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Nvidia Next Gen-GPU Hopper geleakt, soll im Chiplet-Design kommen

Noch ist Nvidia Ampere nicht erschienen, da leaked schon die vermeintlich übernächste Chipgeneration Hopper, angeblich im Multi-Die-Design.

von Alexander Köpf,
19.11.2019 06:20 Uhr

Auf die aktuelle Turing-Architektur soll Hopper folgen. Auf die aktuelle Turing-Architektur soll Hopper folgen.

Grace Hopper gilt als eine der Koryphäen der Computerwissenschaften des 20. Jahrhunderts. Sie war an wegweisenden Projekten, wie dem Mark I der Harvard-Universität, beteiligt und revolutionierte durch die erste höhere Programmiersprache COBOL die Informatik. Nun ziert ihr Name vermeintlich Nvidias übernächste GPU-Generation: Die Hopper-Architektur soll auf Ampere (vermutlich RTX 3000) folgen und im Chiplet-Design gefertigt werden (via Wccftech/3DCenter.org).

Ganz neu ist das sogenannte MCM (Mulit-Chip-Module)-Design allerdings nicht. AMD beispielsweise setzt mit der Zen-2-Architektur alias Ryzen 3000, Threadripper 3000 und Epyc Rome auf die modulare Lösung anstatt großer, monolithischer Chips - der Erfolg scheint AMD recht zu geben.

Ist die Zukunft der GPUs modular?

Grafikeinheiten gibt es bislang allerdings nicht im Chiplet-Design, obwohl diese aufgrund von Parallelisierung (Shader-Einheiten) dafür theoretisch sogar noch besser geeignet sein sollten als CPUs, die seriell, voneinander unabhängig arbeiten.

Zudem bietet MCM auch noch erhebliche Vorteile bei der Produktion. Je größer ein Chip ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Produktionsfehlers, der den Chip-Die oftmals vollständig unbrauchbar machen kann. Im Gegensatz dazu sind kleinere Chiplets weniger anfällig und können im Schadensfall kostengünstiger ausgetauscht werden.

Durch kleinere Chiplets kann ein Wafer deutlich effizienter genutzt werden. (Bildquelle: Silicon Edge) Durch kleinere Chiplets kann ein Wafer deutlich effizienter genutzt werden. (Bildquelle: Silicon Edge)

Insgesamt ist auch die Ausbeute eines Wafers durch kleiner Einheiten größer, da diese effizienter auf der Silizium-Scheibe aufgebracht werden können.

Nicht zuletzt können durch MCM weit größere Packages erstellt werden, als die Begrenzungen auf einen Chip es zulassen - Stichwort Skalierbarkeit.

Wunsch oder Wirklichkeit?

Dagegen spricht, dass der Energiebedarf durch den modularen Ansatz steigt, da die Daten eine zusätzliche Wegstrecke zwischen den Chiplets nehmen müssen.

Es könnte aber dennoch eine Revolution bei Grafikchips anstehen, ganz wie der Name Hopper es verspricht. Allerdings handelt es sich vorerst um unbestätigte Gerüchte. Auch für AMDs Navi-GPUs wurde lange Zeit vermutet, sie könnten bereits im Chiplet-Design gefertigt werden, was sich nicht bewahrheitete.

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