Seit dem Release von Hollow Knight: Silksong drehen sich viele Diskussionen in Fan-Foren und auch in unserer Kommentarsektion meist um ein Thema: den happigen Schwierigkeitsgrad.
Kein Problem, dann installierte ich eine Mod, die das Spiel einfacher macht!
, habe ich öfter als Reaktion auf den saftigen Anspruch gelesen. Neugier regte sich im Inneren meines Chitin-Panzers: Macht Silksong dann noch Spaß?
Gedacht, gemacht. Zehn Minuten später starte ich einen neuen Durchgang mit installierten Easy-Mods. Die gibt es zuhauf, eine Installationsanleitung habe ich euch natürlich zusammengestellt.
Zunächst aber zu meiner - für viele wohl wenig überraschenden Erkenntnis - nach fünf Stunden in Easy-Pharloom.
13:48
Das lange Warten hat sich gelohnt - Hollow Knight Silksong ist zum Verlieben
So aufregend wie eine Tupperparty
Mein Fazit: So macht Silksong kaum noch Spaß!
Stellenweise war ich trotz der bildhübschen Spielwelt sogar regelrecht angeödet und ertappte mich in Gedanken dabei, wie ich mental schon einmal den Essensplan für kommende Woche zusammenstelle und darüber nachdenke, die Hausratsversicherung endlich anzuheben. Spätestens seit unserer sündhaft teuren Küche … äh, sorry, ich schweife ab!
Der Grund für mein hartes Urteil liegt auf der Hand: Silksong ist von Grund auf als herausforderndes Spielerlebnis konzipiert. Jeder Gegner, jeder Bereich der Spielwelt und alle Gameplay-Features arbeiten Hand in Hand zusammen, um uns Spielern die Schweißperlen (oder Tränen) die Wangen hinabrinnen zu lassen.
Vor allem bei den normalerweise stimmungsvoll inszenierten Bosskämpfen waren die Unterschiede hinsichtlich der Atmosphäre am deutlichsten zu spüren. Statt mich mit Leib und Seele in die Situation hineinzuversetzen und mich an dem Boss abzurackern, genügte in der Regel stumpfes Draufhauen - mir konnte ja kaum noch etwas passieren.
Folgende Effekte hatte ich via Mods genutzt:
- halbierter Gegnerschaden
- doppelter Schaden von Hornet
- doppelter Seidenvorrat
Ein ähnliches Erlebnis wie in Silksong hatte ich auch schon im ersten Dark Souls gemacht. Dort wollte ich mir unbedingt die tolle Spielwelt in Ruhe anschauen, ohne mich um den höllischen Schwierigkeitsgrad sorgen zu müssen. Das Ende vom Lied war aber, dass ich mich furchtbar langweilte und jegliche Immersion flöten ging (okay, es tat schon gut, die beiden Gargoyles zu verdreschen).
Easy-Mods können trotzdem sinnvoll sein
Jetzt drehen wir die Medaille mal um und siehe da, ein zweites Fazit kommt zum Vorschein: Ganz verteufeln möchte ich Easy-Mods für Silksong nicht.
- Der Spaß steht an erster Stelle: Wir spielen Videospiele, um uns wohlzufühlen. Um in fremde Welten aufzubrechen, dem Alltag zu entfliehen, tolle Geschichten zu erleben, kurz: um Spaß zu haben! Und wer in Silksong partout an einem Boss verzweifelt, aber sonst die tolle Spielwelt und deren Geheimnisse nicht verpassen möchte, sollte sich nicht schämen, eine Easy-Mod zu nutzen.
- Die Dosis macht das Gift: In meinem Selbstversuch habe ich es darauf angelegt, das Spiel möglichst einfach zu gestalten. Minimaler Schaden der Gegner, maximaler Schaden von Hornet, so die Devise. Die Grauzone dazwischen erlaubt aber noch viel granularere Feinjustierungen. Wer nur mit einem Aspekt des Schwierigkeitsgrades kämpft - etwa dem erlittenen Schaden -, kann auch nur diesen per Mod anpassen und den Rest des Spiels unangetastet lassen.
Für mich sind Easy-Mods in Silksong absolut nichts. Aber ich halte sie unterm Strich dennoch für eine tolle Gelegenheit, dass auch Neueinsteiger und Gelegenheitsspieler die Welt von Pharloom erkunden können.
So, genug von mir. Jetzt bin ich richtig gespannt auf eure Meinung zu dem Thema!
Wie sieht es bei euch aus? Könnt ihr etwas mit Easy-Mods in bewusst schwierig konzipierten Spielen anfangen oder geht es euch wie mir? Welche knallharten Titel haben eure Geduld in der Vergangenheit überstrapaziert, sodass ihr zu vereinfachenden Maßnahmen gegriffen habt? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!
Auf der nächsten Seite erkläre ich euch, wie ihr selbst Mods für Silksong ausprobieren könnt.
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