Nach der erfolgreichen Veröffentlichung des historischen Anwalts- und Ermittlungsspiels The Darkest Files am 25. März 2025 waren wir neugierig auf die Hintergründe der Spielentwicklung und so manche Designentscheidung. In The Darkest Files schlüpft ihr in die Rolle der Jung-Staatsanwältin Esther Katz und verfolgt im Team des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer die Täter und Täterinnen von während der NS-Zeit begangener Verbrechen.
Unsere Autorin und Testerin Gloria H. Manderfeld sprach deswegen mit Game Director Jörg Friedrich von Paintbucket Games in einem einstündigen Interview und wollte wissen, warum sich das Team Fritz Bauer als zentrale historische Person ausgesucht hat und keine anderen Vertreter der Verfolgung von NS-Verbrechen.
Mit wem haben wir gesprochen? Jörg Friedrich ist Game Director und CEO beim von ihm 2018 mit gegründeten Berliner Studio Paintbucket Games und hat davor an Spielen wie Spec Ops: The Line, Dead Island 2 oder Albion Online gearbeitet. Er ist Mitglied des Indie-Spielekollektivs Saftladen Berlin und lehrt regelmäßig Game- und Narrative-Design an der Technischen Kunsthochschule Berlin (BtK) und anderen deutschen Hochschulen.
Auseinandersetzung mit der Vergangenheit
»Weil Fritz Bauer nicht nur für die Aufarbeitung von NS-Verbrechen steht,« erklärte Friedrich. »Er steht für mich auch mit seinem ganzen Wirken, mit seiner Haltung noch für viel mehr. Er [..] hatte einfach ein wahnsinnig fortschrittliches Weltbild.
Es hat mich sehr beeindruckt, dass jemand mit einer solchen Biographie – von den Nazis aus dem Amt gejagt, ins KZ gesteckt, im Exil gelebt und danach nach Deutschland zurückgekehrt – nicht verbittert ist und nicht sagte, jetzt muss man sich an denen rächen. Sondern: Jetzt brauchen wir erst recht einen liberalen, rechtsstaatlichen Ansatz, damit aus diesem Land nochmal was wird.«
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.