Rettungsplan für gescheitertes Rune 2: Fast alles wird überarbeitet

Rune 2 wurde direkt zum Release von seinem eigenen Entwickler fallen gelassen. Doch der Publisher blieb am Projekt dran - und stellt nun eine Roadmap für 2020 vor.

von Dimitry Halley,
10.02.2020 10:51 Uhr

Rune 2 befindet sich aktuell in einem problematischen Zustand - doch der Publisher gibt das Spiel nicht auf. Rune 2 befindet sich aktuell in einem problematischen Zustand - doch der Publisher gibt das Spiel nicht auf.

Die Geschichte rund um Rune 2 liest sich ein bisschen wie ein Rosenkrieg. Die Entwickler ließen das Rollenspiel angeblich direkt nach Release fallen, weil sie einen Publisher-Wechsel vollzogen. Das Endprodukt wies aber zahlreiche Mängel auf, die Resonanz unter den Spielern fiel entsprechend negativ aus.

Der verbleibende Hersteller Ragnarok stand nun mit einem von der Presse heftig kritisierten Rune 2 da, der Source Code war verschwunden und die Entwickler auch. Es kam zur Klage. Von einer Festplatte konnte der Code jedoch letztlich geborgen werden - und nun gibt's einen Rettungsplan für 2020.

Im Rahmen der 2020-Patches soll sich so ziemlich jeder Aspekt des Spiels ändern, eventuell sogar grundlegend. Hier die wichtigsten Stichpunkte:

  • Das Kampfsystem soll grundlegend überarbeitet werden. Das Ausdauermanagement wird sich ändern, außerdem experimentieren die neuen Entwickler, das Blocken und Schlag-Gespamme stärker zu reglementieren, um die Kämpfe dynamischer zu machen.
  • Die Kernmechanik des Spiels wird geändert: In Rune 2 läuft regelmäßig ein Timer, der euch nach anderthalb Stunden in den Endkampf schickt. Scheitert ihr, dürft ihr weiter in der Open World aktiv werden. Hier wollen die Entwickler an diversen Schrauben drehen und überlegen sogar, den Timer komplett zu entfernen.
  • Jedes Zeitalter von Rune 2 soll in Zukunft stärker herausgearbeitet und einzigartiger ausfallen. Ragnarok deutet sogar gänzlich neue Ären an.
  • Das komplette User Interface wird überarbeitet. Inventarmanagement, Loot-Markierungen, Icons, Aufbau.
  • Jede Menge Bugfixes und Quality-of-Life-Verbesserungen sollen den grundlegenden Spielfluss verbessern.

Darüber hinaus planen die Entwickler viele weitere Verbesserungen, beispielsweise experimentiere man eifrig am PvP-Multiplayer herum. Der Steam-Release von Rune 2 steht noch aus: Eventuell gelingt dem Spiel dort in verbesserter Form ein zweiter Frühling. Irgendwann 2020 soll es soweit sein.


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