»Somebody saaaaaaave meeeeee« – Es gibt nur wenige Serien-Intros, die ich NIEMALS skippe und eines davon ist das von Smallville. An dieser Tradition hat sich auch nichts geändert, als ich Anfang des Jahres meinen Rewatch auf Netflix gestartet habe.
Und jetzt gibt’s einen Grund zum Feiern: Smallville ist am 16. Oktober 2026 stolze 25 Jahre alt geworden! Das Jubiläum habe ich mir direkt mal zum Anlass genommen, um über vier absurde aber auch spannende Details zu reden, die mein Kopf bis heute versucht zu verarbeiten.
Es war zwar eine andere Zeit, aber selbst als Fan muss ich an der ein oder anderen Stelle zugeben: Die kreative Freiheit der Produktion war damals definitiv grenzenlos! Von kryptonischen High-School-Freaks bis zu günstigen Gehirnerschütterungen – es passiert einfach so vieles, das teilweise eigentlich keinen Sinn ergibt, aber trotzdem enorm unterhaltend ist. Jedenfalls meistens …
4 absurde Details aus Smallville
#1 – Clarks lahmer Ausreden-Katalog
»Das hast du dir nur eingebildet« oder »Das war nur das Adrenalin« – Clark (Tom Welling) ist wirklich ein Meister darin, alle anderen um sich herum zu gashlighten. Wenn ich jedes Mal einen Euro bekommen würde, sobald er anderen etwas vorgaukelt, wäre ich jetzt Millionärin.
Man sollte meinen, Clark lässt sich mit der Zeit plausiblere Erklärungen einfallen, warum er immer zur richtigen Stelle am richtigen Ort ist und mal eben einen Autounfall überlebt – aber nein.
Ich weiß, es ist eine Serie und niemand darf Clarks Geheimnis erfahren, aber manchmal ist es schon etwas frustrierend, dass keiner in der Lage ist, 1 und 1 zusammenzuzählen. Immerhin bleibt Lex (Michael Rosenbaum) durchgehend skeptisch, aber er braucht ganze 7(!) von 10 Staffeln, bis er endlich auf die Wahrheit stößt.
Noch lustiger wird es allerdings, wenn zum Beispiel Lex oder Lana (Kristin Kreuk) wirklich einmal sehen, wie Clark seine Fähigkeiten benutzt. Da kann ich mir sicher sein, dass sie entweder kurz davor oder unmittelbar danach eins über die Rübe gezogen bekommen. Sei es von einer zuschwingenden Tür oder einem Trümmerteil. Wenig später im Krankenhaus können sie sich dann an nichts mehr erinnern. Oder Clark tischt ihnen eine nüchterne Erklärung auf – natürlich!
#2 – Die Freundschaft von Lex und Clark
Zu Beginn der Serie besucht Clark das erste Jahr der High School und ist daher zwischen 14 und 15 Jahre alt. Lex hingegen lebt in einer riesigen Villa, hat sein erstes Studium in biochemischer Technik an der Universität Princeton bereits abgeschlossen und ist etwa 21 Jahre alt.
Jedes Mal, wenn ich die Zahlen vor meinem inneren Auge sehe, stellt sich mir nur eine Frage: Warum sollte ein 21-jähriger College-Absolvent mit High-School-Schülern rumhängen? Geschweige denn, sich für ihr Liebesleben interessieren?
Obendrein versucht Lex immer wieder, Clark mit Lana zu verkuppeln. In der sechsten Staffel heiratet er sie dann allerdings selbst. Wie absurd das Szenario ist, ist mir tatsächlich erst bei meinem Rewatch bewusst geworden. Zumal ich hier anmerken muss, dass Lana und Lex in den Comics nie ein Paar waren. Wo ich wieder beim Punkt grenzenlose kreative Freiheit bin.
#3 – Freaks of the Week
durch Kryptonit
Ja, die Serie liefert schon eine leicht schwammige Erklärung dafür, warum Clarks Mitschüler sich in »Meteor-Freaks« verwandeln. Das Gestein greift die zellulare Struktur an und da sie während ihrer Jugend dauerhaft der Kryptonit-Strahlung ausgesetzt sind, macht ihr Körper genetische Mutationen durch.
Doch die Veränderungen entstehen nicht willkürlich, sondern sind immer an Wünsche, Ängste oder auch Interessen der Schüler gekoppelt. Wie zum Beispiel Greg Arkin alias Bug Boy (Chad E. Donella), der in seiner Freizeit gerne Insekten sammelt und nach einem Unfall selbst typische Insekten-Fähigkeiten entwickelt (Staffel 1, Folge 2).
Woher das Kryptonit diese Infos hat? Gute Frage. Na gut, hier kann man immerhin argumentieren, dass das Insekt, welches den Unfall verursacht hat, mit Kryptonit verseucht war. Schauen wir uns aber so Fälle wie Tina Greer (Lizzy Kaplan) an, die von Lana besessen war und dann zufälligerweise auch noch Formwandler-Fähigkeiten entwickelt hat, sieht die Sache schon wieder anders aus (Staffel 1, Folge 4 und Staffel 2, Folge 11).
Auf einer Seite sind die Verbindungen der Kräfte mit den Lebenssituationen der Figuren natürlich spannend gemacht, aber ab einem gewissen Punkt denke ich mir dann schon: Wie kann das sein? Vor allem mit dem Hintergrundwissen, dass Kryptonit in den Comics auf Menschen eigentlich so gut wie keine Auswirkungen hat.
Ab Staffel 2 wurde die Präsenz der Freaks of the Week
langsam reduziert, bis sie ab der fünften Season fast vollständig verschwanden. In meinen Augen eine sehr sinnvolle Entscheidung, da die erste Staffel ausschließlich aus ihnen bestand. Ich finde die staffelübergreifenden Handlungen deutlich stärker und unterhaltsamer.
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Smallville: In der finalen Staffel der Kult-Serie muss sich Clark einem letzten großen Gegner stellen
#4 – Kryptonit und die Wirkung der einzelnen Farben
Auch hier hat die Produktion gerne mal in den Kreative-Freiheit-Sack gegriffen. Die schwarze Version von Kryptonit spaltet Clarks Persönlichkeit/Seele in zwei physische Wesen und wurde extra für die Serie erfunden. Später war dieser Kniff so beliebt, dass DC ihn tatsächlich in die offizielle Lore und die Comics mit aufnahm.
Das rote Kryptonit macht aus Clark einen richtig rücksichtslosen Bad Boy. In den Comics hat es jedoch eine eher unvorhersehbare Wirkung. Die häufigste ist zwar aufbrausendes Temperament und der Verlust von Hemmungen, was zum aufmüpfigen Clark aus Smallville passt, aber es gibt auch etliche Geschichten in denen es Kryptonier in Riesen verwandelt oder ihnen zu unkontrollierbarem Bartwuchs verhilft (via DC).
Das wäre mal eine lustige Sache gewesen! Ein Clark Kent mit Rauschebart. Das sieht man wirklich nicht alle Tage.
Das sind nur ein paar Gedanken, die regelmäßig wieder in meinem Kopf aufploppen und die ich dann für mehrere Stunden nicht mehr loswerde. Habt ihr vielleicht noch weitere Details aus der Serie, die absurd, spannend oder lustig sind? Schreibt sie doch gerne in die Kommentare!
Wisst ihr was? Ich gehe jetzt erst einmal eine Folge Smallville schauen. Und merkt euch die Worte von Papa Kent: Es ist besser, alles zu riskieren, als an nichts festzuhalten.
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