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Fazit: Shenmue 1 & 2 Collection im Test - Aus der Zeit gefallen

Fazit der Redaktion

Daniel Ziegener
@sofakissen

Alle paar Jahre staube ich die Dreamcast ab, suche den SCART-Adapter heraus und hoffe, dass die Kratzer auf den Discs noch nicht zu tief sind und verschwinde für ein paar Tage in eine andere Welt. Ich zocke beim Glücksspiel in den Gassen von Hong Kong, bessere mein Taschengeld mit der Arbeit im Hafen auf und kümmere mich um das verwaiste Kätzchen an der Straßenecke. Dieses Jahr ist mir das wieder passiert - nur endlich ohne den SCART-Adapter. Kaum ein Spiel prägte meinen Blick auf Videospiele so sehr wie Shenmue. Es nahm viele Ideen vorweg, die ich erst ein Jahrzehnt später wirklich zu schätzen lernte. Shenmue ist ein Spiel voller Widersprüche, irgendwo zwischen epischer Storyline und banal wirkender Alltagssimulation. Ein Spiel, das seiner Zeit voraus war, aber inzwischen natürlich von seinen eigenen Erben überholt wurde.

Gerade deshalb ist es auch heute noch so faszinierend und einzigartig. Wer mit den gleichen Erwartungen wie an ein zeitgenössisches Open-World-Game herangeht, wird vermutlich enttäuscht. Aber wer genau hinschaut, kann vielleicht den ein oder anderen kreativen Funken aus seinem eigenen Lieblingsspiel entdecken. Darum ist es großartig, dass Shenmue endlich nicht mehr nur ein Kultspiel aus den Erzählungen von Leuten mit einer Dreamcast auf dem Dachboden ist. Shenmue ist jetzt ein Stück lebendige Geschichte. Denn Spiele sind am besten, wenn man sie selbst spielen kann.

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