50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Vor Jahrzehnten kam beinah ein Pen&Paper zu Magic: The Gathering raus, jetzt wechselt die Grundlage dieses Spiels den Besitzer

Das Universum von Magic: The Gathering sollte in den 90ern zu einem Rollenspiel werden, was durch den Kauf von D&D aber wohl verhindert wurde.

Ihr mögt die Welt von Magic so sehr, dass ihr dort am liebsten einen eigenen Charakter spielt? Ein Tabletop-RPG hätte das schon in den 90ern möglich machen können. Ihr mögt die Welt von Magic so sehr, dass ihr dort am liebsten einen eigenen Charakter spielt? Ein Tabletop-RPG hätte das schon in den 90ern möglich machen können.

Heute gehen Magic: The Gathering und Dungeons & Dragons Hand in Hand. Beides gehört zum Verlag Wizards of the Coast. Doch in den 90ern fochten die beiden Fantasy-Universen noch einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft über die damaligen Nerd-Herzen.

Vor allem Magic war dabei erfolgreich und brachte das strauchelnde D&D immer weiter in Bedrängnis. Beinahe hätte es sogar einen waschechten Rollenspiel-Konkurrenten im Universum von Magic gegeben, doch das Pen&Paper ist dann nie erschienen – weil Wizards stattdessen DnD einfach aufgekauft hat.

Aber es wurde davor an einem Rollenspiel gearbeitet. Das beweisen Design-Dokumente, von denen es nur wenige auf der Welt gibt. Eine Kopie davon befindet sich im Besitz des ehemaligen Wizards-of-the-Coast-Designers Jonathan Tweet. Jetzt hat er die Dokumente in einer stillen Auktion auf Bluesky allerdings versteigert und Geld für einen guten Zweck gesammelt.

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Das war für das Rollenspiel geplant

Tweet besitzt die Dokumente, da er 1996 bei Wizards als Playtester angestellt war und in dieser Funktion auch das geplante Rollenspiel rund um Magic: The Gathering austesten sollte. Auf Bluesky hat der Designer mehrere Bilder des dicken Ordners mit 150 Seiten gepostet.

Daher konnten wir auch ein paar Eindrücke davon gewinnen, was für ein Spiel sich Wizards of the Coast hier ausgedacht hat, das auf den Namen Manastorm hören sollte. Beispielsweise sollten die Eigenschaften der Helden direkt von den prägenden Farben der Magic-Karten inspiriert sein:

  • Schwarz stand für Ausdauer und war Voraussetzung für Talente wie Alchemie, Meuchelmord, Athletik oder Gift.
  • Blau stand für Geschwindigkeit und war Voraussetzung für Talente wie Ausweichen, Taschendiebstahl, Verkleiden oder auch Fliegen.
  • Farblos stand für magisches Talent und war Voraussetzung für Talente wie Mana aufspüren, Planeswalking oder allgemeine Zauberei.
  • Grün stand für Verständnis und war Voraussetzung für Talente wie Bogenschießen, Tarnung, Jagen oder Lauschen.
  • Rot stand für Stärke, aber welche Talente hierzu zählten, ist nicht zu erkennen.
  • Weiß stand für Entschlossenheit, aber auch hier kennen wir keine Talente.

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Zusätzlich verfügte jeder Charakter über ein eigenes Kartendeck mit verschiedenen Fähigkeiten. Wizards hat hier also versucht, klassisches Pen&Paper mit Kartenmechaniken wie bei Magic zu kombinieren. Liegt auf der Hand.

Ein neuer Besitzer wurde gefunden

Jonathan Tweet versteigert gleich mehrere alte Funde derzeit auf Bluesky und sammelt Geld für die Non-Profit-Organisation Planned Parenthood. Für das Manastorm-Rollenspiel wurde auch bereits ein Käufter gefunden, der am meisten geboten hat. Für lediglich 5.000 US-Dollar wechselt dieses doch recht spannende, historische Dokument den Besitzer.

Fast genau so spannend ist ein weiteres Designdokument, das Tweet derzeit versteigert. Dabei handelt es sich um ein Projekt namens Cyberbunny, was wohl mal eine Art Online-Rollenspiel im Magic-Universum werden sollte.

Auch wenn es bis heute kein reines Magic-RPG gibt, ist es doch inzwischen möglich, in dem Universum des Kartenspiels auch Rollenspiel zu betreiben. Da 1997 der DnD-Verlag TSR von Wizards of the Coast übernommen wurde, ist D&D zum RPG-Zugpferd geworden. Für DnD sind daher inzwischen auch gleich mehrere Quellenbände erschienen, die verschiedene Welten aus Magic: The Gathering aufgreifen.

Beispielsweise gibt es Regelbücher zu Strixhaven, Ravnica oder Theros.

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