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Seite 2: Rettungsdienst-Simulator 2014 im Test - Simulator mit Kunstfehlern

Starres Behandlungsschema

Und da sind wir schon bei einem großen Haken der Rettungsdienst-Simulation: Einmal Blutdruck beim Bewusstlosen gemessen, und schon wird ein wertvoller Stern abgezogen. Einmal eine Halskrause beim Pferdesturz (Pardon, Sturz vom Pferd) angelegt, weg ist der Stern. Prophylaktisch Sauerstoff gegeben - Stern futsch. Wegen »unnötiger Behandlung«.

Klar kosten alle Maßnahmen Zeit und Geld, aber der Simulator straft Basisschritte, die jeder Sani im Schlaf ausführt, über Gebühr ab - Kunstfehler. Irgendwann ist der Patient dann aber stabilisiert und wird in die Klinik verfrachtet. Mission erfüllt, es gibt je nach Geschwindigkeit und Geschick Sterne und Geld. Auf zum nächsten Einsatz!

Notrufe kommen zwar immer nur nacheinander, dafür mit immer mehr Verletzten und immer dramatischeren Szenarios: Herzinfarkt, Drogenmissbrauch, Ballonabsturz, Wohnhausbrand, Massenkarambolage, Schießerei - nur das Behandlungsschema ist starr und langweilt auf Dauer.

Defi gegen Herzinfarkt: Bitte in der Realität mit Bedacht einsetzen … Defi gegen Herzinfarkt: Bitte in der Realität mit Bedacht einsetzen …

Denn irgendwann kennt man alle Patientenaussagen und die Maßnahmen mutieren zum automatisierten Klickmarathon. Da jammert jemand über Schmerz im Bein? Na klar, gebrochen, Schmerzmittel rein, Verband drüber und ab ins Spital. Wenn das in Echt auch nur halb so einfach wäre…

Kunstfehler
Der Rettungsdienst-Simulator hat teils mit der Sani-Realität zu tun. Hier die fünf unsinnigsten Simulator-Regeln:
1. Nur der Defibrillator-Schock heilt einen Herzinfarkt!
2. Rumsitzende Schwerverletzte lassen sich nicht liegend befördern!
3. Nach einem Sturz vom Pferd lässt sich keine Halskrause anlegen!
4. Medikamente darf man nur direkt spritzen, Infusionen sind böse!
5. Überlebende eines Zugunglücks wollen nicht körperlich untersucht werden!

Kunstfehler bei den Details

Wer ständig mit Blaulicht fährt, wird nicht bestraft. Wer ständig mit Blaulicht fährt, wird nicht bestraft.

Gut, der Rettungsdienst-Simulator 2014 ist kein kompletter Fall für den Katastrophenschutz und auch keine Klamauk-Simulation à la Polizei. Denn die Behandlungsmethoden lehnen sich ans wahre Leben an, sodass man zumindest einen oberflächlichen Einblick in den Sani-Job bekommt.

Auch die prinzipiellen Einsatzabläufe würden schon stimmen - wenn eben die Details nicht wären. Warum sitzt in jedem RTW ein Notarzt? Wieso darf ich ungestraft grundlos mit Blaulicht rumfahren, bekomme aber bei simpler Kontrolle von Vitalwerten Sternabzug? Warum werfen Personen und Autos kaum Schatten, wohl aber die Häuser?

Ich erwarte von einem Budgettitel ja keine Crysis-Opulenz, Musikuntermalung und Geräuschkulisse sind stimmig, die Pseudo-3D-Grafik ist einfach, aber nicht hässlich. Aber mit etwas durchdachterer Spielmechanik und liebevollerer Visualisierung hätte ich es vielleicht sogar meinen Kollegen empfehlen können.

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