Seit nunmehr 38 Jahren machen die Außerirdischen »Yautja« Jagd auf ebenbürtige Gegner, gegen die sie sich im Kampf behaupten können. Regisseur Dan Trachtenberg inszeniert mit Predator: Badlands schon seinen dritten Film der Sci-Fi-Reihe. Die letzten beiden, Killer of Killers und Prey, heimsten bereits sehr gute Kritiken ein.
Mit Badlands kann Trachtenberg seine Erfolgsquote anscheinend weiterhin hoch halten, denn die ersten Meinungen versprechen gute Unterhaltung für Fans und eine Menge Action. Unser Entertainment-Experte Vali hat sich das neue Action-Abenteuer bereits angeschaut und findet die ersten 30 Minuten richtig gut, dann gibt es allerdings ein Problem.
Eine außergewöhnliche Freundschaft
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Predator: Badlands - Finaler Trailer wappnet uns für eine epische Sci-Fi-Monsterjagd im November
Darum geht’s: Der junge Predator Dek (Dimitrius Schuster-Kolomatangi) wird von seinem Clan verstoßen, weil sie kein Potenzial für einen furchtlosen Krieger in ihm sehen. Für die von Stärke und Überlegenheit getriebene Gesellschaft ist er daher nicht mehr von Nutzen.
Dek muss sich fortan alleine durchschlagen - jedenfalls so lange, bis er auf die Androidin Thia (Elle Fanning) trifft. Als eine dunkle Bedrohung den Planeten heimsucht, verbünden sich die Beiden und gehen gemeinsam auf die Jagd.
Predator: Badlands erscheint am 6. November 2025 in den deutschen Kinos.
Dan Trachtenberg macht seinem Ruf alle Ehre
Auf Rotten Tomatoes sind die Kritiker-Reviews aktuell zu 89 Prozent positiv. Einen Zuschauer-Score gibt es noch nicht, da der Film erst morgen offiziell veröffentlicht wird. In der Filmdatenbank IMDb gibt es aktuell ebenfalls noch keine Bewertung.
Hier ist einmal ein direkter Vergleich mit den Zahlen der anderen Predator-Filme von Dan Trachtenberg:
Predator: Killer of Killers
- Rotten Tomatoes: 95 Prozent; 88 Prozent
- IMDb: 7,5 von 10 Sternen
Prey
- Rotten Tomatoes: 94 Prozent: 74 Prozent
- IMDb: 7,1 von 10 Sternen
Was finden die Kritiker gut an Predator: Badlands? Gelobt wird unter anderem die Dynamik zwischen den Hauptfiguren Thia und Dek, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Auch der Mut, etwas Neues zu probieren, wird Dan Trachtenberg erneut hoch angerechnet. Der Regisseur verleiht dem Franchise immer mehr Tiefe.
Die Actionszenen sind weiterhin eine große Stärke der Predator-Reihe und werden durch einzelne lustige Momente gut ergänzt.
Welche Probleme gibt es? Etwas negativ hervorgehoben wird unter anderem die Verkomplizierung der Materie. Die skrupellosen Krieger haben zudem einiges an ihrer bedrohlichen Ausstrahlung einbüßen müssen und wirken teilweise nahezu albern. Andere bemängeln ebenfalls, dass die Geschichte sie nicht überzeugen kann und nicht gut umgesetzt ist.
Bevor wir zu unserem Kritik-Überblick kommen, gibt’s hier noch was für die Augen. Unser geschätzter Kollege BelIYves ist bei Badlands ganz hin- und hergerissen:
Link zum YouTube-Inhalt
Filmstarts (Wertung: 3,5/5 Sternen)
Der Predator kann auch Protagonist! Dan Trachtenberg beweist zum dritten Mal, dass er der richtige Mann für die Zukunft des Sci-Fi-Franchise ist. Gerade als klassisches Survival-Abenteuer mit charmanter Buddy-Dynamik funktioniert Predator: Badlands extrem gut. Das letzte Drittel lässt dann zwar merklich nach, nichtsdestotrotz steht fest: Trachtenbergs Alien Vs. Predator darf gerne kommen!
Moviepilot
Am Ende ist Predator: Badlands ein wirklich unterhaltsamer Sci-Fi-Buddy-Comedy-Abenteuer-Mix, der dank Bildgewalt, Action und Humor gut funktioniert. Sein vermenschlichter Predator geht in Einzelfällen einen Schritt zu weit, verlangt aber alleine für den Mut der Umsetzung Respekt. Dieser Drang zu neuen Ufern wird das Franchise hoffentlich retten.
Variety
Das klingt alles nach einem ziemlich typischen Predator-Film. Es klingt sogar wie eine Realverfilmung von Lewis Carrolls berühmtestem Gedicht: Hüte dich vor dem Jabberwock, mein Sohn! / Vor seinen beißenden Kiefern, seinen krallenbewehrten Klauen! / Hüte dich vor dem Jubjub-Vogel und meide / Den frumious Bandersnatch!
Seid gewarnt, dass diese Kurzbeschreibung das auslässt, was Badlands so interessant macht – und zum stärksten Film mit Predator
im Titel seit dem Original von 1987 (abgesehen von Trachtenbergs früherem Prey
).
Empire (Wertung: 4/5 Sternen)
Während seiner gesamten Laufzeit ist Badlands ein großer Popcorn-Spaß, eine geekige Mischung aus greller Science-Fiction, Komödie und wilden Action-Szenen, die sich selbst übertreffen. Um es so auszudrücken: Wenn ihr schon immer einmal eine Szene sehen wolltet, in der sich ein Predator bewaffnet, dann ist Weihnachten dieses Jahr früher da.
IndieWire (Wertung: B+)
Indem Trachtenberg sich mit der grundlegenden Schwäche der Serie auseinandersetzt, anstatt weiterhin so zu tun, als sei sie deren größte Stärke, hat er die Marke reichhaltiger denn je gemacht. [...] wie ein weiser Synthetiker einmal sagte: Wir können mehr sein, als sie von uns verlangen.
Wie selten – und wie erfrischend – ist es, dass ein großer Studiofilm erkennt, dass das Gleiche auch für ihn selbst gelten kann.
The Wrap
Das ist unglaublich spannende Filmkunst. Ein seltener, auffälliger Studio-Blockbuster, der sich nicht wie eine Liste kreativer Kompromisse liest, sondern in dem das Geld dafür verwendet wurde, eine Geschichte über faszinierende Charaktere zu erzählen und sie in unmögliche, wunderschöne und schrecklich gewalttätige Situationen zu bringen. Wie schon Prey
zuvor, ist Predator: Badlands Mainstream-Science-Fiction-Kino vom Feinsten und der Beweis – in einer Zeit, in der Beweise schwer zu finden sind –, dass große, teure Action-Spektakel nicht unbedingt schlecht sein müssen. Tatsächlich können sie immer noch verdammt gut sein.
The Hollywood Reporter
Badlands ist ein ausgesprochener B-Movie, der die Freiheiten, die sich bieten, wenn man auf prestigeträchtige Ambitionen verzichtet, gründlich nutzt und genießt. Der Film will einfach nur die beste Version einer zigsten Predator-Folge sein, die er sein kann. Wenn er dafür das Branding komplizieren – und ja, auch abschwächen – muss, dann sei es so.
IGN Movies (Wertung: 8/10)
Badlands verlagert die Perspektive auf einen Yautja-Hauptcharakter und hebt damit tatsächlich hervor, was an dieser Filmreihe in ihren besseren Momenten so großartig ist. Dek und Thia sind ein unerwartet unterhaltsames Duo, das der Reihe neue Energie und eine ganz andere Art der Jagd verleiht. Es reißt uns vielleicht nicht die Schädel und Wirbelsäulen heraus und schreit zum blutigen Sieg, aber es kommt dem schon ziemlich nahe.
Jetzt seid ihr gefragt: Werdet ihr euch Predator: Badlands im Kino anschauen? Wenn ja, was erhofft ihr euch von dem neuen Film von Dan Trachtenberg? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
Im obigen Kasten könnt ihr noch nachlesen, welche Videospiele den Regisseur für seine neue Geschichte inspiriert haben.
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