Test: Project Motor Racing ist wunderschön, hat eine umfangreiche Singleplayer-Karriere, bleibt aber ein Rennsim-Geisterfahrer

Während andere Rennsimulationen die Spieler hungern lassen, will Project Motor Racing wieder ein reichhaltiges Karriere-Buffet servieren. Geraten dabei aber ordentlich ins Schleudern.

Project Motor Racing gibt im Test besonders grafisch alles. Doch das Spiel ehemaliger Project-Cars-Entwickler bringt seine PS nur unzureichend auf die Straße. Project Motor Racing gibt im Test besonders grafisch alles. Doch das Spiel ehemaliger Project-Cars-Entwickler bringt seine PS nur unzureichend auf die Straße.

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Was muss eine gute Rennsimulation bieten? Authentische Fahrphysik? So was von! Breite Strecken- und Fahrzeugauswahl? Definitiv! Schicke Grafik und realistischen Sound? Unbedingt! Einen guten Einzelspielermodus? Nun, es kommt darauf an, wen ihr fragt. Ein Blick auf da Sim-Racing-Angebot zeigt, dass darauf nur wenige Leute Wert legen.

Wenn wir uns auf wahrhaftige Rennsimulationen (also Simcade-Titel wie Forza Motorsport und die F1-Reihe ausklammern), sieht es für Solospieler düster aus. Wer keine Lust auf Online-Rennen hat, kann zwar in aller Regel Offline-Rennwochenenden absolvieren, vielleicht sogar ganze Meisterschaften fahren, aber ein waschechter Karrieremodus fehlt meistens – eine Schande! 

Jens Bremicker
Jens Bremicker

Für den kleinen Jens war Autobahn Raser das Größte. Heute weiß er, dass diese Reihe schon damals reif für die Schrottpresse war und hat deutlich höhere Ansprüche an Rennspiele. Ein guter Karrieremodus und spannende Rennen gegen die KI sind für ihn genauso wichtig wie ein überzeugendes Fahrverhalten. Leider gilt in den meisten Fällen: Es gibt maximal eine dieser beiden Sachen. Und so hofft Jens bei jedem neuen Genrevertreter, dass er sich als der heilige Gral des Singleplayer-Racings entpuppt, auf den er schon so lange wartet.

Aber es gibt einen neuen Hoffnungsträger für alle Multiplayer-Verweigerer: Project Motor Racing. Nicht nur, dass es zig Rennklassen in einem Spiel vereint, es lässt euch auch eure ganz eigene Rennsportkarriere erleben – in schicker Optik, mit dynamischem Tag-/Nachtwechsel, Wettersimulation und via Laser gescannten Originalstrecken.

Klingt nach einem Traum für jeden Einzelgänger, äh, -raser, hat allerdings einige Startschwierigkeiten. Aber widmen wir uns doch erstmal den positiven Aspekten!

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Project Motor Racing
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Project Motor Racing bietet einen tollen Fuhrpark und sieht oft super aus, schwächelt aber beim Fahrverhalten und bei der KI.
Zur vollständigen Wertung
Passt zu euch, wenn ...
  • … ihr euch nicht nur auf eine Rennklasse konzentrieren möchtet.
  • … ihr ein Lenkrad euer Eigen nennt.
  • … ihr am liebsten gegen andere Spieler oder die Stoppuhr fahrt.
Passt nicht zu euch, wenn ...
  • … ihr gute KI für Einzelspielerrennen braucht.
  • … ihr eine Karriere mit umfangreichem Management-Teil wollt.
  • … euch richtige Rennsimulationen zu anspruchsvoll sind.

Video starten 2:46 Wir flitzen in Project Motor Racing mit dem Porsche 964 über den Nürburgring

Vom Hobbyfahrer zur Rennlegende

Der Name lässt es bereits vermuten: Project Motor Racing ist eine Art geistiger Nachfolger von Project Cars 2 (über den arcadigen dritten Teil der Reihe hüllen wir den Mantel des Schweigens). Nicht nur, dass die Ausrichtung beider Spiele sehr ähnlich ist, das zuständige Studio Straight4 wurde auch von Ian Bell gegründet, der 2009 das Project-Cars-Studio Slightly Mad Studios aus dem Boden stampfte.

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