20 Jahre nach dem ersten Silent-Hill-Film kehrt Autor und Regisseur Christophe Gans zurück ins nebelige Horror-Städtchen. Seit dem 5. Februar 2026 läuft Return to Silent Hill im Kino. Im exklusiven Interview mit GameStar-Redakteurin Natalie Schermann verrät der Filmemacher, dass Publisher Konami vor allem eine spezielle Änderung an seinem Drehbuch verlangte. Das Ende ist weit weniger düster und tragisch als im Spiel.
Spoiler-Warnung: Der folgende Artikel enthält Spoiler zum Kinofilm Return to Silent Hill und zum Ende des 2001 von Konami veröffentlichten Horrorspiels Silent Hill 2.
Zurück an den Anfang
Je nachdem, wie ihr euch als Spieler in Silent Hill 2 entscheidet, kann es zu unterschiedlichen Enden kommen - von denen keines wirklich glücklich ist.
Für die Filmadaption entschied sich Gans für das Ende namens »In Water«. James Sunderland (Jeremy Irvine) erkennt die tragische Wahrheit, dass er seine unheilbar kranke Frau Mary (Hannah Emily Anderson) vor drei Jahren getötet hat.
Mit der Leiche seiner Frau im Auto fährt er in einen See, um sich das Leben zu nehmen und seiner tiefen Schuld, die letztlich der Auslöser für den Horror ist, den er in Silent Hill erlebt, zu entkommen.
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»Der einzige Kompromiss, den ich gemacht habe, war einer, um den ich von Konami gebeten wurde. [...] Sie fragten mich nach einem Epilog«, verrät Gans und berichtet weiter, »[..] sie wollten etwas weniger Tragisches. Ich war zuerst schockiert.«
Der Film endet nicht mit James’ Tod im See, sondern hat einen Epilog und springt zurück zu dem Moment, in dem er Mary das erste Mal trifft und sich entscheidet, mit ihr Silent Hill zu verlassen. Er bekommt sozusagen eine zweite Chance mit einem Happy End.
Gans erklärt: »Für mich war diese Änderung fast wie Blasphemie. Aber dann habe ich etwas darüber nachgedacht und es aus der Perspektive eines Spielers betrachtet, der gerade das Spiel beendet hat und es jetzt wiederholen will. Doch dieses Mal erinnert er sich.«
Außerdem hat es für ihn dennoch etwas Tragisches, dass Mary wieder da ist, James sich aber an alles erinnert, da er jetzt akzeptieren muss, dass er etwas wirklich Schlimmes und Böses getan hat. Warum Konami diese Änderung wollte, verriet Gans jedoch nicht.
In unserer oberhalb verlinkten Kritik könnt ihr lesen, dass sich Gans noch für weitere kreative Freiheiten bei der Adaption entschieden hat, die dem Film aber nicht guttun und der Vorlage auch nicht gerecht werden. Return to Silent Hill funktioniert weder als Videospielverfilmung noch als Horrorfilm. Bei den internationalen Kritikern fällt der Film ebenfalls durch, mehr dazu oben in der Box.
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