In my restless dream I see that town ... Silent Hill ...
Kaum eine andere Spielereihe hat mein Horror-Herz so geprägt wie Silent Hill. Von dichten Nebelschwaden über rostige Otherworld-Gitterroste bis hin zu den tiefsten psychologischen Abgründen – diese Stadt zieht mich immer wieder wie ein düsterer Liebeszauber an. Grund genug, meine gesammelten Traumata einmal therapeutisch aufzuarbeiten und die Spiele in meiner ultimativen Tier List zu ranken!
Bevor wir gleich gemeinsam das Taschenradio einschalten und in den Nebel hinabsteigen, noch ein kleines Detail zur Auswahl. Ich habe mich für dieses Ranking ganz bewusst auf die Hauptreihe und die für mich relevantesten Titel konzentriert. Fragwürdige Ausreißer wie das Dungeon-Crawler-Experiment Book of Memories, das interaktive Ascension, den Arcade-Shooter oder gar die Pachinko-Automaten habe ich nicht eingeschlossen.
Also schnappt euch euer Stahlrohr (oder den Toaster eures Vertrauens) – wir starten ganz unten und arbeiten uns gemeinsam bis in den absoluten Spiele-Olymp hoch!
Alle Hauptspiele im Ranking
D-Tier
Silent Hill: Downpour
Entwickler: Vatra Games | Publisher: Konami | Release: März 2012
Ich wollte Downpour wirklich lieben. Doch der für lange Zeit letzte große Ableger der Reihe bemüht sich gefühlt mit jedem Pixel und jeder Codezeile, mich gegen sich aufzubringen. Das räudige Kampfsystem fühlt sich an, als würde ich versuchen, feinstes Sashimi mit einem Backstein zu schneiden. Die Otherworld-Abschnitte verkommen zu uninspirierten, visuell unübersichtlichen und schlichtweg frustrierenden Weglauf-Passagen. Und die vorhersehbare Story plätschert nur so vor sich hin – wie der blasse Geist einer Geschichte, die in früheren Serienteilen schon sehr viel besser erzählt wurde.
Am meisten enttäuscht haben mich aber die optionalen Nebenquests in der Semi-Open-World. Anfangs erzählen sie kleine, persönliche Schicksale und bieten spannende Einblicke in die Lore der Stadt. Ich habe diese Schnipsel förmlich aufgesaugt wie die frische Gewitterluft nach einer langen Hitzewelle! Doch leider verläuft sich jede noch so tolle Idee irgendwann im Nichts. Selten gibt es ein zufriedenstellendes Ende mit einer belohnenden Cutscene, echten Lore-Enthüllungen oder einem spannenden Dialog. Stattdessen kriege ich am Ende einfach ein bisschen Munition und ein paar Heil-Items in die Hand gedrückt. Juhu.
Dabei hat Silent Hill: Downpour in Ansätzen durchaus großartige Ideen, die ich wahnsinnig gerne in zukünftigen Spielen wiedersehen würde – Stichwort: das Filmtheater! Aber unter dem Strich bleibt es für mich leider das einzige Spiel der Kernreihe, mit dem ich wirklich so gar keinen Spaß hatte.
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