Als ich voller Enthusiasmus ins Jahr 2025 gestartet bin, hatte ich von Like a Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii nur am Rande etwas mitbekommen. Dass ich es mir dann im Februar direkt zum Release gekauft habe, war also ein Risiko. Eigentlich hatten mir die Yakuza-Spiele immer viel zu viele und lange Dialoge. Doch an dem Piraten-Setting des Spin-Offs kam ich als Fan der Freibeuterei einfach nicht vorbei.
Das Risiko hat sich ausgezahlt: Ich erlebte das für mich spaßigste Spiel seit Jahren. Schon vor einigen Monaten schrieb ich darüber eine ausführliche Lobeshymne. Dank des Steam Winter Sales ist Pirate Yakuza jetzt um stattliche 60 Prozent reduziert.
Die Party-Piraten auf Hawaii
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Das nächste Yakuza wird wild, doch im neuen Gameplay geht ihr nur am Piraten-Strand spazieren
- Genre: Action-Rollenspiel
- Release: Februar 2025
- Entwickler: Ryu Ga Gotoku Studio
- Preis: 24 Euro (60 Prozent Rabatt)
- Das Angebot gilt bis zum 5. Januar 2026.
Was ist das für ein Spiel? Like a Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii ist ein Spin-Off der Yakuza-Reihe, bei dem ihr den japanischen Untergrund verlasst und als Pirat das sonnige Honolulu erkundet. Ihr steuert den ehemaligen Yakuza-Boss Goro Majima, der nach einem Schiffsunglück auf der kleinen Insel Rich Island strandet - ohne Erinnerungen daran, wer er ist und was er in Hawaii treibt.
Die friedlichen Inselbewohner werden von einer feindseligen Piratenbande unterdrückt, die im Kampf gegen Majima den Kürzeren zieht. Dem Ex-Yakuza gefällt jedoch die Idee, selbst ein Pirat zu werden und er gründet seine eigene Crew, um einen wertvollen Schatz zu finden. Auf dem Abenteuer trifft er auf alte Bekannte und erfährt, wer für sein Schiffsunglück verantwortlich ist.
Während die Hauptgeschichte erstaunlich ernst daherkommt, erinnert der Rest eher an eine große Party, bei der vor allem der Spaß im Vordergrund steht. Wem das nicht gefällt, wird mit Pirate Yakuza wenig Freude haben.
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Pirate Yakuza in Hawaii ist die beste Piraten-Action seit Jahren
Dreifaltiges Gameplay
Hier bekommt jeder eine aufs Maul: Auch wenn es wirklich viele und ausgiebige Dialoge gibt, regelt ihr eure Konflikte fast immer mit Gewalt. Neben euren treuen Fäusten habt ihr auch einen Säbel und eine Steinschlosspistole im Schlepptau, mit denen ihr die offene Stadt Honolulu und die anliegenden Inseln ordentlich auf links dreht.
Die Kämpfe sind stets rasant und steuern sich mit etwas Eingewöhnungszeit ausgezeichnet. Durch unterschiedliche Währungen könnt ihr eure Statuswerte verbessern und neue Skills lernen. Bei euren Abenteuern schaltet ihr außerdem mächtige Superangriffe frei und trainiert eure bunte Crew.
Als waschechte Piraten seid ihr natürlich auch zu Wasser unterwegs. Hier habt ihr Zugriff auf unterschiedliche Upgrades und Waffen, um euer Gefährt an euren Spielstil und eure Gegner anzupassen. Allzu tief sind die eher arcadigen Mechaniken jedoch nicht. Bei besonders mächtigen Schiffen reicht es nicht, den Rumpf zu zerstören, hier wird das Entern fällig. Und dann heißt es Mannschaft gegen Mannschaft.
Auf Honolulu und den umliegenden Inseln erwarten euch nicht nur zahlreiche Nebenmissionen und neue Crew-Mitglieder, die nur darauf warten, angeheuert zu werden. Es gibt auch unzählige optionale Minispiele. Die fühlen sich teilweise wie eigenständige Spiele an, die jeweils häufig über eine Stunde Spaß bieten.
So gibt es einen überraschend spaßigen Fun-Racer, einen Pokémon-Snap-Klon, bei dem ihr Exhibitionisten fotografieren müsst oder ihr seid als Fahrrad-Lieferdienst unterwegs und verdient euch eine goldene Nase, in dem ihr bewusst alles vergesst, was ihr in der Fahrschule gelernt habt.
Keine Perfektion, aber...
Es gibt viele Punkte, die ich an Pirate Yakuza kritisieren könnte. Die Grafik ist verbesserungswürdig, die Abenteuer auf hoher See werden schnell eintönig, die ersten Stunden fühlen sich manchmal an wie ein riesiges Tutorial und teilweise hätte ich mir etwas mehr Spieltiefe gewünscht, insbesondere beim Piratenschiff. Am Spaß hat das für mich aber kaum gerüttelt.
Bei meinem ersten Spieldurchlauf habe ich fast alles im Spiel erledigt und wurde etwa 50 Stunden beschäftigt - Spaß hatte ich mit Ausnahme einer Dating-Mission die gesamte Zeit. Und wie oft kann man das bei einem so langen Story-Open-World-Spiel schon behaupten?
Wenn ihr jetzt noch unentschlossen seid, könnt ihr beruhigt sein. Auf Steam gibt es auch eine kostenlose Demo, die euch einen kleinen Einblick ins Spiel vermittelt. Außerdem sind die Yakuza-Spiele regelmäßig im Sale. Wenn ihr es jetzt also nicht kaufen könnt oder wollt, müsst ihr nicht lange auf den nächsten großen Rabatt warten.
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