Seit dem Release von StarCraft 2 im Sommer 2010 sind 16 Jahre vergangen. Seit dem Abschluss der Trilogie mit Legacy of the Void (2015) ruht die traditionsreiche Echtzeitstrategie-Marke abseits kleinerer Balance-Patches und eines Remasters fast vollständig. Doch genau jetzt kommt wieder Bewegung ins Sci-Fi-Universum – allerdings ganz anders, als die meisten von euch wohl vermutet hätten.
Laut einem Bericht der großen südkoreanischen Tageszeitung Chosun Ilbo steht Blizzard Entertainment kurz davor, einen Deal mit dem südkoreanisch-japanischen Publisher Nexon abzuschließen. Der Vertrag sei demnach »kurz vor dem Abschluss« und soll Nexon die Rechte einräumen, einen vollwertigen Nachfolger der bisherigen StarCraft-Reihe zu entwickeln.
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Was hinter dem Deal steckt
Dass der Vorstoß aus Südkorea kommt, ist kein Zufall: Kaum ein Land ist historisch so eng mit einer Spielemarke verknüpft wie Südkorea mit StarCraft. Der Klassiker von 1998 legte damals das Fundament für die moderne E-Sport-Kultur und die PC-Bangs (Internet-Cafés) des Landes. Bis heute hält sich das Spiel dort eisern in den Top 10 der meistgespielten Titel überhaupt.
Nexon war laut Branchenberichten nicht das einzige Unternehmen, das bei Blizzard um die begehrte Lizenz angeklopft hat: Auch Konkurrenten wie Krafton, Netmarble und NCSoft sollen im Rennen gewesen sein. Am Ende dürfte jedoch die bestehende Partnerschaft den Ausschlag gegeben haben. Nexon betreut für Blizzard bereits den PC-Betrieb von Overwatch in Südkorea.
Sollte der Vertrag besiegelt werden, stünde Nexon theoretisch die Tür offen, ein echtes StarCraft 3 zu entwickeln.
Wird das wirklich ein klassisches RTS?
Der Begriff »Nachfolger« lässt viel Interpretationsspielraum. Nexon ist vor allem für Live-Service-Titel wie The First Descendant, MapleStory und Dungeon & Fighter bekannt, nicht für traditionelle Hardcore-Echtzeitstrategie.
Dazu passen auch frühere Gerüchte aus Asien: Bereits Ende 2025 hieß es, dass bei Nexons Shooter-Sparte an einem frühen Prototyp im StarCraft-Universum experimentiert werde. Beteiligt sei daran unter anderem Choi Jun-ho, ein bekannter Modder aus der StarCraft-Community, der bei Nexon am frisch veröffentlichten Free2Play-Shooter Sudden Attack Zero Point (31 Prozent positiv bei Steam) arbeitet.
Ob der jetzt verhandelte Deal für diesen Shooter gedacht ist oder ob Nexon parallel tatsächlich an einem reinrassigen Strategietitel arbeitet, lässt sich anhand der aktuellen Faktenlage nicht eindeutig belegen.
Spannend bleibt auch die Frage, was Blizzard selbst im Schilde führt. Gerüchte behaupten seit Monaten, dass die Kalifornier intern an einem eigenen StarCraft-Projekt tüfteln, möglicherweise ebenfalls an einem Ableger abseits des RTS-Genres. Sollten sich beide Vorhaben bewahrheiten, könnte dem jahrelang vernachlässigten Universum plötzlich ein zweiter Frühling bevorstehen.
Weder Blizzard noch Nexon haben die Verhandlungen bislang offiziell bestätigt, doch allzu lange müssen wir auf Klarheit womöglich gar nicht mehr warten: Am kommenden Wochenende startet die BlizzCon. Wer weiß: Vielleicht lässt Blizzard ausgerechnet dort die Bombe platzen und zeigt uns endlich, wie die Zukunft von StarCraft wirklich aussieht.
Wie steht ihr dazu: Würdet ihr euch über ein StarCraft 3 aus den Händen von Nexon freuen? Oder wollt ihr die Reihe unbedingt als reinrassiges Echtzeitstrategiespiel von Blizzard selbst sehen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

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