Dieser Controller sieht aus wie eine absolute Spiele-Legende – und sorgt im Test gleich mehrfach für Nostalgie

Der PowerA Wireless Controller Pac-Man SE vereint nostalgisches Design mit modernen Features. Aber kann er auch spielerisch überzeugen?

Ich habe mir einen Controller zu Ehren von Pac-Man angesehen. Mein Fan-Herz schlägt höher, aber die Testerin in mir rümpft auch die Nase. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Ich habe mir einen Controller zu Ehren von Pac-Man angesehen. Mein Fan-Herz schlägt höher, aber die Testerin in mir rümpft auch die Nase. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Der PowerA Wireless Controller Pac-Man SE weckt nostalgische Erinnerungen in mir. Pac-Land war eines der ersten Spiele, die ich als Kind auf italienischen Arcade-Automaten im Urlaub mit der Familie gespielt habe. Immer wieder gingen mir die Lire aus (ja, so lange ist das schon her, den Euro gab es damals noch nicht).

Der Controller wurde zum 45. Jubiläum des gelben Vielfraßes kreiert. Viele kleine Design-Details unterstreichen das auf eine wunderbar nerdige Art.

Dass Erinnerungen hochkommen, liegt aber nicht bloß an der Pac-Man-Optik des Controllers, sondern auch an anderen Eigenschaften des Gerätes. In meinem Test zeige ich euch, ob der PowerA Wireless Controller Pac-Man SE mehr kann, als Nostalgie.

Transparenzhinweis: PowerA hat mir den Wireless Controller für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor dem Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

PowerA Wireless Controller Pac-Man SE
PowerA Wireless Controller Pac-Man SE
Pac-Man-Fans werden diesen Controller lieben. Dieses Modell ist mit dem PC und der Xbox kompatibel und bringt nicht nur Kindheitserinnerungen, sondern auch moderne Tech-Features zum gehobenen Mittelklassepreis mit.

Die besondere Optik ist hier das Hauptverkaufsargument. Auf Bluetooth verzichtet das Gerät allerdings und es ist in Deutschland nur noch vereinzelt zur UVP zu bekommen.
  • Besondere Optik mit zwei Beleuchtungsmodi
  • Hall-Effekt-Sticks und -Trigger
  • Drei-Wege-Triggerlocks
  • Glättungsringe
  • Kein Bluetooth
  • Beleuchtung schwach
  • Rücktasten klingen etwas plastikhaft
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Pac-Man-Liebe überall

Das Pac-Man-Design bei dem Controller ist offensichtlich. Neben den gewählten Farben in Gelb, Blau und Schwarz sind darauf auch Symbole aus dem Spiel. In einem Labyrinth treiben Geister ihr Unwesen, hier und da liegt eine Kirsche herum und Pac-Man ist selbstverständlich ebenfalls am Start.

Besonders schön finde ich die kleinen Details. Oben links über dem Stick steht 45UP, was an das 45. Jubiläum erinnert, das mit dem Controller gefeiert wird. Auf der rechten Seite hingegen steht High Score 3333360. Das ist nicht irgendein Wert, sondern der Perfect Score.

Eine schöne Hommage an Pac-Mans 45. Geburtstag ist das der »45UP«-Schriftzug oben links in der Ecke. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Eine schöne Hommage an Pac-Mans 45. Geburtstag ist das der »45UP«-Schriftzug oben links in der Ecke. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Der gesamte Controller sieht auf der Vorderseite wie eine Szene aus Pac-Man aus. Ich empfinde die Umsetzung als überaus gelungen.

Pac-Man leuchtet auf zwei Arten

Ein guter Controller braucht nicht zwingend Beleuchtung. Beim PowerA Wireless Controller Pac-Man SE steht sie aber so im Fokus, dass ich ihr im Test etwas mehr Raum einräumen möchte. Dabei bietet der Controller zwei Modi an: Den ersten, den Blacklightglow, seht ihr nur unter Schwarzlicht.

Den Schwarzlichtmodus konnte ich mir bloß online ansehen, weil ich kein Schwarzlicht habe. Dort wirkt er aber nicht sehr beeindruckend. Helle Stellen werden ein wenig hervogehoben, das Gelb wirkt grünlich. Generell frage ich mich aber auch, wer überhaupt unter seiner Schwarzlichtlampe spielt, wenn überhaupt vorhanden? Ich denke, nur die Wenigsten.

Selbst unter mehrmaligem Wenden (bei der Rückseite hätte ich mir das sparen können, weil nur das Labyrinth auf der Vorderseite aufgeladen werden kann) unter der Schildkrötenlampe hat sich der Glow-Effekt nicht sehr lange gehalten. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Selbst unter mehrmaligem Wenden (bei der Rückseite hätte ich mir das sparen können, weil nur das Labyrinth auf der Vorderseite aufgeladen werden kann) unter der Schildkrötenlampe hat sich der Glow-Effekt nicht sehr lange gehalten. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Beim zweiten, fluoreszierenden Modus musste ich unwillkürlich an diese Leuchtsterne denken, die man als Kind an die Zimmerdecke klebt: Der Controller lädt sich bei Sonnenlicht auf und leuchtete dann im Dunkeln.

Obwohl mir beide Beleuchtungsarten gefallen, sind sie mir zu dezent gehalten. Das Pac-Man-Motto ist aber auch ohne Licht gut zu erkennen:

Der Glow-Effekt des Controllers ist so schwach, dass ich selbst bei Dunkelheit kein aussagekräftiges Foto davon machen konnte. Hier aber gut zu sehen ist das Labyrinth, das rein theoretisch flouresziert. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Der Glow-Effekt des Controllers ist so schwach, dass ich selbst bei Dunkelheit kein aussagekräftiges Foto davon machen konnte. Hier aber gut zu sehen ist das Labyrinth, das rein theoretisch flouresziert. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Wie es sich mit dem Pac-Man-Controller spielt

Abseits der Optik ist wichtig, wie sich der Controller in der Praxis schlägt. Ich habe wie immer querbeet gespielt:

Pac-Man schießt sich durch Doom: The Dark Ages

Das von mir getestete Modell ist für die Xbox und den PC konzipiert. Die Abtastrate liegt bei 1.000 Hertz, wie es 2025 üblich ist. Vorgängergenerationen von Controllern für die Xbox waren gerade einmal zu maximal 250 Hertz fähig.

Dank Hall-Effekt-Sensoren und optimierter 2,4-GHz-Funkverbindung fällt im Test keine nennenswerte Latenz auf. Ich habe mit dem Gamepad unter anderem Doom: The Dark Ages gespielt, wo so etwas durchaus ins Gewicht fallen würde.

So geschmeidig wie mit dem doppelt so teuren Razer Wolverine V3 spielt es sich in Shootern aber nicht. Die Sticks haben zwar Glättungsringe, die sind aber nicht so gut verarbeitet und setzen auf einen weniger hochwertigen Kunststoff.

Video starten 15:28 Doom: The Dark Ages - So brachial sind bereits die ersten 15 Minuten der Kampagne

Die Steuerung verhält sich so ähnlich wie beim PowerA Fusion Pro mit Lumenctra. Das liegt nahe, da die Pac-Man-Edition überwiegend auf der PowerA-Pro-Serie basiert.

Wer mehr über letztere erfahren möchte, liest sich am besten meinen Test zum Gerät durch.

Beide Sticks des Pac-Man-Controllers sind recht leichtgängig, die Deadzones aber anpassbar. Deadzones sind ein kleiner Bereich in der Mitte eines Sticks, in dem die Stickbewegung keine Reaktion im Spiel auslöst. Das ist insbesondere beim Zielen in Shootern essenziell.

Das Steuerkreuz fühlte sich beim Test in Mortal Kombat X etwas schwammig an, aber es handelt sich nun mal auch um keinen Fighting-Game-Controller (Kaufberatung).

Was praktisch, aber auch hinderlich sein kann: Das Steuerkreuz ist sehr glatt. Das sorgt zwar dafür, dass die Daumenkuppe bequem von einer Richtung zur nächsten gleiten kann, bedeutet aber auch keinerlei Halt. In hektischen Situationen kann man dort also schnell abrutschen.

Für sämtliche Tasten wird ein vergleichsweise hoher Kraftaufwand benötigt. Etwas, was nicht bloß bei Fighting-Games, sondern auch in anderen Spielen mit Quick-Time-Events und ähnlichen Spielmechanismen zutragen kommt.

Aktionstasten etwas härter als beim Xbox Wireless Controller

Beim Spielen von Man of Medan, wo es zig Quick-Time-Events gibt, gefällt mir das eher feste Feedback der Aktionstasten, weil es mir die Sicherheit vermittelt, dass ich die Taste auch wirklich gedrückt habe. Insbesondere mein rechter Daumen ermüdete aber bei längeren Sessions.

Wer kompetitiv spielt, sollte daher lieber zu einem anderen Gamepad greifen. Weiter unten in diesem Beitrag findet ihr Alternativen.

Kein Quick-Twist

Etwas, was viele PowerA-Controller haben, die Edition mit Pac-Man jedoch nicht, sind Quick-Twist-Sticks. Damit lässt sich die Stickhöhe verstellen. Für mich persönlich ist das kein Muss, Kollege Linh wäre aber vermutlich enttäuscht, denn gerade diese Eigenschaft mochte er bei anderen PowerA-Gamepads.

Wissenswertes zum Test
So habe ich getestet

Ich hatte den PowerA Fusion Pro Wireless Controller Pac-Man SE insgesamt rund acht Wochen im Einsatz. Während der Zeit spielte ich mit ihm viele kleinere Indie-Titel, wie Bokura: Planet aber auch Spiele wie Doom: The Dark Ages, Mortal Kombat X und The Dark Pictures Anthology: Man of Medan.

Spezifikationen
  • Kompatibilität: Windows PC und Xbox
  • Betrieb: Kabellos via USB-Funk-Dongle oder mit Kabel
  • Akkulaufzeit: 30 Stunden
  • Sensoren: Impulstrigger und Sticks mit Hall-Effekt
  • Totzonen einstellbar? Ja, dreistufig
  • Tasten programmierbar? Ja, über Software (PowerA-Companion-App), Profile möglich
  • Vibration? Ja, Dual Rumble
  • Anti-Friction-Ringe? Ja
  • Gewicht: ~ 242 Gramm
  • Besonderheiten: Glow-Beleuchtung, Headset-Regler
  • Lieferumfang: Controller, USB-C-nach-USB-A-Kabel (3 m), USB-Dongle, Schnellanleitung
Preis und Verfügbarkeit
  • Release: Bereits erfolgt (Juni 2025)
  • Preis: umgerechnet rund 86 Euro (UVP für Deutschland)

Ohne Bluetooth und mit dickem Dongle

Stören könnte viele zudem, dass auf Bluetooth verzichtet wurde. Das heißt, ihr könnt nur via USB-A-Funk-Dongle und am Kabel spielen. Ein Steckplatz ist also immer belegt.

Der beigelegte Dongle ist im Gelb der Rückseite des Gamepads gehalten und recht groß. Die Kombination aus grellem Gelb und der Größe sorgt aber immerhin auch dafür, dass man ihn nicht so schnell verliert und leicht von anderen UBS-Empfängern unterscheiden kann.

Lieferumfang und Verpackung

Anders als beim teureren Fusion Pro bringt der Pac-Man-Controller keine Ladestation mit. Lediglich ein einfaches, recht steifes Drei-Meter-Kabel, eine Schnellanleitung und der Dongle liegen bei. Wer jedoch schon den Fusion Pro Wireless besitzt, kann dessen Ladestation auch für die Pac-Man-Edition benutzen.

Das Kabel ist drei Meter lang und nicht mit Stoff ummantelt. Der USB-Dongle ist knallig gelb und recht groß. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Das Kabel ist drei Meter lang und nicht mit Stoff ummantelt. Der USB-Dongle ist knallig gelb und recht groß. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Gamepad und Zubehör kommen in einem Verpackungskarton. Da heraus ziehen wir ein fragil knarzendes Kunststoffbett, das zwar auch gewisse Retro-Vibes verströmt (eben weil es so einfach ist), aber sicherlich nicht zur Aufbewahrung oder häufigere Ein- und Auspack-Aktionen gedacht ist.

Direkt beim ersten Herausziehen reißt der einfache Kunststoff an einer Ecke ein. Kein Problem, es ist ja bloß die Verpackung, aber im Hinblick auf Weihnachten durchaus etwas, was Schenkenden wichtig sein könnte und was auch mit dem Ersteindruck zusammenhängt.

Der Blick auf die Rückseite

Die Rückseite bietet Tasten, die für mein Empfinden ideal platziert sind. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Die Rückseite bietet Tasten, die für mein Empfinden ideal platziert sind. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Der PowerA Wireless Controller Pac-Man SE bringt Drei-Wege-Triggerlocks per Umschalter für links und rechts mit. Damit lassen sich die Wege zwar verkürzen, wer es in Spielen aber wirklich eilig mit dem Auslösen der Tasten hat, wird hiermit eher unzufrieden sein.

Selbst auf dem knappsten Auslöseweg müssen wir recht weit durchdrücken. Insbesondere für Doom hätte ich mir einen noch schnelleren Abzug gewünscht.

Außerdem klingen die Schultertasten etwas hohl und plastikhaft. Ein kleineres Defizit, das wir auch bei den Bedienelementen auf der Vorderseite hören.

Die Schultertasten klingen zwar ein wenig hohl, fassen sich dank geriffelter Oberfläche aber herrlich an. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Die Schultertasten klingen zwar ein wenig hohl, fassen sich dank geriffelter Oberfläche aber herrlich an. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Was mir auf der Rückseite hingegen ausgesprochen gut gefällt, ist die Riffelung. Auf den Haltehörnern ist sie mit einer leicht gummierten Haptik versehen, die jedoch auch bei längerem Gebrauch oder auch Nichtgebrauch, nicht zu kleben beginnt.

Manche andere Controller haben das Problem.

Besonders angenehm: Auch die Oberflächen der Schultertasten sind angeraut, aber ohne Gummierung. Die gesamte Vorderseite des Gamepads ist übrigens matt-glatt. Lediglich die Sticks haben eine stark geriffelte, gummierte Beschichtung, die aber ebenfalls nicht klebt.

Was mir aber am besten gefiel: Die Tasten auf der Rückseite sind für meine Hände optimal gelegen und ebenfalls angeraut. Wenn ich sie benutzen möchte, kann ich das ganz intuitiv machen und wenn nicht, stören sie mich auch nicht weiter.

Video starten 21:06 9 PC-Controller im Vergleich: Lohnen sich 200 Euro für ein Gamepad?!

Zu viele unbekannte Begriffe? Linh hat ein Glossar für euch geschrieben, das alle relevanten Bezeichnungen rund um Controller zusammenfasst.

Solltet ihr euch den PowerA Wireless Controller kaufen?

Der PowerA Wireless Controller Pac-Man SE lohnt sich für euch, wenn ihr ...

  • ... Pac-Man liebt und das 45. Jubiläum so feiern möchtet.
  • ... eine matte Oberfläche mit griffiger, nicht klebender Rückseite bevorzugt.
  • ... einen Controller wie früher möchtet, der aber moderne Spezifikationen mitbringt.

Alternativen zum PowerA Wireless Controller Pac-Man SE

Weitere Alternativen zum PowerA Wireless Controller im Pac-Man-Design findet ihr in unserer großen Kaufberatung zum Thema Gamepads:

Abschließendes Fazit

Nele Wobker
Nele Wobker

Der PowerA Wireless Controller im Pac-Man-Design richtet sich eher an hartgesottene Fans, als an Leute, die ein richtig gutes Gamepad suchen.

Mit aufgerundet 90 Euro Euro UVP befindet er sich im mittleren bis leicht gehobenen Preisbereich. Für fast halb so viel Geld bekommen wir bessere Controller mit einem größeren Lieferumfang, wie den 8BitDo Ultimate 2 (Test).

Dafür bietet das Pac-Man-Modell aber die beschriebe floureszierende Oberfläche mit dem speziellen Retro-Design.

Zu echter Nostalgie gehört hier aber eben auch eine etwas plastikhafter Klang, wie man ihn noch von günstigen Controllern von früher kennt und Bluetooth bekommen wir auch nicht geboten.

Wer ein Stück seiner Kindheit wiederbeleben und bei jeden Griff nach dem Gampad daran erinnert werden möchte, sollte sich davon aber nicht abschrecken lassen.

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