Sons of the Forest: Alles, was ihr über The Forest 2 wissen solltet

Sons of the Forest ist noch ein Survival-Buch mit sieben Siegeln. Wir sammeln die wichtigsten Infos, die bisher bekannt sind.

von Christian Just,
30.01.2021 08:59 Uhr

Sons of the Forest bringt neue schreckliche Monster und vieles mehr. Wir haben alle Infos. Sons of the Forest bringt neue schreckliche Monster und vieles mehr. Wir haben alle Infos.

Sons of the Forest ist das von der GameStar-Community am sehnlichsten gewünschte Survivalspiel für 2021. So viel wissen wir aus unserer Umfrage. Mehr als die Hälfte der über 1.500 Teilnehmer freut sich am meisten auf den Nachfolger zum 2018er Survival-Hit The Forest.

Grund genug, euch die wichtigsten Infos zu The Forest 2 in einer handlichen Übersicht zu kredenzen. Neben dem, was wir aus den Trailern kennen, erlauben andere Interviews noch bedeutend tiefere Einblicke. Außerdem haben wir eigene Fragen an die Entwickler geschickt, deren Antworten wir natürlich beizeiten hier ergänzen.

Für alle, denen The Forest und sein Nachfolger noch gar nichts sagen, fangen wir mit den Grundlagen an und erklären, was das Besondere an dem Survivalspiel für Einzel- und Koop-Fans ist.

The Forest schnell erklärt

Sons of the Forest setzt im Kern auf die gleichen Prinzipien wie The Forest. Wir landen in einem malerischen Wald und müssen überleben, indem wir Nahrung und Trinkwasser sammeln, eine Basis frei nach unseren Vorlieben aus zahlreichen Bausteinen errichten und uns gegen fiese Kannibalen und später auch schreckliche Mutanten zur Wehr setzen. Wo die herkommen, müssen wir auf eigene Faust herausfinden.

Die Feinde sind mit einer lernenden KI ausgestattet, die aus unserem Verhalten Schlüsse zieht und sich anpasst. So können wir uns beispielsweise entziehen, indem wir zwischen mehreren Lagern hin und her wechseln und die Feinde damit verwirren.

Um die schleierhaften Hintergründe aufzudecken, erkunden wir den Wald auf eigene Faust, finden Hinweise, folgen Spuren und klettern in finstere Höhlen hinab, um Ressourcen und wertvolle neue Ausrüstung zu erbeuten. Das meiste stellen wir aber selbst her, vom Lagerfeuer über Baumhäuser bis hin zu Waffen und Rüstungen.

Damit setzt The Forest auf klassische Survival-Tugenden, beschränkt sich aber, anders als viele Genre-Kollegen, auf eine reine Einzelspieler- und Koop-Erfahrung. Durch gutes Gamedesign, überzeugende Gruselatmosphäre und die spannend erzählte Geschichte gehört Teil eins mit 94 Prozent unter Steam-Spielern zu den bestbewerteten Survivalspielen.

Ein Survivalspiel, das The Forest ähnlich ist, aber auf dem offenen Meer spielt, heißt Raft. Wir haben die Early-Access-Version für euch getestet:

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Was macht Sons of the Forest neu?

Der zweite Teil Sons of the Forest will nun genau da weitermachen, wo The Forest aufgehört hat. Und zwar bezogen auf zweierlei.

Die Story spielt nach den Ereignissen von The Forest: Wir sind als Mitglied einer Militäreinheit über dem Wald unterwegs, als der Helikopter abstürzt und wir erneut im Schlamassel sitzen - sprich: mitten im Kannibalenwald.

Die Kernmechaniken bleiben erhalten und werden ergänzt: Etwa sehen wir im Trailer die Möglichkeit, Holzscheite zu halbieren und Löcher in den Boden zu graben. Außerdem dürfen wir Gegenstände mit einem 3D-Drucker herstellen.

Hier seht ihr einen Querschnitt durch die neuen Spielmechaniken:

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Auch der Koop-Modus soll wieder ab Release mit an Bord sein. Damit sich Sons of The Forest aber weniger wie ein großer DLC und mehr wie ein neues Spiel anfühlt, haben die Entwickler ein paar Asse im Ärmel.

KI noch stärker im Fokus

Endnight Games erklärte gegenüber dem YouTuber Farket, dass man zunächst für ein anderes Projekt mit KI-Entwicklung herumexperimentiert habe. Dann entschloss man sich jedoch, die KI-Ideen für einen Nachfolger von The Forest zu verwenden. Das war der Anfang von Sons of the Forest.

Die KI-Technik namens V.A.I.L. soll jetzt deutlich komplexer funktionieren, schlauer agieren und so noch mehr Horror erzeugen. Feinde bekommen verschiedene Gefühlszustände wie Angst, Müdigkeit, Wut und Langeweile, was sich in Verhaltensvariationen ausdrückt. Auch interagieren die Lebewesen in der Spielwelt nun mehr miteinander, wie die Entwickler in einem Interview mit The Escapist verraten. Und weiter:

"Die neue KI ermöglicht koordiniertere Angriffe auf eure Basis und interessantere Interaktionen. Zum Beispiel kann die KI jetzt Seilrutschen benutzen, um in eure Basis zu gelangen, sie kann Ressourcen von euch stehlen oder euch einfach nur quälen wollen. Sie treffen Entscheidungen basierend auf ihren individuellen Zielen und Erfahrungen, wodurch sie sich viel lebendiger anfühlen als im ersten Titel."

Passend dazu soll Sons of the Forest eine »brandneue Truppe von Kreaturen und Kannibalen« mitbringen, vor denen wir uns fürchten müssen. Etwa ein ekliges Tentakelwesen namens "Fingers" oder eine Art Zwillingswesen namens "Twins". Der kontroverse "Wurm" kehrt laut Endnight Games allerdings nicht aus Teil 1 zurück, schließlich fanden Spieler den aus Fleischbrocken zusammengesetzten Mutanten nicht so pralle.

The Forest ist euch noch nicht düster genug? Dann schaut euch unsere Vorschau zu Stalker 2 an:

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Große neue Map mit Jahreszeiten

Die Spielwelt von The Forest ist nicht winzig, im Vergleich zu anderen Survival-Spielen wie DayZ aber deutlich kleiner. Zwar gibt es keine offiziellen Angaben, aber geschätzt sollte die Größe bei etwa zwei Quadratkilometern liegen. Die neue Karte dagegen umspannt eine Fläche, die etwa vier bis fünfmal so groß ausfällt.

Ganz neu sind die vier Jahreszeiten in The Forest 2. Im Winter bedeckt Schnee die Spielwelt und im Herbst färben sich die Blätter orange und fallen von den Bäumen. Aber auch die Fauna reagiert auf die Jahreszeitenwechsel. Im Sommer legen zum Beispiel die Schildkröten ihre Eier. Damit ändern sich auch die Nahrungsquellen je nach Jahreszeit.

Den ersten Trailer zu Sons of the Forest seht ihr hier:

Sons of the Forest - Sequel zum Horror-Hit The Forest angekündigt 1:40 Sons of the Forest - Sequel zum Horror-Hit The Forest angekündigt

Die seltsame Mutantenfrau

Im zweiten Trailer seht ihr eine Frau mit je drei Armen und Beinen, die von der Art des Monsters Virginia aus dem ersten The Forest zu sein scheint. Allerdings ist sie nicht feindlich gesonnen, sondern lebt offenbar friedlich mit dem Spieler zusammen.

Die Entwickler erklären nun, dass die Interaktion mit der Frau euch selbst obliegt:

"Man kann versuchen zu erreichen, dass sie einen mag. Man kannst sie ignorieren oder sie verjagen. Wir hoffen, dass jeder Spieler einzigartige Interaktionen mit ihr haben kann."

Trotz Schusswaffen kein Shooter

In den Trailern sehen wir eine Schrotflinte und eine Pistole, mit denen wir uns gegen die Kannibalen wehren. Ob Sons of the Forest also seinen Fokus auf Shooter-Gameplay legen wird, wollte der YouTuber Farket in seinem Interview wissen. Dem sei nicht so, entgegneten die Entwickler.

Zwar gibt es Schusswaffen, aber die Munition ist so rar gesät, dass man sich gut überlegen muss, wofür man sie einsetzt. Die Konfrontationen in Sons of the Forest bestehen weiterhin zum Großteil aus Nahkämpfen. Und weiter:

"Melee-Kampf wurde erheblich verbessert. Es gibt genauere Kollision, bessere Blut- und Schadenseffekte und außerdem schlauere Feinde."

In der Defensive wollen die Entwickler zudem mehr Freiheit bei der Errichtung von Fallen erlauben, um unser Lager gegen die Angriffe der Feinde abzusichern.

Die Infos über Sons of the Forest machen derzeit vielen Spielern Lust, den ersten Titel zu zu zocken. So stellte das über sechs Jahre alte The Forest sogar einen neuen Spielerzahlenrekord auf:

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Was soll der Name?

Die Entwickler erklärten, dass sie den Namen Sons of the Forest aufgrund der Story gewählt haben. Daraus lässt sich die Vermutung anstellen, dass wir eventuell den Sohn des Protagonisten aus dem ersten Teil spielen könnten. Sicher ist das aber nicht. Weiter wollen wir euch hier nicht spoilern, falls ihr The Forest noch nicht durchgespielt habt.

Technische Neuerungen

Sons of the Forest verwendet eine aktuelle Version der Unity-Engine, die auch bei Teil 1 zum Einsatz kam. Die Trailer zeigen, dass einige Assets aus The Forest in Sons of the Forest wiederverwendet wurden. Diesen Umstand relativieren die Entwickler aber im zweiten Teil des Interviews mit Farket:

"Da wir auf höhere Detailtreue setzen, haben wir fast alle Assets im Spiel, die erneut verwendet werden, überarbeitet. Es gibt in den Trailern aber noch ein paar Platzhalter-Assets, die höchstwahrscheinlich [zum Release] ebenfalls ersetzt werden."

Zudem verwenden die Entwickler in Sons of the Forest nun Motion-Capture-Technik, um die Bewegungsabläufe der Feinde realistischer zu gestalten. Auch sorgen neue Shader, Rendering und Beleuchtung für eine insgesamt realistischere Optik. Das passt zu im Winter gefrierendem Wasser und anderen Wetterphänomenen, die sich auf die Spielwelt auswirken.

Wahrscheinlich mit Steam Workshop

Sons of the Forest könnte ein neues Feature bekommen, das beim Vorgänger fehlte: den Steam Workshop. Dadurch ließen sich Mods einfach installieren. Angesichts der großen Beliebtheit von The Forest erwarten wir viele Mods, falls die Funktion tatsächlich kommt. Sicher ist die Intergration des Steam Workshop noch nicht.

Auch der Release-Zeitpunkt ist noch unscharf: Sons of the Forest soll irgendwann im Jahr 2021 auf Steam erscheinen. Ob wie der Vorgänger zunächst im Early Access oder direkt als Vollversion, bleibt offen.

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