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Seite 3: Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad im Test - Kein Ponyhof

Befehle und Panzer

Wenn wir als Soldatenklasse den Kommandanten oder den Truppführer gewählt haben, dann dürfen wir unseren in Gruppen organisierten Mitstreitern Befehle erteilen. Per Tastendruck und Mausklick weisen wir sie etwa an, bis zu einem bestimmten Punkt vorzurücken oder Feinde zu attackieren. Über ein Ringmenü wählen wir einzelne Order aus.

In Red Orchestra 2 sind wir oft in der Gruppe unterwegs. In Red Orchestra 2 sind wir oft in der Gruppe unterwegs.

Das ist auch im Einzelspieler-Modus eine gute Idee, da so die Solo-Einsätze mehr taktischen Tiefgang entwickeln. Bots befolgen unsere Befehle ohne Widersprüche, bei menschlichen Mitspielern sieht das schon anders aus. Hier können Anweisungen auch verweigert werden. Dennoch erleichtern die Taktik-Funktionen das Teamspiel in Zufallspartien – zumindest, wenn die Kameraden einigermaßen diszipliniert sind. Offiziere dürfen außerdem mit dem Fernglas Artillerieschläge anfordern, die zwar wenig effektvoll, dafür umso vernichtender einschlagen.

Auf manchen Karten steuern wir Panzer, die mit einem MG bestückt sind und Sprengmunition verschießen. Es darf aber nicht einfach jeder die Stahlkolosse manövrieren, stattdessen müssen wir uns bereits bei der Klassenwahl entscheiden, ob wir uns einer Panzerbesatzung anschließen. Der Panzerinnenraum ist besonders detailliert aufgemacht: Wir sehen sogar einzelne Soldaten, die Kampfstationen besetzen. Die meisten Karten werden zwar als reine Infanterie–Gefechte bestritten, eine nette Abwechslung ist es aber auf jeden Fall, hin und wieder eine gemischte Map (Infanterie und Panzer) oder eine reine Panzerkarte zu spielen. Wobei es zum Teil recht schwierig ist, für Letzteres genügend Mitspieler zu finden. Auf gemischten Karten sind die Kettenkolosse übrigens nicht übermächtig, mit konzentriertem Teamwork lassen sie sich schnell knacken.

Panzer Panzer dürfen wir nicht auf jeder Karte steuern. Die meisten Maps konzentrieren sich auf reine Infanteriegefechte.

Besatzung Die detailliert dargestellte Besatzung der Stahlkolosse ist besonders gut gelungen. Während die Waffen von der Mannschaft betätigt werden, können wir ihnen zum Beispiel beim Nachladen zusehen. Sehr atmosphärisch!

Außenperspektive Um besser manövrieren zu können, klettern wir aus dem Innenraum.

MG Mit dem MG mähen wir unvorsichtige Infanteristen nieder.

Sprengmunition Mit Sprengmunition zerlegen wir feindliche Panzer.

Kampagnen-Beiwerk

Im Gegensatz zum ersten Red Orchestra von 2006 wartet Red Orchestra 2 auch mit zwei Singleplayer-Kampagnen auf, eine auf Russen- und eine auf Wehrmachtsseite. Wobei – richtige Singleplayer-Kampagnen mit einer herausgearbeiteten Heldenfigur sind’s dann doch nicht. Vielmehr handelt es sich bei den Einsätzen um Territory-Multiplayer-Karten, die man mit und gegen Bots bestreitet. Die KI der künstlichen Soldaten bewegt sich allerdings eher im Oh-du-meine-Güte-Bereich.

Red Orchestra 2 - Die erste Solomission 11:41 Red Orchestra 2 - Die erste Solomission

Zwar treffen die vom Rechner gesteuerten Kämpfer ziemlich gut und erobern auch die taktischen Punkte, aber das grundsätzliche Verhalten ist dann eher mit einem Hühnerhaufen zu vergleichen. KI-Kameraden stellen sich in unserer Schussbahn, laufen ziellos über die Karten, klettern motivationsbefreit in Schützengräben und wieder hinaus. Immerhin kann man sich in den Singleplayer-Einsätzen ein Bild von den Maps machen. Und im Tutorial lernt man die Besonderheiten der einzelnen Waffen. Richtige Schlachtfeld-Stimmung mag aber nicht aufkommen. Auch die kleinen Filmchen, die die einzelnen Missionen einleiten, ändern daran nichts.

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