Nvidia RTX in der Spur? Zwei von drei verkauften Geforce-GPUs sind laut Nvidia RTX-Karten

Auf einer Technologie-Konferenz gibt Nvidia erstmals Auskunft zu Verkaufszahlen der RTX-2000-Karten und unterstreicht noch einmal die Ambitionen mit Raytracing für die Zukunft.

von Alexander Köpf,
08.12.2019 07:46 Uhr

Raytracing-fähige Grafikkarten verbreiten sich laut Nvidia schneller als gemeinhin gedacht. Raytracing-fähige Grafikkarten verbreiten sich laut Nvidia schneller als gemeinhin gedacht.

Raytracing sei noch Jahre entfernt und überhaupt verkauften sich gerade Nvidias RTX-2000-GPUs sehr schlecht, weil zu teuer und zu wenig Leistung für die Echtzeit-Strahlenverfolgung - so zumindest ist es vielen kritischen Stimmen zu entnehmen.

Was die Leistung angeht, gibt es mit Blick auf Benchmarks in Titeln mit Raytracing wie Metro: Exodus oder Control sicher noch Luft nach oben. Derzeit führt aktiviertes Raytracing meist zu hohen Frameraten-Einbrüchen oder die Effekte werden so sparsam eingesetzt, dass sie nicht stark auffallen.

Doch was den Verkauf angeht, dürften etliche Kritiker von den jüngsten Aussagen Nvidias überrascht sein. Demnach sind zwei Drittel der verkauften Grafikeinheiten RTX-basiert (via Wccftech).

Nvidia zeigt sich zufrieden

Was ist Raytracing? - Die Grafik der Zukunft erklärt - GameStar TV PLUS 16:54 Was ist Raytracing? - Die Grafik der Zukunft erklärt - GameStar TV

Auf der Credit Suisse Annual Technology Conference 2019, die vom 2. bis 5. Dezember in Scottsdale, Arizona abgehalten wird, befragten Analysten Nvidias Chief Financial Officer (CFO) Colette Kress zu den RTX-2000-Karten.

"Von allen Grafikkarten, die wir für den Desktop verkaufen, sind zwei Drittel davon jetzt mit Raytracing. Wir sind also sehr zufrieden mit der Marktakzeptanz, auch wenn es natürlich deutlich mehr Raum für Wachstum gibt. "

"Wir haben sowohl Karten für jedes Preissegment als auch für jeden Spielertypen. So können Sie Karten im Bereich von 100 US-Dollar bis hin zu 1000 US-Dollar kaufen, um damit an Raytracing teilzunehmen."

In Raytracing sieht Kress generell die Basis des Gamings der Zukunft, egal ob für Konsolen, Desktop-PCs oder andere Plattformen. Im Moment befinde man sich aber noch in der Anfangsphase. Keine überraschenden Aussagen, wenn man bedenkt, dass Nvidia die eigene (Raytracing-)Hardware gut verkaufen will.

Der erste Schritt ist getan, nun folgen weitere

Ob AMD mit RDNA 2.0 (Navi 2), Intel mit Xe oder Nvidia mit Ampere - Raytracing spielt in Zukunft eine größere Rolle. Ob AMD mit RDNA 2.0 (Navi 2), Intel mit Xe oder Nvidia mit Ampere - Raytracing spielt in Zukunft eine größere Rolle.

Konkurrenz für Nvidia steht bald an: Für das Jahr 2020 werden AMDs erste High-End Navi-Modelle erwartet, die hardwareseitiges Raytracing bieten sollen.

Für die beiden Next-Gen-Konsolen von Microsoft und Sony (Xbox Scarlett und PlayStation 5), die mit AMD-Chips ausgerüstet werden, wurde die Echtzeit-Strahlenberechnung bereits bestätigt und auch Intel plant mit seinen ersten dedizierten Grafikeinheiten auf Basis der Xe-Architektur Raytracing einzuführen.

In welchem Umfang das jeweils geschieht, ist aber noch ungewiss. Nvidia indes will mit der kommenden Ampere-Generation die Leistung für den aufwändigen Algorithmus noch einmal deutlich anheben.

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