrik im Norden der Spielwelt einen Besuch abzustatten, zeichnet sich ein deutliches Ziel ab. Was es mit einem verfluchten Schwert auf sich hat, findet man schließlich am ehesten in der zugehörigen Fabrik heraus.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Der Weg dahin ist gepflastert mit den schon genannten kurzweiligen Aktivitäten, aber auch mit schrägen Charakteren und jeder Menge humoristischen Einlagen. So findet ihr beispielsweise mitten in der Wüste einen Sneaker-Laden, in dem ihr für schmales Geld Turnschuhe erwerben könnt, die eure Spielfigur schneller laufen lassen.

Zwischen all dem Hin- und Hergesause fehlt manchmal die Zeit, sich auf den feinen Humor zu konzentrieren, der sich zwischen den Zeilen versteckt. Lohnenswert ist ab und an kurzes Innehalten aber auf jeden Fall.Zwischen all dem Hin- und Hergesause fehlt manchmal die Zeit, sich auf den feinen Humor zu konzentrieren, der sich zwischen den Zeilen versteckt. Lohnenswert ist ab und an kurzes Innehalten aber auf jeden Fall.

Im selben Bereich trefft ihr auf einen Schildermacher, der die Wegweiser zu seiner Schilderschmiede am liebsten mit Prädikaten wie »preisgekrönt« bepinselt. Und dann ist da noch der alte, bucklige Mann am Leuchtturm, dessen quälend langsam dahinplätschernder Monolog euch zwar fast eine gesamte 60-Sekunden-Runde kostet, aber dafür auch einen Hinweis auf einen versteckten Schatz liefert - zuzuhören kann sich eben manchmal doch lohnen.

Auf klassischen Spuren

Diese Erkenntnis trifft auch auf das großartige Sounddesign zu, mit dem Komponist Jukio Kallio jedem der drei Spielbereiche ein ganz bestimmtes Flair verleiht. Wie auch die eigenwillige Schwarz-Weiß-Optik des Spiels, die auf dem Pixel-Design von Dominik Johann basiert, sind Musik und Soundeffekte natürlich offensichtlich auf retro getrimmt.

Anders als die grafische Komponente ist der Sound aber deutlicher an klassische 16-Bit-Titel angelehnt, satte akustische Feedbacks für jeden Schwertschwung und jeden benutzten Gegenstand inklusive.

Während eurer Reise könnt ihr verschiedene Unterkünfte als neuen Startpunkt auswählen. Zum Beispiel dieses Hotel, in dem anscheinend ein Journalist in der Küche jobbt.Während eurer Reise könnt ihr verschiedene Unterkünfte als neuen Startpunkt auswählen. Zum Beispiel dieses Hotel, in dem anscheinend ein Journalist in der Küche jobbt.

Die Moral von der Geschicht'

Dieses Gesamtpaket aus sowohl minimalistischer als auch detailreicher Optik, herausragender Akustik und klugem Gameplay allein würde Minit schon zu einem der wichtigsten Indietitel des Jahres machen. Was es absolut herausragend werden lässt, ist die antimilitaristische Idee dahinter, die erst beim zweiten Hinsehen auffällt.

Denn ohne zu viel verraten zu wollen: Der Gegenstand, der sich auf den ersten Blick als die Lösung zu entpuppen scheint, ist eigentlich das grundlegende Problem. Das pixelige Vogelvieh geht nämlich tatsächlich nur widerwillig auf große Abenteuerfahrt, obwohl es ihm eigentlich nur darum geht, mit seinem Hund zu spielen und unbekümmert in den Tag hinein zu schlafen.

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