Seit dem 15. Juni 2025 gibt es mit Shadowverse: Worlds Beyond ein neues Sammelkartenspiel von Entwickler Cygames. Das Spiel folgt dem üblichen Konzept, wie auch ein Hearthstone oder Magic: The Gathering. Aus verschiedenen Karten stellt ihr euch ein Deck zusammen und spielt gegen die KI oder echte Gegner.
Zum Release stützen sich zahlreiche Genre-Fans auf das Free2Play-Spiel und dennoch warnen viele in den Steam-Reviews vor dem neuen Shadowverse.
Gute Zahlen, schlechte Zahlen
Ein paar Tage nach Release einen Höchststand von 109.246 gleichzeitig aktiven Spielern zu erreichen ist für jeden Entwickler, der ein Spiel auf Steam veröffentlicht, erst mal ein Grund zur Freude.
Laut SteamDB erreichte Worlds Beyond diesen Rekord gestern Nachmittag, verglichen mit dem Vorgänger Shadowverse CCG eine enorme Steigerung, der Rekord des 2016 erschienenen Deckbuilders lag bei gut 24.000 Spielern.
In den Steam-Reviews herrscht jedoch alles andere als Zufriedenheit. Die über 5.000 Wertungen sind zu überwältigenden 85 Prozent negativ. Damit schafft es Worlds Beyond laut der Website Steam250 auf Platz 2 der am schlechtesten bewerteten Spiele auf Valves Plattform!
Zum Vergleich: Vorgänger Shadowverse CCG wird zu 73 Prozent positiv bewertet.
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Zu viel zu zahlen
Die Kritik der Spieler lässt sich ziemlich simpel herunterbrechen: Die aggressive Monetarisierung. Laut vielen Spielern soll es kaum möglich sein, ein gutes Deck zusammenzustellen, ohne Geld zu bezahlen. Die Karten werden aus Packs gezogen, von denen Spieler nur eines am Tag kostenlos öffnen können, alle weiteren werden mit den im Spiel verdienten Rupees oder gekauften Crystals erworben.
Der Nutzer Lord Zeref fasst die Probleme so zusammen: »Ich mochte das Original von Shadoverse...da konnte man wirklich kostenlos seine Decks nach und nach bauen. [...] Bei Worlds Beyond sind die Karten zu teuer. Man kann nicht nach Belieben seine Karten umwandeln, sondern benötigt immer zuerst drei Kopien! Und ein Deck Free2Play zu kreieren, kann man völlig vergessen.«
Tatsächlich kosteten in Shadowverse CCG Kartenpacks nur 100 der beiden Währungen und Spieler konnten Karten beliebig umwandeln, um so neue Packs zu finanzieren. In Worlds Beyond kosten die Packs 500 Rupees oder Crystals und man braucht eine Karte dreimal, um sie umwandeln zu können.
Im Shop kosten 490 Crystals 9 Euro, ein Pack lässt sich damit nicht kaufen. Das teuerste Bundle sind 5500 Crystals für 90 Euro. Laut Steam-Nutzer General Lethargy solltet ihr lieber die Finger von Worlds Beyond lassen, außer »ihr sucht ein Loch, in das ihr euer Geld werfen könnt«.
Erstaunlich ist, dass Shadowverse: Worlds Beyond aktuell wieder auf die 90.000 Spieler zusteuert und die Zahlen weiter steigen. Das liegt möglicherweise daran, dass der Deckbuilder des japanischen Entwicklers in Asien deutlich mehr Anklang findet und durch die Zeitverschiebung dieser Spieler dort gerade aktiv werden. Verifizieren lässt sich das aber nur schwer.

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