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Oblivion Remastered: Das Geisterhaus in Anvil ist bis heute eine meiner Lieblingsquests, weil sie ein Spielsystem kapert

Wollt ihr in Cyrodiil eine Immobilie erwerben, müsst ihr vorsichtig sein: Nicht nur werden euch manchmal echte Bruchbuden angedreht, sondern in einem Fall auch ein Spukhaus. Und genau so sollten Quests öfter anfangen.

Für nur 5.000 Gold bekommt ihr in dieser schönen Stadt ein Traumhaus! Haken? Es gibt keinen Haken, vertraut mir. Für nur 5.000 Gold bekommt ihr in dieser schönen Stadt ein Traumhaus! Haken? Es gibt keinen Haken, vertraut mir.

Würde mir im echten Leben ein Unbekannter in der Bar eine Villa in München zu einem Bruchteil des Marktwertes andrehen wollen, würde ich mich niemals darauf einlassen. Da kann es sich schließlich nur um einen Betrugsversuch oder Schlimmeres handeln.

In Oblivion Remastered hole ich dagegen sofort den Geldbeutel raus, als mir jemand ein Anwesen in meiner Lieblingsstadt Anvil für nur 5.000 Gold anbietet. Ein geräumiges Haus, nur ein paar Meter vom nächsten Schmied entfernt und ein wunderschöner Strand direkt um die Ecke? Das ist ein Angebot, dass ich nicht ablehnen kann!

Was kann schon schiefgehen?

Und ja, es ist auch im Spiel ziemlich offensichtlich, dass hier etwas nicht stimmt. Aber das hat mich nur noch neugieriger gemacht, als ich zum ersten Mal Oblivion gespielt habe. Wenn ihr selbst gerade das Remaster spielt, und das Haus in Anvil noch nie gekauft habt, dann spart euch etwas Geld für den nächsten Besuch in der Stadt auf: Ihr werdet es nicht bereuen!

Das Haus bekommt ihr von Velwyn Benirus in der örtlichen Taverne. Das Haus bekommt ihr von Velwyn Benirus in der örtlichen Taverne.

Ich kaufe mir das Haus jedenfalls immer, sobald ich genug Gold gesammelt habe. Denn die zugehörige Quest liebe ich auch heute noch und sie ist für mich auch ein Musterbeispiel was Questdesign betrifft.

Tillmann Bier
Tillmann Bier

Oblivion hat Tillmanns Begeisterung für Rollenspiele und offene Welten geweckt und ihn seitdem nie wieder losgelassen. Dass Bethesda hier einige seiner besten Nebenquests eingebaut hat, dürfte dafür auch ein Grund sein. Jedenfalls freut er sich jetzt unglaublich, das Spiel seiner Kindheit erneut im Remaster erleben zu können und würde am liebsten nur noch darüber schreiben.

Das will ich öfter sehen!

Dabei geht es mir gar nicht so sehr um die Geschichte selbst, die in der Nebenaufgabe erzählt wird, sondern vielmehr um ihren Anfang. Hier hat Oblivion für mich ohnehin schon die Nase weit vor anderen Rollenspielen und Action-Adventures.

Statt einfach nur auf der Karte nach dem nächsten Marker zu suchen, lese ich Bücher und Notizen, belausche Gespräche oder frage Tavernenwirte nach Gerüchten, um neue Quests zu ergattern. Das ist weitaus aufregender und glaubhafter, als wenn ich jedes Mal zu einem Typ mit gelbem Ausrufezeichen über dem Kopf renne, der nur herumsteht, um mir eine Mission zu geben.

Wenn ich in Oblivion der Frau eines Malers meine Hilfe anbiete, dann habe ich wie durch Zufall von seinem Verschwinden erfahren. Auch wenn mir das Spiel natürlich absichtlich dieses Gerücht in den Weg gelegt hat, fühlt sich das viel natürlicher an.

Video starten 9:40 Oblivion Remastered: Wir erledigen die legendäre Maler-Quest und tauchen in ein Gemälde ein

Jetzt aber zurück zum Geisterhaus. Das nutzt nämlich in Sachen Quest-Beginn einen ganz anderen Trick, den Spiele viel zu oft liegen lassen. Denn die Quest kapert eine Mechanik, die sonst recht simpel ist: den Häuserkauf. Für gewöhnlich erwerbe ich meine Häuser einfach im Dialog und kann sie dann bewohnen. Bei Bedarf gibt es beim Händler noch Möbel zu kaufen, damit hat sich die Sache aber erledigt.

In Anvil fängt es schon damit an, dass mir das Haus nicht von einem offiziellen Vertreter, sondern von einem ungeduldigen Privatmann verkauft wird. Seltsam! Und als ich mich dann ins Bett lege, um mich auszuruhen, geht es plötzlich los mit dem Spuk. Zwar gibt sich die Quest nicht besonders Mühe, ihre wahre Natur zu verschleiern und der Name Geisterhafte Untermieter verrät eigentlich schon zu viel.

Aber grundsätzlich ist diese Art, eine Mission zu beginnen, unglaublich erfrischend und im besten Fall auch überraschend, weil ein Einkauf normalerweise keine Quest startet. Sie trägt dazu bei, die Welt lebendiger zu machen, indem sie mich davon ablenkt, dass es sich hier eigentlich nur um eine simple Häuserkauf-Mechanik handelt.

Dass auch mal etwas schiefgeht, lässt den Immobilien-Markt in Cyrodiil gleich viel glaubhafter wirken und die Quest verbindet das System mit dem Rest der Welt.

Ich wünsche mir wirklich, dass mehr Entwickler ihrer Kreativität beim Queststart freien Lauf lassen. Auch Spiele, die sonst eher formelhaft funktionieren (ich schaue niemanden an, Ubisoft), können so eine erfrischende Abwechslung in ihren Gameplay-Loop einbauen.

Und kaum etwas können Quests in Spielen so gut vertragen wie Abwechslung. Schließlich sind wir in Spielen immer noch meistens darauf beschränkt, Gegenstände einzusammeln, Gegner zu besiegen oder eine Interaktionstaste zu drücken.

Also überrascht mich wenigstens mit dem Beginn der Quest: Vielleicht kaufe ich einen gewöhnlichen Gegenstand beim Händler, der sich als verflucht herausstellt. Oder ich entdecke in meinem neuen Haus einen versteckten Schatz. Oder ich sitze am Schreibtisch, schreibe eine Kolumne und werde plötzlich von einem riesigen Drachen entf

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