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Test: Per Aspera ist die Mühe wert, wenn ihr Aufbauspiele wirklich liebt

Der Geheimtipp Per Aspera schickt euch zum Terraforming auf den Mars. Unser Test erklärt, was das Aufbau-Strategiespiel kann - und was nicht.

von Reiner Hauser, Peter Bathge,
08.12.2020 05:00 Uhr

  • Mit Per Aspera baut ihr schon wieder eine Mars-Kolonie auf, doch anders als beim Aufbau-Strategie-Konkurrenten Surviving Mars steckt hier eine Menge Factorio drin.
  • Im Test erklären wir, was Per Aspera sonst noch so besonders macht - zum Beispiel die Story-Kampagne, die tatsächlich etwas zu sagen hat.
  • Ist der Geheimtipp auf Steam und Gog.com den Download zum Preis von 30 Euro wert? Das Review eines Strategie-Experten gibt Antwort und zeigt die Schwächen des neuen Städtebau-Simulators auf.

Im Test: Per Aspera ist ein Aufbau-Strategiespiel der besonderen Art - mit Story-Kampagne und schöner Optik, aber auch nicht ohne Fehler. Im Test: Per Aspera ist ein Aufbau-Strategiespiel der besonderen Art - mit Story-Kampagne und schöner Optik, aber auch nicht ohne Fehler.

Per aspera ad astra heißt übersetzt etwa »Durch Mühsal gelangt man zu den Sternen« und tatsächlich hätte sich das Spiel des argentinischen Entwicklers Tlön Industries (was für ein Name) kaum einen passenderen Namen aussuchen können.

Dazu gleich mehr. Erst einmal kolonisiert ihr als höchst fortschrittliche KI den Mars und versucht, ihn in eine wirtliche Welt zu verwandeln. Per Aspera ist also ein Aufbau- und Wirtschaftssimulationsspiel, das in seiner Kampagne mit einer Story unterfüttert wird. Das Problem: Der optisch gelungene Titel überträgt seinen Wahlspruch auch auf das Gameplay.

Per Aspera schenkt einem nichts und stellt die Entschlossenheit des Spielers durchaus auf die Probe. Warum das extraterrestische Steam-Aufbauspiel trotzdem den Ehrgeiz weckt und ein Strategie-Geheimtipp ist, verrät der Test.

Der Autor
Unser Autor Reiner spielt Strategiespiele nicht nur für das Wohlgefühl. Er braucht auch eine entsprechende Portion Herausforderung. Das zeigt sich im Portfolio der Spiele, die er für die GameStar bereits behandelt hat. Große Brocken wie Europa Universalis 4, Crusader Kings 3 und Starcraft 2. Nebenher ist da freilich auch Platz für ein paar Indie-Titel, bei denen er aber dieselben inneren Werte schätzt.

Die Kamera kann in Per Aspera beliebig herum geschwenkt werden, auch wenn das wenig praktischen Nutzen hat. Die hellblauen Gebäude sind gerade geplant, aber noch nicht errichtet. Die Kamera kann in Per Aspera beliebig herum geschwenkt werden, auch wenn das wenig praktischen Nutzen hat. Die hellblauen Gebäude sind gerade geplant, aber noch nicht errichtet.

Erwartung und Erzählung

Meine Erwartungen waren nicht allzu hoch. Ein unbekannter Entwickler, ein nie gehörter Titel. Im Aufbau-Segment ist das immer gefährlich, denn Strategiespiele gleiten schnell in unübersichtliche Fummelei oder ungenügend durchdachten Feature-Creep ab. Nicht so Per Aspera.

Die Marskolonie-Simulation weiß, was sie will. Optisch, in der Bedienung und bei der Geschichte, die sie in der Kampagne erzählt. Das Spiel bietet auch einen Sandbox-Modus, doch da ich nach circa 15 bis 20 Stunden wenig Wiederspielwert erkennen kann, ist die Kampagne klar der Hauptspielmodus.

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