Silent Hill kehrt auf die große Leinwand zurück. Vor 20 Jahren adaptierte Regisseur Christophe Gans bereits das erste Videospiel der Horror-Reihe und widmet sich jetzt der Handlung von Silent Hill 2.
In der Community zeigte man sich vorab skeptisch und es häufte sich eine Reihe von Kritikpunkten an. Unter dem Trailer bemängelte man zum Beispiel das Kostüm von James oder die Aufmachung ikonischer Videospiel-Momente wie dem legendären Brief von Mary an ihren Ehemann.
Die Befürchtungen scheinen sich jetzt zu bestätigen, denn die ersten Reviews zu Return to Silent Hill sehen alles andere als gut aus: kein Grusel-Faktor, langweilige Charaktere und schlechte Performances. Schauen wir uns die Meinungen mal im Detail an!
Worum geht’s in Return to Silent Hill?
Wie eben schon angesprochen, basiert die Adaption auf dem Videospiel Silent Hill 2 des Entwicklerstudios Konami, das 2001 erschienen ist. Return to Silent Hill landet am 5. Februar 2026 in den deutschen Kinos.
Die Story: Ein mysteriöser Brief seiner verstorbenen Frau Mary (Hannah Emily Anderson) führt James Sunderland (Jeremy Irvine) zurück nach Silent Hill. Auf der Suche nach ihr begegnet er albtraumhaften Realitäten und gruseligen Kreaturen, die seine eigenen Schuldgefühle widerspiegeln.
Damit alles endlich einen Sinn ergibt, muss sich James mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Anders kann er Silent Hill nicht entkommen …
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Return to Silent Hill: Der neue Trailer zum legendären zweiten Serienteil stimmt Fans weiterhin misstrauisch
Kein Grusel und langweilige Figuren
Auf Rotten Tomatoes kommt der Horror-Thriller aktuell nur auf eine Bewertung von mageren 6 Prozent. Die Reviews der Zuschauer stehen noch aus und werden erst zum Release langsam eintrudeln. In der Filmdatenbank IMDb steht Return to Silent Hill derzeit bei 5,9 von 10 Sternen. Der Metascore auf Metacritic liegt bei 30.
Vergleich zu anderen Silent-Hill-Verfilmungen:
- Silent Hill (2006) - Rotten Tomatoes: 33 und 62 Prozent; IMDb: 6,5 Sterne; Metacritic: 31
- Silent Hill: Revelation 3D (2012) - Rotten Tomatoes: 8 und 35 Prozent; IMDb: 4,9 Sterne; Metacritic: 16
Was finden die Kritiker gut an Return to Silent Hill? Das Sounddesign, die gruselige Inszenierung und die Atmosphäre werden gelobt.
Was empfinden sie als schlecht? Die schauspielerischen Leistungen lassen zu wünschen übrig, was laut den Kritikern aber daran liegen könnte, dass die Figuren nicht gut geschrieben sind. Obwohl einige die Atmosphäre loben, ist für viele andere der Grusel-Faktor für einen Horrorfilm einfach viel zu gering. Außerdem wird die Vorlage unzureichend ausgearbeitet und auch nicht um sinnvolle Aspekte ergänzt.
Filmstarts (Wertung: 3/5)
Trotz einiger Abweichungen ist Return To Silent Hill unterm Strich eine erstaunlich werkgetreue Adaption des Videospiel-Meilensteins Silent Hill 2 geworden, die dessen Klasse und Tiefe aber trotzdem niemals erreicht.
Die Atmosphäre und der surreale Mindfuck-Ansatz der Story stimmen. Die schleppend erzählte und kaum greifbare Liebesgeschichte, die eigentlich alles zusammenhalten soll, entpuppt sich allerdings als ziemliche Nullnummer.
Awards Radar
Return to Silent Hill ist umso schlechter, je stärker das Ausgangsmaterial ist. Der Film ist so schlecht gemacht, dass es schwieriger wird zu erkennen, was an dem Spiel so großartig war, und gleichzeitig deutlich wird, wie überlegen es ist. Spieler werden enttäuscht sein. Horrorfans werden verwirrt sein. Dies ist von Anfang bis Ende einfach nur eine filmische Implosion.
Guardian (Wertung: 2/5)
Es gibt hier sicherlich einige filmische Bilder, wie eine Horde ekelhafter Kreaturen, die wie eine Kreuzung aus rasierten Ratten und Xenomorphen aus Alien aussehen, oder auch weniger fantastische Dinge, wie die Tatsache, dass James' Therapeutin (Nicola Alexis) in der ersten Hälfte des Films fast ausschließlich in zerbrochenen Spiegelstücken zu sehen ist.
Aber die Rückblenden schaffen es nicht, eine reale Grundlage zu schaffen, was das Ganze wie eine gespenstische Halluzination wirken lässt und die Wirkung der gruseligen Elemente mindert.
Collider (Wertung: 3/10)
Es macht absolut Sinn, dass vierzehn Jahre nach Silent Hill: Revelation der beste Weg, diese Filmreihe wieder relevant zu machen, darin besteht, die beste Geschichte des Spiels neu zu erzählen – und zwar mit dem Regisseur des Originalfilms. Aber mit schlechter Regie, furchtbarer Schauspielkunst und einer Welt, die keinerlei Gewicht hat (vor allem, da sie größtenteils offensichtlich am Computer entstanden ist), ist dies nicht der richtige Weg, um Silent Hill 2 auf die Leinwand zu bringen.
Diese kraftvolle Survival-Horror-Geschichte wurde zu einer hässlichen, lächerlichen Adaption, die beweist, dass wir vielleicht niemals nach Silent Hill hätten zurückkehren sollen.
Slant Magazine (Wertung: 0,5/4)
Der beste Zeitpunkt für eine Realverfilmung von Silent Hill 2 wäre unmittelbar nach Gans' immer noch respektablem ersten Film gewesen. Der zweitbeste Zeitpunkt wäre nach dem weniger gelungenen Nachfolger gewesen, der zumindest mit einer Note endete, die den Eindruck erweckte, als würde er eine Anspielung auf die Haupthandlung des Spiels darstellen, mit Sean Bean und Radha Mitchell im Mittelpunkt.
Return to Silent Hill geht jedoch davon aus, dass die richtige Antwort niemals
lautet, zumindest nicht von Filmemachern, die sich eine der großartigsten Horrorgeschichten aller Zeiten angesehen und die schlechtesten Entscheidungen getroffen haben, wie man sie in einem Film umsetzen könnte.
IGN Movies (Wertung: 5/10)
Return to Silent Hill ist nicht völlig ohne Qualitäten. Der Film ist sicherlich eine bessere Fortsetzung von Cristophe Gans' Originalfilm aus dem Jahr 2006 als Silent Hill: Revelation aus dem Jahr 2012. Er erzielt einige Erfolge, indem er sich auf die gruseligen Bilder und das Sounddesign der Spiele stützt.
Letztendlich ist es jedoch eine Adaption, die es nicht schafft, das Ausgangsmaterial zu verbessern oder etwas besonders Neues und Interessantes zu bieten. Wer sich nach einem wirklich großartigen psychologischen Horrorerlebnis sehnt, sollte lieber eine Version von Silent Hill 2 starten.
Werdet ihr euch Return to Silent Hill anschauen? Oder wartet ihr hinsichtlich der Kritiken lieber, bis der Film im Streaming erscheint? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
Unsere spoilerfreie Kritik bekommt ihr dann spätestens zum Kinostart am 5. Februar 2026 von unserer Horror-Expertin Natalie.
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