Ubisofts gespaltene Persönlichkeit ist eine große Chance

Assassin's Creed auf der einen Seite, innovative Kleinprojekte auf der anderen: Ubisofts Strategie klingt widersinnig, ist aber eine Chance für die Zukunft.

von Michael Graf, Human Nagafi,
09.02.2021 08:00 Uhr

Bei der Recherche für diesen Podcast haben wir uns eines häufiger gefagt: Moment mal, das ist von Ubisoft?

Neben großen Namen wie Assassin's Creed, Far Cry, Rainbow Six und Just Dance (!) hat der französische Publisher ein überraschend breit gefächertes Portfolio inklusive mehrerer Mobile- und VR-Titel. Brawlhalla zum Beispiel oder AGOS - A Game of Space, dann natürlich die Aufbau-Urgesteine Anno und Die Siedler sowie Experimente wie Hyper Scape oder das Wintersport-Spiel Steep, das mit Riders Republic bald einen Erben bekommt.

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Während Activision im Jahr 2020 drei neue Spiele veröffentlicht hat, waren es bei Ubisoft 15 (jeweils ohne Remakes und Remaster). Und das hat seine Gründe, denn diese Vielfalt ist im Ubisoft-Erbgut so angelegt - und irgendwie wollen die ca. 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in weltweit über 40 Studios ja beschäftigt werden.

Rudert Ubisoft damit nicht gegen den Trend, sich auf wenige, besonders lukrative Titel zu konzentrieren?

Zugleich flammen immer wieder Beschwerden auf, Ubisofts »große« Serien spielten sich zu ähnlich und zu formelhaft - was Ubisoft zuletzt dazu bewegte, nach dem Fiasko von Ghost Recon: Breakpoint einen Großteil seines Portfolios zu überarbeiten. Und wie passt das eigentlich zum Ubisoft-Credo, Innovation und Leidenschaftsprojekte zu fördern?

Ubisofts zwei Gesichter als AAA-Fließband und Indie-Innovator klingen erst mal widersinnig. Doch gerade das kann eine wichtige Stärke sein.

Das und mehr bespricht Michael Graf im Podcast mit Human Nagafi, Unternehmensberater bei 1789innovations und inzwischen absoluter Podcast-Veteran, der mit Micha schon häufiger über Spiele-Unternehmen gesprochen hat:

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