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Seite 2: Pathfinder: Kingmaker - Das spannendste E3-Rollenspiel nach Cyberpunk 2077

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Aufstand der Trolle

Und das war nur der Strategiemodus. Die eigentliche Spielwelt von Pathfinder: Kingmaker besteht erst mal aus einer zweidimensionalen Reisekarte, über die ich meine Gruppe entlang von Straßen bewege (ja, es gibt auch Zufallskämpfe) und dabei Schauplätze aufstöbere: Dörfer, Wälder, Hügel und so weiter. Die kann ich dann betreten und das Spiel schaltet in die klassische Iso-Perspektive à la Baldur's Gate. Die Welt ist also nicht durchgehend, sondern in Einzelgebiete unterteilt. Klein ist sie trotzdem nicht.

Überall in der Welt soll es etwas zu entdecken geben - und nur wer auf Erkundungstour geht, schaltet das »wahre« Ende frei. Überall in der Welt soll es etwas zu entdecken geben - und nur wer auf Erkundungstour geht, schaltet das »wahre« Ende frei.

Auf der E3 demonstrieren die Entwickler die Größe der Areale, alleine die Erkundung eines Waldes soll rund eine Stunde in Anspruch nehmen, wenn man alle Geheimnisse entdecken und Aufgaben erfüllen will (siehe der erwähnte Worg).

In größeren Schauplätzen wie einem mehrstöckigen Troll-Dungeon könne man sogar locker drei Stunden zubringen, heißt es, zumal hier uralte Artefakte versteckt seien, die man finden und im Rahmen spezieller Quests reparieren kann. Etwa ein mächtiger Helm. Klar, 80 Stunden Spielzeit kommen nicht aus dem Nichts.

Da wartet auch eine Entscheidung. Im Verlauf des zweiten Kapitels findet man heraus, dass die großen, dummen Trolle und die kleinen, dummen Kobolde ein gemeinsames Königreich gründen wollen und deshalb aggressiv expandieren. Noch dazu scheinen Trolle, die bislang allergisch auf Gift und Feuer reagierten, plötzlich hitzeresistent zu sein.

Nicht immer ist Kampf die einzige Lösung, wir können Herausforderungen auch im Gespräch bewältigen. Nicht immer ist Kampf die einzige Lösung, wir können Herausforderungen auch im Gespräch bewältigen.

Entscheidungen und Enden

Die Frage lautet: Wie geht man damit um? Knüppelt man die Grünlinge nieder? Oder nimmt man sie als weiser Herrscher ins eigene Reich auf? Letzteres brächte kräftige Trollsoldaten fürs Heer, würde aber die Bevölkerung verunsichern.

So sind alle Spielebenen miteinander verknüpft. Das Königreich und meine Story-Entscheidungen im Isometrie-Modus interagieren miteinander, nach dem eigentlichen Ende soll sogar ein Epilog erzählen, wie sich meine Abenteuer auf die Welt und ihre Fraktionen ausgewirkt haben.

Ganz oben auf diesem Gipfel wartet ein Riesenadler als Bossgegner. Erkundung lohnt sich, kann aber auch, nun, tödlich sein. Ganz oben auf diesem Gipfel wartet ein Riesenadler als Bossgegner. Erkundung lohnt sich, kann aber auch, nun, tödlich sein.

Und überhaupt: die sieben Enden. Eines davon, sagen die Entwickler, sei das »wahre« Ende, wie sie es sich selbst für ihre Geschichte vorstellen. Um es freizuschalten, muss man allerdings sehr aufmerksam spielen, viel lesen und sich Zusammenhände selbst zusammenreimen - nur wer enträtselt, was in Pathfinder Kingmaker wirklich vorgeht, hat das wahre Ende verdient.

Und dann wäre da noch das geheime Ende, über das die Entwickler nichts verraten, außer, dass es geheim ist. Wie wendungsreich die Handlung letztlich wird, kann ich nach der E3-Demo freilich noch nicht einschätzen, aber immerhin schreibt Chris Avellone daran mit, der auch an Baldur's Gate, Fallout 2, Fallout: New Vegas, Neverwinter Nights 2 und Pillars of Eternity mitgewirkt hat. Es könnte schlimmere Vorzeichen geben.

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