50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

Neues Horror-Spiel wurde zu Unrecht von Steam gebannt, jetzt könnt ihr es kostenlos bekommen

Das FMV-Horrorspiel Vile: Exhumed hätte eigentlch auf Steam erscheinen sollen, doch Valve machte der Entwicklerin einen Strich durch die Rechnung – und das zu Unrecht.

In Vile: Exhumed gibt es diverse Videoschnipsel mit echten Darstellern zu sehen, explizit sind diese aber nicht. In Vile: Exhumed gibt es diverse Videoschnipsel mit echten Darstellern zu sehen, explizit sind diese aber nicht.

Im Zuge der strengeren Vorgaben von Zahlungsdienstleistern schien Steam bislang nur Erotik- und Sexspiele ins Visier zu nehmen. Mehrfach flogen in den vergangenen Wochen Erwachsenentitel aus dem Store, während andere Spiele verschont blieben.

Doch nun hat es mit Vile: Exhumed erstmals ein Horrorgame erwischt, das eigentlich Ende Juli regulär erscheinen sollte – und plötzlich zu Unrecht blockiert wurde.

Worum es in Vile: Exhumed geht

Vile: Exhumed ist ein Horrorspiel, das sich stilistisch in die Nähe von Titeln wie Her Story einreiht, aber eine deutlich düsterere Note anschlägt. Ihr sitzt vor dem simulierten Bildschirm eines fremden Computers und klickt euch durch Ordner, Chatverläufe, Videos und Audioaufnahmen. Stück für Stück fügt ihr so das Puzzle einer toxischen Beziehung voller Gewalt, Kontrolle und Stalking zusammen.

  • Erwartet hier keine Splatter-Effekte oder Jumpscares. Der Horror entsteht durch Andeutungen.
  • Themen wie psychische Gewalt, Missbrauch und Grenzüberschreitungen sind zentraler Bestandteil.

Der Horror wirkt nicht durch Schockeffekte, sondern durch Beklemmung, gerade weil die Inszenierung so real wirkt. So findet ihr etwa auf dem fremden Computer nicht nur verstörendes Material, sondern auch Katzenbilder.

Wie sich das Ganze spielt, könnt ihr euch z. B. beim Horror-YouTuber John Wolfe anschauen:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

Warum das Spiel gebannt wurde – und warum es jetzt kostenlos ist

Kurz vor Release sperrte Steam den Titel mit der Begründung, Vile: Exhumed verstoße gegen die Regeln zu »sexuellen Inhalten mit realen Personen«. Offiziell also derselbe Vorwurf, unter dem auch explizite Erwachsenenspiele von der Plattform fliegen.

Das Problem daran ist aber: Die Vorwürfe passen nicht zum Spiel.

Laut Entwicklerin Cara Cadaver enthält Vile: Exhumed weder unzensierte Nacktheit noch Sexszenen oder pornografische Inhalte. Zwar greift es heikle Themen wie Stalking und Missbrauch auf – aber immer in Form von Andeutungen, das gesamte Bild entsteht erst in eurem Kopf.

Diese Zensur meiner Arbeit ist ein direkter Angriff auf den kreativen Ausdruck und die künstlerische Freiheit, und sie wird nicht mit falschen Anschuldigungen wegen sexueller Inhalte aufhören.

Anstatt die Sperre still hinzunehmen, entschied sich Cara Cadaver für einen ungewöhnlichen Schritt und hat Vile: Exhumed kostenlos für alle zugänglich gemacht.

  • Jeder kann das Spiel nun frei herunterladen und spielen.
  • Eine freiwillige Spendenoption ist eingebaut, 50 Prozent der Einnahmen gehen an Hilfsprojekte für Gewaltopfer.

Indem ich das Spiel kostenlos an alle weitergebe, die es spielen wollen, tue ich im Grunde dasselbe, was ich mir vorgenommen habe, als ich mit Vile: Exhumed begann – einem Spiel über sexualisierte Gewalt, männliches Anspruchsdenken und Misogynie: Ich nehme mir meine Handlungsfreiheit zurück.

Das sagt Valve

Inzwischen hat sich auch Valve gegenüber der Website RockPaperShotgun zur Sperre geäußert. Demnach habe Steam niemals Spiele mit sexuellen Darstellungen realer Personen zugelassen.

Als Begründung für die Entfernung von Vile: Exhumed verweist das Unternehmen auf Punkt zwei der eigenen Inhaltsrichtlinien, die schon länger Bestandteil des Onboarding-Dokuments für Entwickler sind. Neu sei diese Regel also nicht – jedoch enthält das Spiel überhaupt keine sexuellen Darstellungen.

Genau an dieser Stelle entsteht die eigentliche Kontroverse: Steam pocht auf seine Regeln, während die Entwicklerin betont, dass hier ein psychologischer Horrortrip mit realen Darstellerinnen und Darstellern betroffen ist, der zwar schwierige Themen behandelt, aber nie pornografisch wird.

zu den Kommentaren (2)

Kommentare(2)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.