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Mount & Blade mit Samurai: Neue Strategie-Sandbox auf Steam lässt euch Dörfer, Schreine und schließlich eine ganze Insel erobern

Am 09. September startet Warlord: Awaji auf Steam. Die First-Person Strategie-Sandbox wählt dasselbe Setting wie der letzte DLC für Assassin’s Creed Shadows, erinnert spielerisch aber an Mount and Blade.

Ihr startet als einfacher Samurai und sollt euch im Auftrag des Kaisers die ganze Insel Awaji unter den Nagel reißen. Ihr startet als einfacher Samurai und sollt euch im Auftrag des Kaisers die ganze Insel Awaji unter den Nagel reißen.

Als passionierter Japan-Fan schaue ich mir regelmäßig an, was Steam so neues zu meinem Lieblingssetting zu bieten hat. Vor einigen Tagen fiel mir dabei Warlord: Awaji ins Auge, ein First-Person-Strategiespiel, das vom amerikanischen Entwickler Darkmatter Games zusammengeschraubt wird. 

Der Solo-Entwickler beschreibt sein Projekt als immersive Strategie-Sandbox; das Gameplay erinnert stark an die Echtzeit-Gefechte aus Mount & Blade. In Warlord: Awaji reitet ihr in der Ego-Perspektive mit eurer Einheit in die Schlacht. Euer Ziel: Eine gesamte japanische Insel mit echtem historischen Setting zu erobern.

Kurz vor dem bevorstehenden Release am 09. September habe ich den Sofortgefechts-Modus ausprobiert und will mich am liebsten jetzt schon in der Samurai-Open World verlieren.

Jesko Buchs
Jesko Buchs

Jesko kommt aus der Vulkaneifel und hat in Trier, München und Tokyo Medienwissenschaften und Journalismus studiert. Neben Kollegin Natalie Schermann ist er einer der Japan-Experten im GameStar-Team und schaut sich daher regelmäßig für euch Spiele mit Fernost-Setting an; ob Ghost of Yotei, Assassin's Creed Shadows, das neue Onimusha oder eben Warlord: Awaji. In seiner Freizeit trainiert Jesko das traditionelle japanische Bogenschießen.

Historisches Setting mit echten Geo-Daten

Als zeitlichen Hintergrund wählt das Spiel die sogenannte Nanboku-cho-Periode. Der Kaiserhof ist damals in zwei Fraktionen geteilt, die mittels ihrer Samurai-Heere um die Kontrolle über die Provinzen ringen. Und ihr sollt diesen Kampf im Auftrag des Kaisers auf Awaji austragen – Assassin’s-Creed-Fans haben die Insel bereits im letzten Shadows-DLC besucht. Warlord: Awaji bedient allerdings ein komplett anderes Genre.

Die Spielwelt basiert im Gegensatz zur stilisierten Version aus AC Shadows auf echten Kartendaten von Google Earth. Wichtige Tempel und Schreine befinden sich an ihren realen Orten, Höhenmeter werden korrekt wiedergegeben. Und diese Welt ist ganz schön groß: Während das echte Awaji etwa 592 Quadratkilometer umfasst, dampft das neue Warlord die Welt auf knapp die Hälfte - immer noch eindrucksvolle 256 Quadratkilometer - herunter.

Video starten 1:35 Warlord: Awaji - In dieser Strategie-Sandbox erobert ihr eine japanische Insel wie bei Mount & Blade

In der bisher nicht verfügbaren Kampagne sollt ihr die Insel Stück für Stück strategisch einnehmen, indem ihr Lager und Stützpunkte errichtet, Tempel und Schreine einnehmt, Soldaten rekrutiert und besonders treue Vasallen befördert. Die lokalen Clans lassen euch aber nicht einfach schalten und walten, sondern reagieren auf eure Erfolge zunehmend aggressiv.

In der aktuellen Demo ist bislang nur der Sofortgefechts-Modus spielbar; hinter die Themen Progression, die Verwaltungs- und Lagerbau-Mechaniken muss ich aktuell noch Fragezeichen setzen. Allein die Kämpfe für sich machen allerdings schon mächtig Spaß.

Wie spielt sich das?

Die Gefechte dürften mit ihrer schnellen Echtzeit-Dynamik und der First-Person-Perspektive bei Genre-Fans wohlige Erinnerungen an Mount & Blade: Warband wecken, wenngleich die Optik von Warlord Awaji deutlich stilisierter und auf simple geometrische Formen beschränkt daherkommt.

Im Soforteinsatz startet ihr zunächst als einfacher Ashigaru (der wirklich niedrigste Fußsoldat) mit zwei Schwertern auf einem festgelegten Schlachtfeld und rennt einem deutlich besser ausgerüsteten Gegnerteam entgegen.

Hoch zu Ross auf in die Schlacht: Die Echtzeit-Gefechte erinnern deutlich an Mount + Blade. Hoch zu Ross auf in die Schlacht: Die Echtzeit-Gefechte erinnern deutlich an Mount & Blade.

Im Laufe der Zeit erarbeitet ihr euch allerdings neue Waffen wie einen japanischen Langbogen, der euch Feinde aus der Distanz bekämpfen lässt, oder schwingt euch auf ein stattliches Ross, das ihr einem getöteten Samurai abgenommen habt.

Zu Pferd und mit einem Speer in der Hand pflügt ihr plötzlich förmlich durch die feindlichen Reihen. Die Steuerung ist aktuell noch nicht besonders feinfühlig; wichtig ist aber ohnehin eher, wie ihr euch aufstellt und an den Feind heranrückt.

Neben der realistischen Open World punktet Warlord: Awaji vor allem mit dem Detailgrad, mit dem die vielen historischen Waffen und Rüstungen aus dem 14. Jahrhundert im Spiel zum Leben erweckt wurden. Entwickler Darkmatter Games hat sich dafür Hilfe bei einem Historiker der Princeton University geholt.

Aktuell sind bei Warlord: Awaji zwar noch einige Fragen offen; es ist allerdings zu erwarten, dass das Spiel in vielen Belangen ähnlich ausfällt wie sein 2022 erschienener Serien-Vorgänger Warlord: Britannia, in dem es um die Eroberungen der Römer im antiken England geht. Dieser bringt es auf Steam aktuell auf beachtliche 88 Prozent positive Rezensionen; wenn Awaji in die gleiche Kerbe schlägt, haben Fans historischer Sandboxen durchaus Grund zum Feiern.

Bis es so weit ist, müssen sich die Strategie-affinen Japan-Freunde unter euch auch nicht mehr allzu lang gedulden. Warlord: Awaji erscheint bereits morgen, am 09. September 2026, auf Steam.

Fazit der Redaktion

Jesko Buchs
@Sora5513

Warlord: Awaji ist aktuell zugegebnermaßen noch recht clunky. Die Steuerung gestaltet sich rudimentär, die Grafik fällt eher zweckmäßig und aus. Allerdings muss man berücksichtigen, dass hinter diesem Open-World-Titel kein budgetstarkes Strategie-Studio steht, sondern ein Solo-Entwickler, der den Großteil des Spiels allein aufzieht.

Mit Warlord: Britannia hat Darkmatter Games bereits bewiesen, dass das Konzept der immersiven Sandbox aufgehen kann; die Ähnlichkeit zu Mount & Blade dürfte viele Genre-Fans anziehen. Wer auf das alte Japan und authentische Samurai-Setting steht, der ist hier auf jeden Fall an der richtigen Adresse.


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