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Heutige Spiele könnten von einer 8 Jahre alten Physik-Sandbox lernen

Das Sandbox-Spektakel Detonate zeigte schon 2011, wie viel mit Zerstörungs-Physik in Spielen möglich ist.

von Christian Just,
12.11.2019 13:22 Uhr

Wer Häuser abreißen will, muss kein Sprengmeister sein. Im Physik-Spiel Detonate könnt ihr euch austoben. Wer Häuser abreißen will, muss kein Sprengmeister sein. Im Physik-Spiel Detonate könnt ihr euch austoben.

Überall stehen sie herum, blockieren die Aussicht auf die schöne Natur und es tut ihnen nicht mal ein bisschen leid: Hässliche Häuser, garstige Gebäude und schamlose Scheunen, so weit das Auge blicken kann. Wem die Dinger derart auf den Senkel gehen, dass er sie am liebsten abreißen würde, findet in der kostenlosen Physik-Sandbox Detonate das passende Spiel.

Auch moderne Spiele könnten mit einem neidischen Auge auf Detonate lunzen, schließlich stammt es aus dem Jahr 2011 und zeigte somit schon vor acht Jahren, wie eindrucksvoll eine dynamische Simulation von Zerstörung aussehen kann. 2011 ist übrigens auch Battlefield 3 erschienen, das ebenfalls Zerstörung von Level-Elementen erlaubt.

Ein ähnliches Programm wie Detonate wird derzeit vom schwedischen Entwickler Dennis Gustafsson realisiert. Dieses Spiel namens Teardown setzt auf eine Voxel-Engine, um die komplexen Physik-Simulationen möglichst ressourcenschonend umzusetzen.

So funktioniert Detonate

In Detonate könnt ihr entweder vorgefertigte Gebäude aufstellen oder eigene Bauten aus zahlreichen Bausteinen zusammensetzen. Und wozu das alles? Um es anschließend fachgerecht in sämtliche Einzelteile zu zerlegen!

Dafür stehen etwa Sprengstoffe zur Wahl, mit denen ihr wie ein Sprengmeister Gebäude systematisch zusammenkrachen lassen könnt. Oder ihr greift euch eine Kanonenkugel und ballert ein amtliches Loch in tragende Wände. Eurer (zerstörerischen) Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Besonders schön ist die realistische Simulation von zerbrechenden und biegenden Materialien, wodurch sich die Gebäude in hunderte und tausende Einzelteile zerlegen. Auch Brände simuliert Detonate in Echtzeit und lässt Häuser Stück für Stück Feuer fangen und in Flammen aufgehen.

Im Video von Youtuber Neilogical könnt ihr euch die zahlreichen Tools anschauen, mit denen ihr Gebäude in Detonate zerstören könnt. Darunter auch riesige Bälle und Bomben mit extremer Sprengkraft:

Interesse bekommen? Ihr könnt euch Detonate in seiner aktuellen Version 1.2 auf der Website von Indie-Entwickler Wildebeest Games kostenlos herunterladen. Wer den Entwickler zusätzlich unterstützen möchte, kann dort auch eine Spende hinterlassen.

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