GameStar Plus Logo
Weiter mit GameStar Plus

Wenn dir gute Spiele wichtig sind.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe für Rollenspiel-Helden, Hobbygeneräle und Singleplayer-Fans – von Experten, die wissen, was gespielt wird. Deine Vorteile:

Alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Frei von Banner- und Video-Werbung
Einfach online kündbar

Seite 2: Nvidia Geforce GTX 480 - Wie schnell ist die DirectX-11-Grafikkarte wirklich?

Großer Cache

Das letzte Drittel der mehr als 3 Milliarden Transistoren belegt der 768 KByte große L2-Cache, ein rasend schneller Zwischenspeicher, dessen Fassungsvermögen bisher nur von Prozessoren bekannt war. Die im Profi-Umfeld anfallenden Berechnungen verhalten sich gänzlich anders als konventionelle PC-Spiele und müssen Zwischenergebnisse blitzschnell ablegen und wieder auslesen können - selbst der Videospeicher ist dafür zu langsam. Raytracing, Physik und künstliche Intelligenz sind drei denkbare Anwendungsgebiete in Spielen, bei denen der GF100 von seiner überlegenen Cache-Architektur profitieren müsste. Als Demo dazu legt Nvidia jeder GTX-400-Grafikkarte das Programm Design Garage bei. Die Software basiert auf der firmeneigenen Raytracing-Engine OptiX und rendert Luxusschlitten wie den Bugatti Veyron oder den Audi A8 in einer für Grafikkarten neuen Qualität. Künftig sollen Sie zudem alle Autos aus Need for Speed: Shift in der Design Garage raytracen lassen, etwa um Wallpaper zu erstellen.

Nvidia-Demo Design Garage - Screenshots ansehen

Zu guter Letzt kann der GF100 viel schneller zwischen seinen beiden Betriebsmodi Grafik und CUDA für allgemeine Berechnungen wechseln als der GT200b. Laut Nvidia könne man nun sogar Spiele entwickeln, die DirectX 11 für die Grafik verwenden, bestimmte Teile des Bildes aber per CUDA mit Raytracing aufpeppen, DirectCompute für Post-Processing heranziehen und Flüssigkeitsimulationen über PhysX abwickeln. Um das ausreichend schnell hinzubekommen, beherrscht der GF100 wie Intels Core-i-Prozessoren eine Art Hyperthreading, das immer dann in Aktion tritt, wenn die einzelnen Aufgaben voneinander unabhängig berechnet werden können.

Die Geforce GTX 480

Zum Preis von 480 Euro positioniert Nvidia die Geforce GTX 480 zwischen Radeon HD 5870 (400 Euro) und der 650 Euro teuren Radeon HD 5970 mit zwei Grafikprozessoren. Wie die Profi-Varianten Tesla muss sich auch die GTX 480 mit 480 statt 512 Shader-Einheiten begnügen - immerhin doppelt so viele wie beim Vorgänger Geforce GTX 285. Analog dazu stehen der Karte 60 statt 64 Textureinheiten und 15 statt 16 Tesselatoren zur Verfügung. Mit Blick auf die Benchmarks hätten die zusätzlichen 32 Shader sicherlich nicht geschadet. Vermutlich ist die Fertigungsausbeute aber einfach noch zu schlecht. Oder aber eine Variante mit 512 Shader hätte schlicht einen zu hohen Stromverbrauch. Sobald die Fertigungsqualität steigt, könnte Nvidia eventuell eine beschleunigte Version nachschieben.

Chip- und Shader-Einheiten laufen mit 700 beziehungsweise 1.401 MHz nicht wesentlich schneller als bei der GTX 285 mit 648/1.476 MHz. Immerhin kann die Geforce GTX 480 bei der Speicher-Bandbreite aus dem Vollen Schöpfen und übertrifft die Radeon HD 5870 wegen des 384 statt 256 Bit breiten Speicher-Interfaces mit 177,4 zu 153,6 GByte/s deutlich (trotz eines niedrigeren Speichertakts von 3.696 statt 4.800 MHz). Der Videospeicher fasst mit 1.536 MByte 50 Prozent mehr als der der HD 5870 mit 1.024 MByte.

Die Geforce-Platine ist mit 26,5 cm genauso lang wie eine Geforce GTX 285 und etwas kürzer als eine Radeon HD 5870 (28 cm). Die beiden Stromanschlüsse ragen Platz sparend nach oben. Trotzdem sollten Sie Ihr Gehäuse vor dem Kauf zur Sicherheit ausmessen, zumal die GTX 480 durch ihre fünf Heatpipes mit 11 cm ungewöhnlich breit ausfällt.

Längenvergleich: Geforce GTX 480 (oben), Radeon HD 5870 (mitte) und Radeon HD 5970 (unten). Längenvergleich: Geforce GTX 480 (oben), Radeon HD 5870 (mitte) und Radeon HD 5970 (unten).

Wie gewohnt können Sie die GTX 480 über die beiden SLI-Anschlüsse mit zwei weiteren Karten des gleichen Typs zur Leistungssteigerung zusammenschalten. An die zwei DVI- und den einen Mini-HDMI-Ausgang lassen sich aber nur zwei Monitore gleichzeitig anschließen. Das Spielen auf drei Monitoren funktioniert anders als bei AMDs vergleichbarer Mehrschirmtechnik Eyefinity nur im SLI-Betrieb mit zwei Grafikkarten. Im Laufe dieses Jahres will Nvidia einen Treiber bereitstellen, der auch im 3-Schirm-Betrieb die 3D-Brille Geforce 3D Vision unterstützt. Wegen der nochmals verdoppelten Rechenlast sinkt die zulässige Maximalauflösung pro Monitor dann aber von 2560x1600 auf 1920x1080. Bisher lassen sich die drei Monitore nur nebeneinander positionieren. Der kommende Treiber soll aber genauso viel Flexibilität beim Aufbau bieten wie Eyefinity.

Die Geforce GTX 470

Die ersten verkaufsfertigen GTX-470-Karten unterscheiden sich bis auf den Kühleraufdruck nicht von Nvidias Referenzdesign. Die ersten verkaufsfertigen GTX-470-Karten unterscheiden sich bis auf den Kühleraufdruck nicht von Nvidias Referenzdesign.

Zum Preis von 350 Euro ist die Geforce GTX 470 über 100 Euro günstiger als das ausgewiesene High-End-Modell GTX 480 und Hauptkonkurrent des aktuellen Preis-Leistungs-Siegers Radeon HD 5850.

Der Kühler kommt ohne Heatpipes und Metallplatte aus, weil die Stromaufnahme statt 250 lediglich 225 Watt beträgt - unter anderem wegen der reduzierten Taktfrequenzen und der nur 448 statt 480 Shader-Prozessoren. Das Speicher-Interace schrumpft von 384 auf 320 Bit und der Speicherumfang damit von 1.536 auf 1.280 MByte. Wir gehen davon aus, die Performance der GTX 470 oberhalb einer Radeon HD 5850 liegen wird.

Technische Daten

Geforce GTX 480

Geforce GTX 470

Grafikchip

GF100

GF100

2x RV870

RV870

RV870

Chiptakt

700 MHz

607 MHz

725 MHz

850 MHz

725 MHz

Shader

480

448

640

320

288

Shader-Takt

1.401 MHz

1.215 MHz

725 MHz

850 MHz

725 MHz

Textur-Einheiten

60

56

160

80

72

Speicher

1.536 MByte GDDR

1.280 MByte GDDR5

2x 1.024 MByte GDDR

1.024 MByte GDDR5

1.024 MByte GDDR5

Speichertakt (effektiv)

3.696 MHz

3.348 MHz

4.000 MHz

4.800 MHz

4.000 MHz

Speicher-Interface

384 Bit

320 Bit

2x 256 Bit

256 Bit

256 Bit

Speicher-Bandbreite

177,4 GByte/s

133,9 GByte/s

256 GByte/s

153,6 GByte/s

128 GByte/s

Stromverbrauch Volllast (TDP)

250 Watt

225 Watt

294 Watt

188 Watt

151 Watt

Stromverbrauch Leerlauf (TDP)

50 Watt

30 Watt

51 Watt

27 Watt

27 Watt

Preis

480 Euro

350 Euro

600 Euro

400 Euro

300 Euro

2 von 8

nächste Seite


zu den Kommentaren (197)

Kommentare(197)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.