Im Jahr 2014 sollte mit RoboCop der beliebte Actionfilm von 1987 einen Neustart bekommen. Das Remake war mit dem laut IMDb weltweiten Einspielergebnis von über 240 Millionen US-Dollar und einem Budget von geschätzt 100 Millionen US-Dollar finanziell aber eine Enttäuschung. Mit einer Wertung von je 49 Prozent auf Rotten Tomatoes der Film weder bei Fans noch Kritikern gut an.
Was dem Remake fehlte
Im Interview mit ComicBook spricht Hauptdarsteller Joel Kinnaman über die Gründe des Scheiterns. Er mochte zwar die Vision von Regisseur José Padilha, doch diese ging seiner Meinung nach an den Vorstellungen der Fans vorbei.
»Ich liebe das Konzept von José Padilha. Das Einzige, was dem Film meiner Meinung nach gefehlt hat - ich bin gerne selbstkritisch - ist, dass wir ihn gemacht und nicht ganz berücksichtigt haben, was RoboCop für die Fans bedeutet. Die Tonalität, diese Art von Paul-Verhoeven-Satire, die so tief in der RoboCop-Reihe und ihrem Wesen verwurzelt ist.«
Gemeint ist damit Verhoevens Kritik an Kapitalismus und den Grenzen des Rechtssystems, die im Original als satirischer Unterton zu sehen sind. Dazu zählt etwa die Privatisierung der Polizei, RoboCop gehört durch den Cyborg-Körper quasi einem Unternehmen.
Auch die im Original gezeigten Werbespots sollen einen kritischen Blick auf die Zukunft des amerikanischen Kapitalismus werfen. Das Thema »Mensch und Maschine« oder die Probleme von Konzern-Macht schneidet das Remake jedoch nur an.
Kinnaman glaubt, dem Film wäre es besser ergangen, wenn sie »im Vorfeld mehr auf die Fans gehört hätten«. Möglicherweise wäre es sogar ein besserer Film gewesen, wenn er nicht RoboCop genannt worden wäre, so der Schauspieler.
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RoboCop - Zweiter Kino-Trailer zum Sci-Fi-Remake
Problem mit der Altersfreigabe
Während RoboCop 1 und 2 eine Freigabe ab 18 Jahren bekamen und RoboCop 3 immerhin mit FSK 16 in den Kinos erschien, war das Remake sogar schon ab 12 Jahren freigegeben. Düstere Bilder und die direkte und harte Darstellung von Gewalt haben Fans auch vom Remake erwartet - ein Trugschluss, dem Kinnaman selbst erlag.
Im Podcast The Playlist erklärte im Jahr 2021, dass er in sein erstes Presse-Interview zu RoboCop, mit der Annahme ging, das Remake würde ab 18 sein. Seine Worte im Interview waren: »Nur ein Idiot wurde RoboCop ab 12 machen.«
Man könnt fast sagen, Kinnaman sollte mit einer seiner ersten Aussagen zum Film sogar Recht behalten. Das Remake ging weit an dem vorbei, was Fans sich erhofften. Habt ihr 2014 oder später RoboCop gesehen? Habt ihr den Film auch so schlecht in Erinnerung oder könnt ihr auch Positives berichten? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.
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