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Seit Jahren will ich euch eine der besten Sci-Fi-Serien meines Lebens empfehlen – jetzt kann ich es endlich

Orphan Black landet seit Jahren in Franzis Ranking der Top-Serien ganz oben. Selten hatte sie mit einer Sci-Fi-Serie so viel Spaß.

Orphan Black hat sich tief in Franzis Gehirn eingebrannt. Bildquelle: BBC Studios Orphan Black hat sich tief in Franzis Gehirn eingebrannt. Bildquelle: BBC Studios

Es gibt eine Sci-Fi-Serie, über die definitiv zu wenig gesprochen wird: Orphan Black. Sie hat mich auch nach dem Anschauen einfach nicht mehr losgelassen und seit ich bei GameStar arbeite, nerve ich meinen Kollegen Vali damit, dass ich sie endlich wieder im Streaming brauche – vor allem, damit ich euch dazu animieren kann, ihr eine Chance zu geben. 

Im Ernst: Ich brauche endlich Menschen, mit denen ich darüber reden kann! Marvel-Star Tatiana Maslany liefert hier einfach eine der besten Performances ihrer Karriere ab und ich bin der Meinung, dass Orphan Black jeder mindestens einmal gesehen haben sollte.

Franziska Hammerschmidt
Franziska Hammerschmidt

Orphan Black ist eine dieser Serien, die mir immer wieder ein Leuchten in die Augen zaubert. Ich erinnere mich noch ganz genau an den Tag, an dem ich mir das Serienfinale angeschaut habe und wie zufrieden ich damit war. Das passiert mittlerweile nicht mehr so häufig, denn andauernd werden meine Lieblingsserien plötzlich abgesetzt und enden somit auf heftigen Cliffhangern. Das nervt mich wirklich ungemein – grr!
(Ich habe mir Orphan Black zwar vor einer Weile auf DVD gekauft, aber ratet mal, was ich mir jetzt auf Disney Plus wieder reinziehe? Hehehehe)

Was Orphan Black so verdammt gut macht

Worum geht’s – kurz und knapp: Straßendiebin Sarah Manning (Tatiana Maslany) wird Zeugin eines Selbstmords und traut ihren Augen kaum: Die Frau sieht exakt so aus wie sie. Kurzerhand übernimmt Sarah ihre Identität und entdeckt dabei, dass sie Teil eines weltweiten Klon-Experiments ist. Von ihr laufen mehr als ein Dutzend genetisch identische Doppelgängerinnen auf der Welt herum. 

Gemeinsam mit ihren neu gefundenen Klon-Schwestern Cosima und Alison (beides Maslany) sowie ihrem Adoptivbruder Felix (Jordan Gavaris) versucht Sarah das ganze Ausmaß der Forschung auszumachen und muss sich dafür natürlich mit einem skrupellosen Konzern herumschlagen.

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Ihr ahnt es vermutlich schon, aber ja: Der halbe Cast besteht quasi aus Tatiana Maslany. Im Verlauf der Serie verkörpert die kanadische Schauspielerin 17(!) verschiedene Klone. Von der Vorstadt-Mutter bis zur Attentäterin ist wirklich alles dabei und die 41-Jährige verleiht jeder Figur eine eigene Persönlichkeit inklusive Mimik, Sprache und Körperhaltung. 

Irgendwann war ich wirklich davon überzeugt, dass Maslany 16 Schwestern im gleichen Alter hat – und man! sie hat unfassbar viel Chemie mit sich selbst! Denn obwohl die einzelnen Klone kaum unterschiedlicher sein könnten, wachsen sie zu einer liebenswürdigen und schrägen Familie zusammen, die mir so oft das Herz erwärmt hat.

Hier prallen wirklich Welten aufeinander und die lustigsten Situationen entstehen, wenn einzelne Klone in die Rolle eines anderen schlüpfen müssen. Beim Versuch, die spießige Alison zu mimen, trinkt Sarah zum Beispiel etwas zu viel Alkohol, wirft sich Pillen ein und hält dann eine peinliche Rede vor der versammelten Nachbarschaft. Das findet die verklemmte Alison natürlich super, die ihren Freunden jetzt erklären muss, was sie da geritten hat.

Video starten 2:46 Im Marvel-Universum war Tatiana Maslany 2022 bereits als She-Hulk zu sehen

Den perfekten Kontrast zum Humor bildet der Spannungsbogen. So witzig das Identitäts-Roulette auch ist, es geht hier ebenfalls darum, die dunklen Machenschaften eines Konzerns aufzudecken, der mit den Körpern und der Selbstbestimmung von Menschen herumspielt.

Also sammeln Sarah und ihre Schwestern fleißig Beweise, machen immer wieder spannende Entdeckungen und setzen sich mit tiefgründigen und philosophischen Fragen auseinander – zum Beispiel zu den Grenzen der Genetik.

Orphan Black kommt bei fünf Staffeln auf insgesamt 50 Folgen, die jeweils ungefähr 41 bis 46 Minuten dauern. Aktuell könnt ihr euch alle davon auf Disney Plus anschauen. Tatiana Maslany hat sogar unter anderem zweimal den Critics Choice Award (2013 & 2014) und einmal einen Emmy (2016) in der Kategorie »Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie« gewonnen.

Was ich damit sagen will: Schaut euch Orphan Black undbedingt an. Und wenn sie euch nicht gefällt, dann dürft ihr die nächste Serie bestimmen, die ich mir anschauen muss.

(Es gibt übrigens auch noch ein Spin-Off namens Orphan Black: Echoes mit Jessica-Jones-Darstellerin Krysten Ritter. Das war allerdings nicht ganz so erfolgreich, deshalb schaut euch in erster Linie die Hauptserie an. Falls ihr aber danach doch neugierig seid: Ihr findet es aktuell bei Disney Plus und RTL Plus.)


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